Ein aktualisierbares Tabellenverzeichnis in Word erstellen – Anleitung, Tipps und Beispiele

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14 Sep Ein aktualisierbares Tabellenverzeichnis in Word erstellen – Anleitung, Tipps und Beispiele

Das aktualisierbare Tabellenverzeichnis in Word ist bei jeder wissenschaftlichen Arbeit – egal, ob Hausarbeit, Abschlussarbeit oder Dissertation – eine enorme Arbeitserleichterung. Zum einen sparst Du wertvolle Zeit, indem Du das in sehr vielen wissenschaftlichen Arbeiten benötigte Tabellenverzeichnis automatisch erstellen lässt. Zum anderen vermeidest Du Fehlerquellen.

In diesem Artikel erfährst Du anhand von Screenshots, wie Du mit dem Textverarbeitungsprogramm Word ein aktualisierbares Tabellenverzeichnis erstellst. Anhand von Tipps und Beispielen wird Dir außerdem gezeigt, wie ein optimales Tabellenverzeichnis einer aussehen könnte.

Weshalb wird ein Tabellenverzeichnis benötigt?

Die Inhalte einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit, aber auch anderer akademischer Texte sind in der Regel komplexe wissenschaftliche Sachverhalte. Im Verlauf solcher Projekte wird häufig auf Daten zurückgegriffen, um Inhalte zu verdeutlichen und die vorgebrachten Argumente zu untermauern. Dabei handelt es sich zum einen um Daten aus bereits veröffentlichten Publikationen, zum anderen aber auch um eigene Daten, die adäquat aufbereitet werden müssen. Es reicht in vielen Fällen nicht aus, die Daten einfach nur zu zitieren. Da das Verständnis und die Nachvollziehbarkeit der Argumentation dann unter Umständen nur eingeschränkt gegeben sind, werden wichtige Daten stattdessen lieber in Form von Tabellen präsentiert.

Um dem Lesern eine bessere Orientierung zu bieten, bietet es sich stattdessen an, dem Haupttext Verzeichnisse voranzustellen. Darunter befindet sich häufig neben dem Abbildungsverzeichnis auch das Tabellenverzeichnis. In diesem werden alle Tabellen unter Angabe der Seite, auf der sie zu finden sind, aufgelistet.

Der interessierte Leser kann sich nun über die in der jeweiligen Arbeit befindlichen Tabellen informieren und gegebenenfalls schnell darauf zugreifen.

Wie muss ein Tabellenverzeichnis aufgebaut sein?

Damit ein Tabellenverzeichnis das schnelle Auffinden von Tabellen gewährleistet, müssen zwei Informationen enthalten sein. Zum einen die Nummerierung und Beschriftung der Tabelle. Zum anderen muss die Seitenzahl angegeben werden, auf der sich die betreffende Tabelle befindet.

Der folgende Screenshot zeigt Dir, wie ein Tabellenverzeichnis aussieht:

Wie ein Tabellenverzeichnis aussieht

TIPP:

  • Achte darauf, dass die Tabellen in exakt derselben Reihenfolge aufgelistet sind, wie sie in der Arbeit vorkommen.

Die Vorteile eines automatisch aktualisierbaren Tabellenverzeichnisses

Vor allem beim Verfassen umfangreicher wissenschaftlicher Arbeiten ist ein automatisch aktualisierbares Tabellenverzeichnis von Vorteil. Per Mausklick können alle Änderungen, die sich hinsichtlich der Tabellenbeschriftung und Tabellenpositionierung im Zuge des Verfassens ergeben, übernommen werden. Auch Änderungen der Tabellennummerierung werden automatisch ins Verzeichnis übertragen.

Das bringt einige Vorteile mit sich: Das manuelle fehleranfällige und zeitaufwändig Erstellen entfällt. Gerade wenn man viele Tabellen verwendet, verliert man bei der manuellen Erstellung leicht den Überblick, sodass wirklich alles für eine automatische Erstellung des Tabellenverzeichnisses spricht.

TIPP:

  • Hausarbeiten sind meistens nicht sehr umfangreich, dennoch bietet es sich an, automatisch aktualisierbare Tabellenverzeichnisse zu verwenden. So bekommst Du Routine im Umgang mit dem Textverarbeitungsprogramm und wirst sicherer und schneller, was Dir beim Verfassen einer Bachelor- oder Masterarbeit bzw. Dissertation dann zugutekommt.

