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Bachelorarbeit oder Masterarbeit in den Wirtschaftswissenschaften



23 Mrz Bachelorarbeit oder Masterarbeit in den Wirtschaftswissenschaften

Die Bachelorarbeit oder Masterarbeit ist der Abschluss eines Studiums und stellt für viele Studenten eine große Herausforderung dar. Auch Studenten, die im Verlauf des Studiums bereits (mehrere) wissenschaftliche Arbeiten geschrieben haben, sind auf Grund der Bedeutung der Abschlussarbeit oft unsicher. Die Bachelorarbeit oder Masterarbeit in den Wirtschaftswissenschaften kann man sowohl theoretisch, als auch praktisch schreiben. Studenten schreiben praktische Arbeiten in der Regel in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen oder sie schreiben eine theoretische Arbeit an einem Lehrstuhl beziehungsweise zu einem theoretischen Thema.

Die vielen Fachbereiche der Wirtschaftswissenschaften wie unter anderem Marketing, Controlling, Personal oder Logistik bieten eine große Auswahl an Gebieten (Vgl. die Hochschule Flensburg). Bei der Bachelorarbeit muss man daher viele Fragen schon beantworten, ehe man mit dem eigentlichen Schreiben beginnt. Wichtig ist auch der Umfang der Arbeit. Dieser hängt von der Hochschule ab und man sollte sich bereits vor der Anmeldung bei Prüfungsamt über diese Anforderungen informieren.

Das richtige Thema für die Bachelorarbeit und Masterarbeit finden

Für eine erfolgreiche Bachelorarbeit oder Masterarbeit in den Wirtschaftswissenschaften muss man zunächst das richtige Thema finden (Siehe dazu auch den Leitfaden der Universität Bielefeld). Hierbei hilft es, wenn man sich daran orientiert, welches Fach man im Studium besonders mochte und besonders gut beherrschte.

Ein Student, der schon im Studium besonderes Interesse an Marketing im Allgemein und Personalmarketing im Speziellen hat, sollte ein Thema aus dem Bereich Personalmarketing wählen. Hier kann man ein Thema wie „Personalmarketing in der Digitalisierung“ oder auch „Personalmarketing in KMU“ wählen. Diese Themenbereiche begegnen den Studenten schon im Studium und es lohnt sich frühzeitig Ausschau nach entsprechenden Themen zu halten. Dieses persönliche Interesse ist wichtig, da auf diese Art und Weise die Motivation steigt.

Wichtig ist aber auch, dass es genügend Literatur zu dem gewählten Thema gibt (Rödiger 2017: 87ff.). Fehlt einem geeignete Literatur, ist dies während der Arbeit ein schwerwiegendes Problem. Daher sollte ein Student bereits während der Themensuche auch mit der Literaturrecherche beginnen. Studenten sollten sich außerdem bereits im Voraus mit dem Betreuer auszutauschen und bei Fragen Rat bei diesem suchen. So kann das Thema von allgemeinen Thema abgegrenzt werden.

Forschungsfrage und Ansatz finden

Wenn die Auswahl des Themas abgeschlossen ist, gilt es die richtige Fragestellung zu finden. Die Formulierung der Fragestellung sollte präzise sein und sie ist konkreter als das eigentliche Thema. Spätestens jetzt sollte der Student sich für eine Forschungsmethode entscheiden (Danner-Schröder 2017: 12). Wissenschaftliches Arbeiten ist auf verschiedene Arten möglich, sodass jeder seinen Vorlieben in gewissen Maße folgen kann. Möglichkeiten sind unter anderem:

  • Anwenden einer vorhandenen Theorie auf ein praktisches Feld im Unternehmen: In diesem Fall werden oftmals Handlungsempfehlungen für das Unternehmen ausgesprochen. Im Bereich Produktion kann der Student beispielsweise die Kanban-Theorie für das Unternehmen untersuchen und eine Empfehlung für oder gegen diese Methode aussprechen.
  • Untersuchen von Theorien und Phänomen: Dies ist mit und ohne Praxisbezug im Unternehmen möglich. Mögliche Theorien sind die Theorie eines Grundeinkommens und die Auswirkung auf die Wirtschaft oder die Theorien der Niedrigzinspolitik und die aktuellen Schwierigkeiten in diesem Bereich.
  • Empirische Untersuchung einer Fragestellung: Hierbei liegt der Fokus auf der Auswertung mathematischer Statistiken und Anwendung mathematischer Verfahren. Ziel ist das Finden neuer Erkenntnisse für die Wirtschaft (Klandt (2010): 76). Die Untersuchung der Krise in Griechenland wäre hier ein mögliches Thema. Eine Datenanalyse Beratung, eine statistische Beratung oder ein Statistik Service kann dabei helfen, die Fragestellung zu spezifizieren.
  • Sammeln und analysieren von bestehenden Erkenntnissen mit dem Ziel neue Ergebnisse hieraus ableiten zu können und neue Erkenntnisse zu gewinnen. In Unternehmen kann der Student unternehmerische Aktivitäten, wie die verschiedenen Marketingaktivitäten, einander gegenüberstellen und die Ergebnisse im Unternehmen miteinander vergleichen.

