Das Deckblatt einer Bachelorarbeit – Vorlagen, Tipps & Beispiele

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09 Okt Das Deckblatt einer Bachelorarbeit – Vorlagen, Tipps & Beispiele

Der erste Eindruck zählt – das gilt auch für den ersten Schritt bei der Gestaltung des Deckblattes der Bachelorarbeit. Schließlich soll dieses den Eindruck eines seriösen, wissenschaftlichen Textes vermitteln und so bereits von der ersten Seite an den Gutachter überzeugen.

Was man daher bei der Gestaltung seines Deckblattes einer Bachelorarbeit beachten sollte und welche Vorgaben es gibt, und was man auf jeden Fall auf dem Deckblatt weglassen sollte, verrät dieser Beitrag.

Welche Vorgaben gibt es für die Gestaltung des Deckblattes einer Bachelorarbeit?

Wie ein Deckblatt auszusehen hat, wird meist von der Hochschule vorgegeben, manchmal sogar von einzelnen Fachbereichen oder Lehrstühlen. Je nachdem, in welchem Studiengang man seine Bachelorarbeit schreibt, kann es dafür innerhalb einer Universität verschiedene Vorgaben geben.

Dann ist die Gestaltung des Deckblattes der Bachelorarbeit genau festgelegt und manchmal sogar Teil der Prüfungsordnung (vgl. Corsten & Corsten 2017: 79 sowie Oehlrich 2015: 85). Die dort vorgeschriebenen Kriterien sind verbindlich und sollten eingehalten werden (vgl. Samac; Prenner & Schwetz 2014: 65 sowie Voss 2017: 125).

Viele Hochschulen stellen für die Deckblätter bereits Musterformulare bzw. Vorlagen als Downloads zur Verfügung. Diese findet man in der Regel auf den entsprechenden Internetseiten und können dann für die eigenen Bachelorarbeit mit den notwendigen Informationen ausgefüllt werden (vgl. Karmasin & Ribing 2017: 51).

So spart man sich zum einen Arbeit mit dem Textverarbeitungsprogramm wie Word, OpenOffice oder LibreOffice und einer komplizierten Formatierung, zum anderen ist man bei der Gestaltung des Deckblattes auf der sicheren Seite. Nutzt Du für Deine Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation eine professionelle Formatierung in Word oder OpenOffice, ist die Erstellung eines Deckblatts bereits inbegriffen.

Was macht ein gutes Deckblatt aus?

Gibt es keine Mustervorlage der Hochschule, hilft es, sich an anderen aktuellen, wissenschaftlichen Arbeiten des Lehrstuhls zu orientieren. Solche Titelseiten eignen sich als Vorlage für die Gestaltung des Deckblattes der Bachelorarbeit (vgl. Karmasin & Ribing 2017: 54). Dafür kann man sich auch bei ehemaligen Studierenden erkundigen, die bereits ihre Abschlussarbeit erfolgreich bestanden haben.

Als Grundregel sollte man dabei immer im Hinterkopf behalten, dass man mit dem Deckblatt einen seriösen Eindruck hinterlassen will: Finger weg daher von verschnörkelten Schriftarten. Stattdessen verwendet man eher Standard-Fonts wie Times New Roman, Arial oder Calibri.

Auch Farben sollten – wenn überhaupt – dezent eingesetzt werden und nicht als knalliger, großflächiger Hintergrund. Ebenfalls wichtig: Das Deckblatt hat keine Seitenzahl, mit der Nummerierung wird erst auf den Folgeseiten begonnen (vgl. Karmasin & Ribing 2017: 57 sowie Balzert; Schäfer; Schröder & Kern 2008: 128).

Welche Informationen muss das Deckblatt enthalten?

Folgende Bestandteile und Informationen sollten bei der Gestaltung des Deckblattes Berücksichtigung finden:

  • Titel und Untertitel: Der Titel der Bachelorarbeit sollte als Blickfang des Deckblattes dienen und entsprechend zentral und in einer größeren Schrift platziert werden (vgl. Brunner; Knitel; Mader & Resinger 2015: 32).
  • Art der Abschlussarbeit: In diesem Fall steht dort „Bachelorarbeit“ beziehungsweise die Formulierung „zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of XY“ (vgl. vgl. Samac; Prenner & Schwetz 2014: 65)
  • Angaben zur Institution: An dieser Stelle nennt man den Namen der Hochschule, die Fakultät beziehungsweise den Fachbereich, den Namen des Lehrstuhls und die Bezeichnung des belegten Studiengangs.
  • Persönliche Angaben: Hier nennt man sich selbst mit vollständigen Namen als Verfasser der Bachelorthesis und gibt außerdem seine Matrikelnummer an. Manchmal sind weitere Kontaktdaten wie die E-Mail-Adresse gewünscht. Aus dieser sollte der eigene Name klar hervorgehen und nicht unseriös wirken, wie zum Beispiel justinbieberfan96@unimail.de.
  • Angaben zum Betreuer/Gutachter: Wer hier nicht in ein Fettnäpfchen treten will, überprüft genau die Schreibweise und Titel der Personen. Schließlich will kein Professor seinen eigenen Namen mit einem Tippfehler oder nur einem Doktortitel lesen.
  • Ort und Datum der Abgabe: Wer es schafft, seine Arbeit bereits vor Abgabefrist abzuschließen, schreibt das Datum der tatsächlichen Abgabe auf das Deckblatt.

