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Literaturrecherche – Tipps und Anleitungen

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„Land unter“ ist im Grunde genommen nicht selten das unfreiwillige Motto einer Literaturrecherche für umfangreichere wissenschaftliche Arbeiten wie einer Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation. Es gibt schlichtweg zu viele aktuelle sowie grundlegende Forschungsbeiträge und Möglichkeiten, an diese zu gelangen. Überdies kann die Literaturrecherche mit der richtigen Methode und dem Wissen über die verschiedenen Zugangswege jedoch auch zum Kinderspiel werden.

Dafür werden in diesem Artikel beispielsweise wichtige Fragen rund um die Literaturrecherche geklärt: Welchen Sinn und Zweck hat die Literaturrecherche gegebenenfalls? Wie und wo findet man letztlich Forschungsliteratur? Welche Methoden der Literaturrecherche gibt es darüber hinaus? Nachdem diese Fragen beantwortet wurden, geht es zuletzt um das Bibliographieren. Nach der Lektüre dieses Beitrags sollte die Recherche von Literatur schließlich übersichtlicher sein und keine unüberwindbare Hürde mehr darstellen.

Die Literaturrecherche für die Bachelorarbeit und Masterarbeit

Bei der wissenschaftlichen Arbeit führt unter dem Strich kein Weg an der Literaturrecherche vorbei. Dies hat gleichwohl mehrere Gründe: Die Recherche hilft freilich dabei, sich mit einem Forschungsgebiet, dem aktuellen Wissensstand, der einschlägigen Literatur sowie wichtigen Autoren bekannt zu machen. Eine systematische Suche ermöglicht es überdies, einen möglichst großen Teil der relevanten Literatur zu einem Thema zu erfassen.

In der Auseinandersetzung mit der recherchierten Forschungsliteratur entwickelt man schließlich eigene Thesen, um letztendlich eine wissenschaftliche Fragestellung beantworten zu können. Außerdem geht es dementsprechend um die Abgrenzung oder Einordnung in ein Thema, womit man mit der Literaturrecherche das wichtige Fundament für eine erfolgreiche Bachelorarbeit oder Masterarbeit legt (Vgl. Handout der Universität Köln).

Methoden der  Literaturrecherche

Für die Literaturrecherche muss man nun die wissenschaftlichen Beiträge nach Fachartikeln und Aufsätzen, Monografien, Beiträgen in Handbüchern und Sammelwerken, Online-Artikeln oder digitalen Medien unterscheiden. Davon abhängig sind schließlich die Zugangswege und Zugriffsmöglichkeiten über unterschiedliche Kataloge, Datenbanken oder Websites. Nur, wenn man sich damit auskennt, kann man eine geeignete Suchstrategie entwickeln und letztlich themenrelevante Literatur finden (Vgl. Brink 2013, S. 52).

Bei der eigentlichen Suche nutzt man schließlich themenrelevante Schlag- und Stichwörter sowie Autoren oder Titel bestimmter Forschungsbeiträge. Findet man aber keine passenden Beiträge mehr, hilft es, die Suche um Synonyme und allgemeinere Termini zu erweitern. Zudem erweitern Trunkierungen, das heißt Sternchen (*) hinter den Suchbegriffen, die Suche (Vgl. Boeglin 2007, S. 86). Ein Suchbefehl wie „Schuld*“ wirft demnach auch Ergebnisse wie „Schuldfrage“, „Schuldproblem“, „Schuldgefühle“ usw. aus.

Für die Literaturrecherche kommen mehrere Strategien in Frage, die sich im Wesentlichen nach dem Ausgangspunkt der Suche unterscheiden (Vgl. Kornmeier 2013, S.84 ff.):

Literaturrecherche: Rückwärts gerichtete Suche

Die rückwärts gerichtete Literaturrecherche, oder auch das „Schneeballsystem“, bezieht sich auf das Verwenden von Quellen, die bereits in relevanten Fachzeitschriftenartikeln zitiert wurden. Dafür nimmst du das Literaturverzeichnis genauer unter die Lupe.

Findest du zu deinem Thema keine passenden Artikel, kannst du auch durch Übersichtskapitel, Beiträge in Enzyklopädien, Lehrbücher sowie durch neuere Monographien, wie etwa Dissertationen, nützliche Quellen finden.

Systematische Suche

Bei der systematischen Suche hingegen sucht man nach einschlägiger Literatur, seien es Fachzeitschriften, Lehrbücher, Monografien, Handbücher oder digitale Medien. Bei dieser Art von Literaturrecherche hat man im Gegenteil zur Schneeballmethode zumeist keine Quelle zur Grundlage.