Die Auswahl des Forschungsansatzes hat Einfluss auf die Fragestellung. Diese setzt sich aus der Methode und dem Thema zusammen. Eine klare Definition der Methode und des Themenbereichs sollte daher klar erfolgen.

Der Zeitplan einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit in den Wirtschaftswissenschaften

Ein großzügiger Zeitplan ist einer der Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Arbeit. Dieser gibt auf der einen Seite Planungssicherheit und sorgt dafür, dass der Arbeitsaufwand überschaubar bleibt. Eines der häufigsten Probleme ist, dass die Bachelorarbeit oder Masterarbeit in den Wirtschaftswissenschaften zu Beginn wie ein riesiger Berg vor dem Studenten steht. Dieser Berg ergibt sich aus der großen Auswahl an möglichen Themen, Bereichen und Theorien.

Nicht verzetteln

Ein Student muss zwangsweise früh aussortieren und sich auf einzelne Bereiche beschränken. Insbesondere in der Wirtschaft muss man sich bewusst machen, dass die Aufgabe nicht ist, alle Teilbereiche zu beleuchten. Dies ist in einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit nicht möglich.

Eine Arbeit im Bereich Online-Marketing, kann nicht gleichzeitig alle Themen aus den Wirtschaftswissenschaften abdecken, auch wenn die Wirtschaftsinformatik berührt wird. Es wird bei einer solchen Arbeit nicht einmal das gesamte Marketing abgedeckt. Das ist auch nicht die Aufgabe, aber Studenten neigen dazu, zu viel in die Arbeit reinpressen zu wollen, weil Teilbereiche sich überschneiden und das dazu verleitet, zu viele Themen anzusprechen.

Außerdem gibt es im Gegensatz zu den Naturwissenschaften keinen Untersuchungsaufbau, der Orientierung bietet. Die Arbeiten in den Wirtschaftswissenschaften sind länger, als die in den Naturwissenschaften. Das kann dazu führen, dass der Student sich nicht entscheiden kann, wo er anfangen soll.

Zusatzarbeiten nicht vergessen

Ein Zeitplan ermöglicht es, dass Studenten die vielen Arbeitsschritte übersichtlich darstellen. Dies erleichtert den Beginn, sorgt für Sicherheit und vermindert das Risiko des Aufschiebens (Siehe die Hinweise der Universität Hamburg).

Wichtig ist, dass der Student bei seinem Zeitplan nicht nur Zeit fürs Schreiben sondern auch Zeit für das Korrekturlesen der Bachelorarbeit oder Masterarbeit einberechnet. Bei einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit in den Wirtschaftswissenschaften können etwa 20% der Zeit für das Drucken und Binden notwendig sein.

Wichtig ist auch, dass genügend Zeit für die Literaturrecherche vorgesehen ist. Dies nimmt gemeinsam mit der Vorbereitungsphase (Thema finden und definieren) etwa 30-50% der Zeit ein. Das bedeutet, dass Studenten nur rund 40 Prozent der Zeit tatsächlich für das Bachelorarbeit Schreiben in Anspruch nutzen (Voss (2017): 174). Dies ist dennoch ein hoher Zeitaufwand, den Studenten oft unterschätzen.

Zeitpunkt zum Schreiben finden

Wichtig ist, dass die Zeit offiziell läuft, wenn die Arbeit angemeldet ist. Es ist also wichtig, dass zu diesem Zeitpunkt die Orientierung abgeschlossen und die Literaturrecherche bereits weit fortgeschritten ist. So bleibt in der Bearbeitungszeit genügend Zeit für die Ausarbeitung und es wird verhindert, dass man sich verzettelt und nicht weiß wo man anfangen und wo aufhören soll.

Eine Bachelorarbeit ist eine machbare Aufgabe, vor der viele Studenten dennoch sehr viel Respekt haben. Umso wichtiger ist, dass Studenten richtig planen und dadurch den Stress bei dieser Aufgabe minimieren. Für die Bachelorarbeit gibt es in der Regel etwa 6 Monate Zeit.

Das klingt nach viel Zeit, aber eine sinnvolle Nutzung der Zeit ist unumgänglich. Daher sollte möglichst präzise und genau definiert werden, wie der Student die Arbeit aufgebaut, schon bevor er mit der Arbeit beginnt. Wenn man sich dann noch an den Zeitplan hält und bei Problemen frühzeitig Unterstützung an der Hochschule sucht, dann steht der erfolgreichen Bachelorarbeit nichts im Weg.

Literatur

Danner-Schröder, Anja/Müller-Seitz, Gordon ( 2017): Qualitative Methoden in der Organisations- und Managementforschung, München.

Klandt; Heinz/‎Heidenreich, Sven (2010): Empirische Forschungsmethoden in der Betriebswirtschaftslehre: Von der Forschungsfrage zum Untersuchungsdesign, eine Einführung (De Gruyter Studium), Oldenburg

Voss, Rödiger (2017): Wissenschaftliches Arbeiten, München.

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