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Die perfekte Einleitung der Bachelorarbeit schreiben

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Die Einleitung der Bachelorarbeit bereitet vielen Studierenden Kopfschmerzen. Eine Kombination aus wirklich relevantem Inhalt, guten Formulierungen und perfektem Umfang ist dabei die Kunst. Wird der Stein jedoch erst einmal ins Rollen gebracht, so gestaltet sich der weitere Schreibprozess weitaus flüssiger.

Warum ist die Einleitung der Bachelorarbeit so wichtig?

Die Einleitung der Bachelorarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Textteils – genauso wie Hauptteil der Bachelorarbeit und Fazit der Bachelorarbeit bzw. Schlussfolgerung. Jede Bachelorarbeit muss eine Einleitung aufweisen, um die Leser an das gewählte Thema heranzuführen. Haben die Leser bereits mit dem Titel der Abschlussarbeit einen ersten Eindruck davon bekommen, was in der betreffenden Arbeit abgehandelt wird, fungiert eine Einleitung als Vorbereitung der Leser auf das Thema.

Da der erste Eindruck, den ein Text bei seinen Leser hinterlässt, auch bei Bachelorarbeiten eine wichtige Rolle spielt, solltest Du Dir beim Verfassen der Einleitung besondere Mühe geben. Denn ist der erste Eindruck negativ, kann sich das auf die gesamte Arbeit niederschlagen – egal, ob der Hauptteil sehr gut geschrieben ist oder nicht. Aus diesem Grund solltest Du für das Verfassen der Bachelorarbeit Einleitung eine größere Zeiteinheit in Deiner Planung lassen. Im Folgenden erklären wir, wie man es schafft, die Zielsetzung einer wissenschaftlichen Arbeit in aller Kürze und prägnant auf den Punkt zu bringen, um so das Interesse der Leser zu wecken.

Die Funktion einer Einleitung in der Bachelorarbeit

Der eigentliche Textteil einer Bachelorarbeit ist von den Vortexten (z. B. Abstract der Bachelorarbeit, Vorwort oder Danksagung der Bachelorarbeit) sowie den Verzeichnissen (z. B. Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Tabellen) getrennt. Somit bildet die Einleitung der Bachelorarbeit den Beginn des Haupttextes und stellt den ersten Kontakt zwischen Dir als Verfasser und Deinen Lesern her (vgl. Esselborn-Krumbiegel 2002: 132). Wie beim Kennenlernen eines fremden Menschen ist der erste Eindruck prägend. Somit ist die Einleitung meist maßgeblich dafür verantwortlich, wie der darauffolgende Text aufgenommen wird.

Für den Leser stellt sie eine Art Aushängeschild dar. Zum einen dient sie dem Leser als roter Faden, um einen Überblick darüber zu bekommen, was in der vorliegenden Bachelorarbeit abgehandelt wird. Anhand dieser Kurzübersicht fällt den Lesern die Orientierung leichter, wodurch die Leserfreundlichkeit des Textes erhöht wird (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 200). Weil auch die Fragestellung hier ausgebreitet wird, weiß er zusätzlich, was ihn erwartet.

Einleitungen anderer Publikationen dienen aber auch Dir, um bei der Literaturrecherche, die Du im Zuge der Recherchearbeiten durchführen, nicht immer das gesamte Buch lesen zu müssen, um über den Inhalt Bescheid zu wissen. Stellt sich bereits anhand der Einleitung heraus, dass die betreffende Publikation keine für Dein Thema relevanten Inhalte aufweist, kannst Du sie in den allermeisten Fällen beiseitelegen. Auf diese Weise sparst Du viel Zeit beim Recherchieren und Sichten der Literatur für Deine Abschlussarbeit.

Die optimale Länge

Bedingt durch ihre Funktion als Kurzüberblick über die Arbeit, weist die Einleitung der Bachelorarbeit schließlich einen geringen Seitenumfang auf. Im Wesentlichen ist sie dann hinsichtlich ihrer Länge mit dem Schlussteil vergleichbar. Die Länge einer Einleitung variiert dementsprechend einerseits abhängig von der Art der wissenschaftlichen Arbeit. Während sie bei Hausarbeiten von zehn bis 20 Seiten noch sehr kurz ist, nimmt sie hingegen bei Bachelorarbeiten mit bis zu 80 Seiten mehr Platz ein. Andererseits finden sich in der Fachliteratur zudem über wissenschaftliche Arbeitstechniken teilweise unterschiedliche Angaben über die Länge einer Einleitung.