An der Methode der systematischen Suche kommt man nicht vorbei, wenn man seinen wissenschaftlichen Aussagen ein solides Fundament geben will, da man auf diese Weise garantiert an wichtige Grundlagenwerke gerät (Vgl. Strategien der Recherche der Universität Hohenheim).

Literaturrecherche: Vorwärts gerichtete Suche

Wie bei der rückwärts gerichteten Suche, hat man indes auch bei dieser Methode eine oder mehrere Quellen als Ausgangslage. Jedoch konzentriert man sich nicht auf die Literatur, die der Autor dieser Quelle zitiert, sondern recherchiert schließlich Autoren, die sich später mit der vorliegenden Quelle beschäftigt haben.

Auf diese Weise gelangt man folglich weniger an Grundlagenwerke, als an aktuelle Forschungsbeiträge. Dabei leistet der (kostenpflichtige) Social Science Citation Index (SSCI) Hilfe, mit welchem man außerdem auf die Literaturverzeichnisse der Autoren, die bestimmte Titel später aufgegriffen haben, zugreifen kann.

Gemischte Strategie

Für welche Methode der Literaturrecherche man sich letztendlich entscheidet, hängt vor allem von der Ausgangssituation ab. Hat man bereits wichtige Literatur zur Hand oder vom Betreuer empfohlen bekommen, bietet sich die rückwärts- oder vorwärts gerichtete Suche an.

Da es bei diesen Suchstrategien aber sein kann, dass man sich nur auf ältere bzw. neuere Forschungsbeiträge konzentriert, ist es empfehlenswert, alle Recherchemethoden anzuwenden.

Wo findet man wissenschaftliche Literatur für die Bachelorarbeit und Masterarbeit?

Der Möglichkeiten wissenschaftliche Literatur zu finden gibt es viele; die Hochschulbibliothek ist längst nicht der einzige Ort, wo man an Bücher, Aufsätze oder digitale Medien gelangen kann. Je nach Fachrichtung, Textart oder Bundesland unterscheiden sich insbesondere die virtuellen Möglichkeiten der Literaturrecherche.  In der folgenden Übersicht werden die wichtigsten Zugangswege vorgestellt.

Regionale Bibliotheken

Der universelle Einstiegspunkt in die Literaturrecherche ist der Katalog der Universitäts- bzw. Hochschulbibliothek sowie der Staats- und Landesbibliotheken vor Ort. Neben Monographien, sind mit entsprechenden Stichworten über die Suchmaske auch Fachzeitschriften, E-Books und E-Journals oder Sonderbestände zu finden.

Literaturrecherche - Erweiterte Suche im OPAC der Humboldt Universität zu Berlin

Abb. 1: Erweiterte Suche im OPAC der Humboldt Universität zu Berlin 

Wer Glück hat, wohnt in der Nähe der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Frankfurt am Main oder Leipzig – in den Bibliotheken werden alle deutschsprachig erschienenen Publikationen zur Präsenz bereitgestellt. Allerdings ist die Benutzung der DNB kostenpflichtig.

Suche im Online-Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Abb. 2: Suche im Online-Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Überregionale Bibliotheken

Sind die gewünschten Titel sowohl in der Hochschulbibliothek, als auch in anderen regionalen Bibliotheken nicht vorhanden oder bereits verliehen, können diese über spezielle Datenbanken überregional recherchiert werden. Zu solchen Datenbanken gehören der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK) oder die Zeitschriftendatenbank. Für eine internationale Suche gibt es WorldCat. Ist man fündig geworden, können die relevanten Titel schließlich per Fernleihe in die eigene Bibliothek geliefert werden. In der Regel ist dieser Service kostenpflichtig.

Literaturrecherche - Suche im Karlsruher Virtuellen Katalog

Abb. 3: Suche im Karlsruher Virtuellen Katalog

Zeitschriftendatenbanken und Bibliographien

Auch wenn eine Vielzahl an Zeitschriften, E-Journals und E-Books bereits in der Hochschulbibliothek zu finden ist, sollten für eine ausgedehntere Suche Zeitschriftendatenbanken sowie Online-Bibliographien und Online-Archive herangezogen werden. Von Fachrichtung zu Fachrichtung gibt es unterschiedliche Rechercheportale, die insbesondere aktuelle wissenschaftliche Forschungsbeiträge aus relevanten Fachzeitschriften versammeln. Um welche Webseiten es sich handelt, sollte man deshalb vorab recherchieren.