Was gehört nicht zur Gestaltung des Deckblattes der Bachelorarbeit?

Alles was vom eigentlichen Thema der Bachelorarbeit und den grundlegenden, dazugehörigen Informationen ablenkt, sollte bei der Gestaltung des Deckblatt der Bachelorarbeit weggelassen werden. Das gilt besonders für Bilder, da das Deckblatt sonst gegebenenfalls den Titeln von populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen ähnelt. Allerdings sollte man hier Rücksprache mit dem Betreuer halten, denn in Ausnahmefällen können Argumente für ein Titelbild sprechen (vgl. Voss 2017: 128).

Ein Grenzfall dagegen ist das Logo der Hochschule. Eigentlich ist ein Logo markenrechtlich geschützt und kann nicht einfach ohne Zustimmung für eine Veröffentlichung genutzt werden. Manche Universitäten stellen das Logo aber auf der Internetseite offiziell zur Verfügung oder binden es sogar in ihre Muster-Deckblätter mit ein. Nichtsdestotrotz sollte man besser darauf verzichten, wenn man nur ein Logo in einer pixeligen Auflösung beim Googeln gefunden hat.

Auch Danksagungen gehören übrigens nicht auf das Deckblatt: Die Oma hat mit leckeren Mahlzeiten dafür gesorgt, dass man nicht vom Fleisch gefallen ist? Die beste Freundin hat auf den letzten Drücker noch den gesamten Text Korrekturgelesen? Das alles sind Informationen, die beim Gutachter unseriös wirken und außerdem den Anschein erwecken können, man hätte die Arbeit nicht selbstständig gemacht. Denn wer so ein Titelblatt gestaltet hat, kann doch nicht ebenfalls für den seriösen Rest verantwortlich sein?

Beispiele & Vorlage für die Gestaltung eines Deckblatts an verschiedenen Hochschulen

Deckblatt FU

Deckblatt HS Augsburg

  • Universität des Saarlandes (Philosophische Fakultät): Auf diesem Titelblatt ist zusätzlich die eidesstattliche Erklärung untergebracht, die unterschrieben werden muss. An vielen anderen Hochschulen gibt es dafür ein eigenes Formular, das der Bachelorarbeit beigelegt werden muss (vgl. Karmasin & Ribing 2017: 51).

Deckblatt Uni Saarland

Für die Gestaltung des Deckblattes der Bachelorarbeit gilt also: Weniger ist mehr! Die wichtigsten Informationen müssen natürlich auf die Seite, von anderen überflüssigen Details wie Bildern, auffälligen Schriftarten und Knallfarben ist dagegen beispielsweise abzuraten. Wer sich aber an schlichte Standards und die Vorgaben der Hochschule hält, kann bereits damit den Gutachter für seine Arbeit gewinnen.

Literaturangaben

Balzert, Helmut; Schäfer, Christian; Schröder, Marion & Kern, Uwe (2008): Wissenschaftliches Arbeiten. Wissenschaft, Quellen, Artefakte, Organisation, Präsentation, Herdecke/Witten.

Brunner, Hans; Knitel, Dietmar; Mader, Robert & Resinger, Paul Josef (2015): Leitfaden zur Bachelor- & Masterarbeit. Einführung in wissenschaftliches Arbeiten und berufsbezogenes Forschen an Hochschulen und Universitäten, 3. Aufl., Marburg.

Corsten, Martina & Corsten, Hans (2017): Schritt für Schritt zur Bachelorarbeit. Erfolgreich organisieren, recherchieren, präsentieren, München.

Karmasin, Matthias & Ribing, Rainer (2017): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. Ein Leitfaden für Facharbeit/VWA, Seminararbeiten, Bachelor-, Master-, Magister- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen, 9. Aufl., Wien.

Oehlrich, Marcus (2015): Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben. Schritt für Schritt zur Bachelor- und Master-Thesis in den Wirtschaftswissenschaften, Berlin/Heidelberg.

Samac, Klaus; Prenner, Monika & Schwetz, Herbert (2014): Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule. Ein Lehr- und Lernbuch zur Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, 3. Aufl., Wien.

Voss, Rödiger (2017): Wissenschaftliches Arbeiten leicht verständlich, 5. Aufl., Konstanz.

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