Während manche Autoren, z. B. Andermann, Drees & Grätz, mit ihren Angaben vage bleiben und lediglich ein vernünftiges Verhältnis zwischen den einzelnen Textteilen vorschlagen (vgl. 2006: 86), geben andere Autoren konkretere Zahlen an. Gruber, Huemer & Rheindorf geben an, dass eine Einleitung ca. fünf Prozent der Gesamtlänge eines Textes umfassen soll; dies entspricht eine Seite bei einer 20-seitigen Arbeit (vgl. 2009: 98). Stickel-Wolf & Wolf sprechen im Gegenzug von einer Länge, die bis zu 15 Prozent des Textumfanges ausmacht (vgl. 2013: 201).

In diesen Längenangaben spiegelt sich die Funktion der Einleitung wider: Sie soll als kurze, prägnante Hinführung zum Thema dienen. Achte darauf, dass Du in diesem Zusammenhang nicht wesentliche Aussagen des Hauptteils vorwegnimmst!

Bestandteile einer Einleitung in der Bachelorarbeit

Die Einleitung einer Bachelorarbeit besteht im Wesentlichen aus folgenden drei Aspekten: (a) Relevanz, (b) Forschungsfrage und (c) Vorgehensweise (vgl. Karmasin & Ribing 2014: 29). Somit sollte in der Einleitung beantwortet werden, weshalb das gewählte Thema wichtig ist, wie die Forschungsfrage lautet, die im Zuge des Hauptteils beantwortet wird, und welche Vorgangsweise dementsprechend gewählt wird, um die Frage schließlich zu beantworten.

Eine detailliertere Auflistung der üblichen Bestandteile in chronologischer Reihenfolge findest Du außerdem im Folgenden:

  • Hinführung zum Thema: Zunächst wird mithilfe von Zitaten, Erfahrungsberichten, Fragen, Behauptungen etc. ein erster Einstieg ins gewählte Thema gegeben (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 31).
  • Relevanz des Themas: Als nächster Schritt wird zudem begründet, weshalb das Thema relevant ist. Dabei wird es entsprechend in das Forschungsumfeld eingeordnet. In diesem Schritt wird die Problemstellung also kurz umrissen (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 71).
  • Gegenstand der wissenschaftlichen Arbeit: Hier wird dann die spezifische Fragestellung vorgestellt und erläutert. Auch die Eingrenzung auf die zu untersuchenden Aspekte wird in diesem Teil vorgenommen.
  • Zielsetzung: Nach der Vorstellung der Fragestellung beschreibst Du schließlich die Ziele, die mit der Bachelorarbeit verfolgt werden.
  • Methodenwahl: Um für den Leser jedoch nachvollziehbar zu machen, wie Du Dein Ziel erreichen möchtest, musst Du die gewählten Methoden angeben. Das sind dann beispielsweise Literaturanalysen, empirische Untersuchungen oder aber auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen oder anderen Institutionen (vgl. Kornmeier 2013: 105; Oertner, St. John & Thelen 2014: 31 und Samac, Prenner & Schwetz 2009: 60). Bei empirischen Arbeiten sollte außerdem die verwendete bzw. erfolgte Statistik grob angeschnitten werden. Bei anhaltenden Problemen sollte man sich zudem rechtzeitig die Hilfe bei einer Statistik Nachhilfe, einem Statistik Service, statistische Beratung oder einer Datenanalyse Beratung suchen.