Literaturrecherche - Ein beliebtes Online-Archiv: JSTOR

Abb. 4: Ein beliebtes Online-Archiv: JSTOR

Internetrecherche

Zu guter Letzt kann natürlich auch Google eine Hilfe sein, genauer gesagt Google Books und Google Scholar. Zwar werden aus urheberrechtlichen Gründen oft nicht alle der digitalisierten Seiten angezeigt, doch können zumeist das Inhaltsverzeichnis, die Einleitung oder das Literaturverzeichnis gelesen werden. Ist der Titel von weiterem Interesse, findet man ihn vielleicht in der Bibliothek oder man kann ihn per Fernleihe entleihen.

Suche über Google Scholar

Abb. 5: Suche über Google Scholar

Woran erkennt man zitierfähige Literatur für die Abschlussarbeit?

Es gehört zu den Grundsätzen des wissenschaftlichen Arbeitens, von anderen getätigte Aussagen durch die Angabe der entsprechenden Belegstelle verifizierbar zu machen. Das Literaturverzeichnis ist bekanntlich der passende Ort, um den Fundort der zitierten Ideen entsprechend beim richtig Zitieren zu kennzeichnen.

Allerdings gilt längst nicht jeder Text als zitierfähige Literatur. Der Grat ist also schmal und der Vorwurf für un-wissenschaftliches Arbeiten schnell erhoben. Daher erscheint es ratsam – bevor man lernt, korrekt zu zitieren – erst einmal die Frage zu klären, welche Literatur überhaupt zitierfähig sind – und welche nicht.

Woran kann man eine seriöse Quelle für die Bachelorarbeit oder Masterarbeit erkennen?

Zunächst einmal ist beim Umgang mit wissenschaftlicher Literatur von vornherein eine gehörige Portion Skepsis vonnöten. Selbst einschlägige Fachdatenbanken und Universitätsbibliotheken enthalten nämlich auch populärwissenschaftliche Literatur, die in eine wissenschaftliche Arbeit unter Umständen nicht hineingehört.

Grundsätzlich sollte wissenschaftliche Literatur aber vier Ansprüchen genügen: Sie muss glaubwürdig, genau, vernünftig und nachweisbar sein. Aber wie erkennt man, ob eine Quelle dann diesen vier Ansprüchen genügt?

Die folgenden fünf Hinweise können in jedem Fall bei der Beantwortung dieser Frage hilfreich sein:

Verfasser

Man sollte in jedem Fall das Renommee des Verfassers sorgfältig prüfen. Was wurde von ihm bereits publiziert? Welchen Ruf genießt der Autor in der Fachwelt und wie lange beschäftigt er sich mit dem Thema bereits?

Ein weiterer Hinweis: Taucht zum Beispiel im Literaturverzeichnis einer Veröffentlichung der Name eines Autors besonders häufig auf, ist dies aber ein deutlicher Fingerzeig auf dessen Reputation und somit auf seine Glaubwürdigkeit.

Ist dagegen der Autor selbst zwar unbekannt, genießt der Herausgeber oder der Verleger der Veröffentlichung dafür einen hohen Bekanntheitsgrad, ist auch dies ein Hinweis auf zitierfähige Literatur. In gewisser Weise bürgt hier dementsprechend der Verleger bzw. Herausgeber mit seinem guten Namen für die Qualität des Inhalts.

Publikation

Wurde die zu prüfende Publikation eventuell von einer Institution oder einem renommierten Verlag veröffentlicht? Falls ja, ist das dann ein Hinweis auf eine erhöhte Glaubwürdigkeit, denn immerhin bürgt die Institution mit ihrem Namen für den Inhalt und man kann sich sicher sein, dass eine Publikation, z.B. eine Doktorarbeit ein gründliches Lektorat und Korrekturlesen einer Dissertation erfahren hat.

Ähnliches gilt aber auch für Zeitungen und Zeitschriften. Die angesehenen Vertreter dieser Zunft sind mit ihren Veröffentlichungen in der Regel kritischer als Publikumszeitungen – was ebenfalls auf eine höhere Qualität der Publikation hindeutet.

Nachvollziehbarkeit

Glaubwürdige Literatur von zitierfähiger Qualität ist weiterhin nur solche, die entsprechend durch Belege nachvollziehbar ist. Man sollte also darauf achten, ob der Autor der infrage kommenden Publikation andere Autoren korrekt zitiert. Ist dies der Fall, kann auch aus dessen Veröffentlichung in der Regel problemlos zitiert werden.