Das Einfügen eines automatisch aktualisierbaren Tabellenverzeichnisses

In diesem Kapitel erhältst Du anhand von Screenshots eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einfügen eines Tabellenverzeichnisses. Verwendet wurde das Programm Microsoft Word 2013. Diese Anleitung hilft Dir auch, wenn Du eine frühere Version dieses Programmes verwendest. Die Vorgehensweise ist nahezu dieselbe, lediglich die Programmoberfläche sieht etwas anders aus.

Die Voraussetzungen

Ein Tabellenverzeichnis wird anhand der Beschriftungen generiert, die den betreffenden Tabellen hinzugefügt sind, achte darauf, dass diese mit der programminternen Funktion „Beschriftung einfügen“ erstellt wurden.

Zunächst setzt Du den Cursor an die Stelle, wo die Tabelle eingefügt werden soll. Danach klickst Du auf die Registerkarte „Einfügen“. Wähle „Tabelle“ aus, wenn Du mithilfe von Word eine Tabelle erstellen möchtest. Wähle „Bilder“ aus, wenn Du eine bereits existierende Tabelle, die in einem Bildformat abgespeichert ist, einfügen möchtest.

Beschriftung einfügen

TIPPS:

  • Im Idealfall arbeitest Du mit programminternen Tabellen. Diese sehen in ausgedruckter Form meistens am besten aus. Wenn Du Bilddateien (jpg, tiff etc.) verwendest, achte auf eine sehr gute Auflösung.
  • Es ist außerdem möglich, Excel-Dateien bzw. Daten aus Excel zu kopieren und in Word einzufügen.

Danach klickst Du mit der linken Maustaste auf die Tabelle bzw. die Bilddatei. In der Registerkarte „Verweise“ wählst Du die Option „Beschriftung einfügen“ aus.

Beschriftung einfügen

Folgendes Dialogfeld öffnet sich:

Dialogfeld Beschriftung

Mithilfe dieses Dialogfeldes kannst Du nun die Tabellenbeschriftung einfügen. Bei Bedarf modifizierst Du mithilfe dieses Menüs ihre Platzierung, die Bezeichnung oder die Nummerierung.

Das Erstellen des Tabellenverzeichnisses

Um ein Tabellenverzeichnis zu generieren, platzierst Du den Cursor dort, wo das Verzeichnis erstellt werden muss. Die Stelle, an der das Verzeichnis eingefügt werden muss, wird in sehr vielen Fällen anhand der Formatierungsrichtlinien der Universität vorgegeben. Zumeist folgt es nach dem Inhaltsverzeichnis und vor oder nach dem Abbildungsverzeichnis.
Als ersten Schritt klickst Du die Registerkarte „Verweise“ an. Wähle die Option „Abbildungsverzeichnis einfügen“.

Registerkarte Verweise

Danach öffnet sich das folgende Menü:

Menü Abbildungsverzeichnis

In diesem Menü kannst Du verschiedene Einstellungen vornehmen. Du kannst Seitenzahlen anzeigen lassen oder sie modifizieren. Außerdem kannst Du Füllzeichen auswählen. Zusätzlich steht die Möglichkeit offen, Änderungen an der Beschriftungskategorie vorzunehmen. Sollte beispielsweise nicht automatisch die Kategorie Tabelle ausgewählt sein, kannst Du dies hier ändern.

Die Formatierung des Tabellenverzeichnisses lässt sich mithilfe der Funktionen „Ändern“ und „Optionen“ modifizieren.

Mit dem Mausklick auf OK generiert sich das Tabellenverzeichnis. Achte darauf, dass es folgende Informationen beinhaltet:

Tabellenverzeichnis

Das folgende Beispiel stammt aus einer Masterarbeit und zeigt Dir, wie ein Verzeichnis aussehen könnte:

Verzeichnis einer Masterarbeit

TIPPS:

  • Aktualisiere das Tabellenverzeichnis nach dem letzten Korrekturdurchgang und nach den letzten Formatierungsarbeiten. Auf diese Weise ist das Tabellenverzeichnis garantiert auf dem letzten Stand der Dinge. Etwaige Korrekturen werden übernommen, die Seitenposition wird aktualisiert. Klicke dazu mit der rechten Maustaste mitten ins Verzeichnis. Es öffnet sich folgendes Menü:Menü Tabellenverzeichnis
  • Nun hast Du die Möglichkeit, entweder die Seitenzahlen zu aktualisieren oder aber das gesamte Verzeichnis:Abbildungsverzeichnis aktualisieren
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