Beachte zudem Folgendes

  • Eingrenzung bzw. Abgrenzung: Es ist deshalb sinnvoll, das Thema einer Bachelorarbeit enger zu fassen, um eine oberflächliche Bearbeitung eines zu umfangreichen Themas zu vermeiden. Welche Bereiche dann ausgegrenzt bzw. eingeschlossen werden, wird im Zuge der Einleitung erläutert und v. a. gut begründet (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 71).
  • Begriffserklärungen und -abgrenzungen: Sofern Begriffe aber geklärt werden müssen, die für die gesamte Arbeit relevant sind, werden diese dementsprechend in der Einleitung geklärt (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 71).
  • Aufbau der Arbeit: Zu guter Letzt wird in einigen Sätzen die Struktur der vorliegenden Arbeit erläutert, um LeserInnen eine außerdem gute Orientierung zu ermöglichen.

Bachelorarbeit Einleitung: Wann sollte man sie schreiben?

Auch wenn man eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit als Leser in der Regel bei der Einleitung zu lesen beginnt, heißt das nicht, dass man als Verfasser eine Arbeit ebenfalls schließlich von vorne zu schreiben beginnen muss. In der Fachliteratur wird jedoch der wissenschaftliche Schreibstil auch durch die Frage geprägt, an welcher Stelle man nun mit dem Schreiben beginnt. Nahezu einstimmig ist allerdings die Meinung, nicht mit der Einleitung der Bachelorarbeit zu beginnen. So geben außerdem viele Autoren die Empfehlung, die Einleitung erst nach Abschluss aller Textteile (d. h. Hauptteil und Schluss) zu verfassen (vgl. Theisen 2013: 152; Bänsch & Alewell 2013: 79 und Stickel-Wolf & Wolf 2013: 201).

Samach, Prenner und Schwetz geben zudem den Hinweis, es zu vermeiden, eine Forschungsfrage im Nachhinein einzufügen (2009: 61). Das bedeutet schließlich, die Forschungsfrage muss vor dem Verfassen bzw. der Gliederung feststehen und darf nicht erst beim Schreiben der Einleitung formuliert werden, um zu gewährleisten, dass man während des Schreibens das Ziel vor Augen nicht verliert.

Kornmeier wiederum vertritt die Auffassung, dass man mit dem Schreiben der Bachelorarbeit Einleitung dementsprechend nicht bis zum Schluss warten muss, denn er ist der Meinung, dass man als Verfasser schon vor dem Verfassen des Hauptteils alle Inhalte der Arbeit kennen sollte (vgl. 2013: 109).

Weiterführende Infos und Tipps

Du findest außerdem weitere Aspekte zum Bachelorarbeit schreiben in unserer sehr umfangreichen akademischen Wissensdatenbank für Studenten und Doktoranden. Wir beleuchten zudem über weitere Artikel intensiv wichtige und interessante Themen wie beispielsweise Wissenschaftliches Arbeiten und Wissenschaftliches Schreiben. Jeder Artikel enthält dann auch wertvolle Tipps und Anleitungen.

Literatur

Andermann, Ulrich; Drees, Martin & Götz, Frank (2006): Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten? 3. Aufl. Mannheim: Dudenverlag.

Bänsch, Axel & Alewell, Dorothea (2013): Wissenschaftliches Arbeiten. 11. Aufl. München: Oldenbourg Verlag.

Esselborn-Krumbiegel, Helga (2002): Von der Idee zum Text – Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Gruber, Helmut; Huemer, Birgit & Rheindorf, Markus (2009): Wissenschaftliches Arbeiten – Ein Praxisbuch für Studierende. Wien: Böhlau Verlag.

Karmasin, Matthias & Ribing, Rainer (2014): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. 8. Aufl. Wien: Facultas.

Kornmeier, Martin (2013): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht – für Bachelor, Master und Dissertation. 6. Aufl. Bern: Haupt.

Oertner, Monika; St. John, Illona & Thelen, Gabriele (2014): Wissenschaftlich Schreiben – Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

Rossig, Wolfram E. & Prätsch, Joachim (2005): Wissenschaftliche Arbeiten. 5. Aufl. Weyhe: PRINT-TEC.

Samac, Klaus; Prenner, Monika & Schwetz, Herbert (2009): Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule. Wien: Facultas.

Stickel-Wolf, Christine & Wolf, Joachim (2013): Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

Theisen, Manuel René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei der Bachelorarbeit. München: Franz Vahlen.

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