Das Gleiche gilt übrigens auch für Grafiken und Tabellen. Auch diese müssen mit Quellennachweisen versehen sein. Fehlen diese, sollte man von einem Zitat letzendes Endes Abstand nehmen.

Stil

Viel über die Qualität einer Quelle und damit über ihre Zitierfähigkeit verrät auch der Stil, in dem die Publikation schließlich verfasst wurde. Ist der Schreibstil sachlich und enthält wenig (oder am besten keine) subjektiven Bewertungen des Autors, lässt dies auf Glaubwürdigkeit schließen. Andernfalls ist aber Vorsicht geboten.

Aktualität

Zu guter Letzt sollte man laut Berger-Grabner (2016), S. 97 auch besonderen Wert auf die Aktualität der Quelle legen. Grundsätzlich gilt: Je kürzer das Erscheinungsdatum der Quelle zurückliegt, umso höher ist ihre Qualität. Dies gilt bei bestimmten Fachgebieten, wie etwa den Rechtswissenschaften oder Informatik, in verstärktem Maße, da hier der IST-Stand der Forschung schneller veraltet, als bei anderen Fachgebieten. Nichtsdestotrotz kann es natürlich auch Klassiker der Forschung geben, die, auch ohne aktuell zu sein, noch Relevanz haben.

Reicht all dies nicht aus, um zu bestimmen, ob es sich bei dem erwogenen Text um zitierfähige Literatur handelt, sollte man sich im Zweifel auf die Werke aus Universitäts- bzw. Fachbibliotheken beschränken. Es ist ohnehin empfehlenswert, sich das notwendige Wissen über Bücher zu erschließen und andere Quellen wie etwa das Internet außen vor zu lassen.

Internetquellen in der Bachelorarbeit oder Masterarbeit

Es sollte deutlich geworden sein, dass elektronische Quellen den meisten Anforderungen an zitierfähiger Literatur häufig nicht entsprechen und deshalb nur selten als zitierfähige Literatur durchgehen können. Der Grund ist laut Nünning (2008), S. 57 schlicht, dass die Herkunft der dargebotenen Informationen schlecht verifizierbar ist.

Insbesondere Wikipedia-Einträge sind in der Regel voreingenommen und damit unwissenschaftlich. Oftmals haben mehrere Autoren an dem gleichen Eintrag gearbeitet und allesamt sind sie unbekannt. Jedenfalls haftet keiner von ihnen für die Richtigkeit der getätigten Aussagen.

Dennoch kann eine Literaturrecherche im Internet hilfreich sein, um sich einen ersten groben Überblick über die Thematik zu verschaffen und um gegebenenfalls Ideen für die weiterführende Recherche zu erhalten. Zudem bieten mittlerweile auch Hochschulen, Forschungsinstitute und Verlage Material im Internet an, z.B. Open-Access-Bücher. Hier kann man sich auf die Verlässlichkeit der Institutionen zumeist verlassen.

Trägt man sich, trotz aller Bedenken, mit der Absicht aus einer Internetquelle zu zitieren, sollte in jedem Fall im Literaturverzeichnis das letzte Zugriffsdatum aufgeführt oder alternativ ein Screenshot oder Ausdruck des zitierten Inhalts beigefügt werden. Denn nur so ist für den Leser die notwendige Nachvollziehbarkeit der Information sichergestellt.

Umfangreiche Erläuterungen zum Thema liefert außerdem ein Handout der Humboldt Universität zu Berlin.
Im Folgenden finden sich zum Zwecke der besseren Übersichtlichkeit konkrete Beispiele für zitierfähige und, in Abgrenzung davon, für nicht zitierfähige Literatur:

Grundsätzlich zitierfähige Literatur

  • wissenschaftliche Fach- oder Lehrbücher aus Universitäts- oder Fachbibliotheken
  • Gutachten, Gesetzestexte und Kommentarliteratur, Festschriften, Tagungsbände, Berichte von Stiftungen
  • Offizielle Statistiken, Informationsschriften von Ministerien
  • wissenschaftliche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, Aufsatzsammlungen, Konferenzbänden, Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Habilitationsschrift
  • Forschungsberichte anerkannter Institute, Geschäfts- und Jahresberichte von Firmen
  • Fachlexika (im Unterschied zu allgemeinen Lexika)

Übrigens: Auch hier gilt, dass die Verlässlichkeit dieser Quellen nicht dadurch verringert wird, dass sie im Internet zu finden sind!

Nicht zitierfähige Literatur

  • Populärliteratur (wie Romane u.Ä.)
  • Populärwissenschaftliche Literatur
  • Publikumszeitungen und –zeitschriften
  • Vorlesungsskripte
  • allgemeine Lexika
  • private Webpräsenzen
  • Wikipedia
  • Diplom-, Seminar- und Hausarbeit

Ausnahme hiervon ist die Verwendung dieser Literatur als Primärliteratur. Möchte man beispielweise aus einem frauenfeindlichen Artikel in einer Modezeitschrift zitieren, kann man das natürlich tun – etwa als Aufhänger in der Einleitung. Den Artikel jedoch als Beitrag zur Forschung oder als Wissensspeicher zu nutzen und zu zitieren, ist eher nicht zulässig. Weiterführende Hinweise zum Thema gibt auch ein Merkblatt der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster.

Wie diese Auflistung klarmacht, steht dem Studierenden – jenseits der zu vermeidenden Quellen – noch eine ganze Bandbreite an zitierfähiger Literatur zur Verfügung.
Wird diese effektiv genutzt, findet der Leser der Abschlussarbeit nicht nur einen besonders hohen Grad an Wissenschaftlichkeit vor. Der Autor darf infolgedessen auch mit einer besonders guten Note rechnen.

Das Bibliographieren

Einer der wichtigsten Aspekte bei der Literaturrecherche ist das Bibliographieren. Bereits während der Recherche sollten alle Titel mit vollständigen bibliographischen Angaben in einer Liste gesammelt werden (Vgl. Sittig 2008, S. 64) und die Literatur verwaltet werden. Zu diesen Angaben gehören der Name des Autors, ggf. der Herausgeber, der Titel und ggf. Untertitel sowie Erscheinungsjahr, Erscheinungsort und Verlag der Publikation – wobei das nicht jedem Fach verlangt wird.

Wichtig ist es dabei, darauf zu achten, um welche Art von Quelle es sich handelt. Je nachdem, ob es sich um eine Monografie, Aufsätze in einem Sammelband, Zeitschriftenartikel oder um Quellennachweise aus dem Internet handelt, unterscheiden sich die Zitierweisen.

Weiterhin sollte man sich über vom Institut bzw. der Fachrichtung festgelegte Zitierarten informieren (Vgl. z.B. Merkblatt der Philosophischen Fakultät der Universität Köln). Oftmals wird auf bestimmte Zitierstile (z.B. APA, Harvard, Chicago Style) verwiesen – wenn es nicht sogar eine vom Dozenten vorgegebene Form des Bibliographierens gibt.

Mit einer von Anfang an vollständigen, sorgfältig geführten Bibliographie spart man viel Zeit und Arbeit. Wer sich erst zum Schluss an das Bibliographieren macht, stößt vielleicht auf fehlende Angaben und hat nicht mehr ausreichend Zeit, diese erneut zu recherchieren. Daher ist es ratsam, bei der Literaturrecherche alle Titel aufzunehmen – was letztendlich doch nicht in die wissenschaftliche Arbeit aufgenommen wird, kann immer noch aussortiert werden.

Um unter der Vielzahl an Forschungsliteratur die relevanten Titel zu finden, braucht es eine strukturierte, organisierte Vorgehensweise. Gerade, wenn man noch nicht weiß, was man sucht, ist es wichtig zu wissen, wie und wo man sucht.

Kennt man die verschiedenen Methoden und Zugangswege für die Literaturrecherche, stößt man schnell auf relevante Forschungsbeiträge, und das ohne sich zu verzetteln.  Achtet man zuletzt darauf, die ausgewählte Literatur bereits von Anfang vollständig zu bibliographiere, steht dem entspannten  Verfassen einer guten Bachelorarbeit oder Masterarbeit nichts mehr im Weg.

Literatur

Boeglin, Martha (2007): Wissenschaftlich arbeiten Schritt für Schritt, München.

Brink, Alfred (2013): Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten: Ein prozessorientierter Leitfaden zur Erstellung von Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten, 5. akt. u. erw. Aufl., Wiesbaden.

Kornmeier, Martin (2011): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht: Für Bachelor, Master und Dissertation, 7. akt. u. erg. Aufl., Bern.

Sittig, Claudius (2008): Arbeitstechniken Germanistik, 4. Aufl., Stuttgart.

Berger-Grabner, Doris (2016): Wissenschaftliches Arbeiten in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – Hilfreiche Tipps und praktische Beispiele (2. Aufl.), Wiesbaden.

Nünning, Vera (Hrsg.) (2008): Schlüsselkompetenzen: Qualifikation für Studium und Beruf, Stuttgart & Weimar.

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