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Quellenanalyse | Anleitung + Tipps

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Quellenanalyse Tipps


Eine Quellenanalyse geht Dir mit unseren Schritt-für-Schritt-Erklärungen leicht von der Hand. Wir erklären Dir hier von A wie Aufbau bis Z wie Zusammenfassung alle wichtige Fakten. Dabei lernst Du die Besonderheiten einer historischen Quellenanalyse kennen. Anhand praktischer Beispiele kannst Du Dich informieren. Außerdem unterstützen wir Dich bei der Formulierung. Wenn Dein Analysetext dann noch eine professionelle Plagiatsprüfung und Formatierung durchläuft, steht dem Erfolg nichts mehr im Weg!

Quellenanalyse: Woraus besteht sie?

Die Quellenanalyse wird überwiegend zur Darstellung geschichtlicher Vorgänge und Geschehen genutzt. Das heißt, dass Du in einem ersten Schritt dementsprechend den historischen Inhalt des Textes in Deinen eigenen Worten ausdrückst, wie das Merkblatt der Universität Greifswald erläutert. Zu den Materialien, die Du auswerten kannst, gehören unter anderem Reden, Briefe, Tagebücher, Postkarten, Landkarten, Zeitungsartikel und so weiter. Im zweiten Schritt folgt dann die eigentliche Analyse der Dokumente, die Du bei der Recherche entdeckt hast.

Quellenanalyse Geschichte Beispiel

Damit Dir das Schreiben Deines Analysetextes noch leichter fällt, haben wir Dir hier schließlich ein praktisches Quellenanalyse Geschichte Beispiel eingefügt. Das Thema dieser Beispiel-Analyse ist das Epigramm eines berühmten römischen Dichters. Marcus Valerius Martial ist bis heute für seine spöttischen Verse bekannt.

Das Beispiel orientiert sich demzufolge an einem lateinischem Gedicht. Das bedeutet, dass je nach Quelle der Schwerpunkt der Analyse anders gewählt werden muss. Denn selbstverständlich ist es ein Unterschied, ob Du einen Tagebucheintrag aus der Vergangenheit oder ein historisches Gemälde analysieren möchtest. Wichtig ist außerdem, dass Du auf die korrekte Quellenangabe achtest. Du musst also genau nach den Vorgaben Deiner Hochschule zitieren.

Quellenanalyse Geschichte Beispiel zum Download

Geschichte Quellenanalyse: Besonderheiten

Du kannst die Arbeitsschritte zu einer historischen Quellenanalyse in drei Phasen unterteilen. Diese Phasen sind das Suchen und Finden, das Lesen und Denken und schließlich das Reden oder Schreiben (vgl. Eckert, Beigel, 2018, S. 18 ff.). Das bedeutet, dass Du zunächst mit der Quellen- und Literaturrecherche zu Deinem Thema startest (vgl. Neumann, 2018, S. 16). Eine Besonderheit bei der historischen Quellenanalyse ist, dass Du auf die eine oder andere veröffentliche Quellenkunde zurückgreifen kannst. Mit ihrer Hilfe erhältst Du infolgedessen einen Eindruck von der Vielfalt an Quellen.

Außerdem enthalten sie wesentliche Informationen über die Autoren sowie die Herkunft ihrer Arbeiten. Auf diese Weise kannst Du zwischen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten Deiner Quellen unterscheiden. In der zweiten Phase sichtest Du schließlich das Material und überdenkst die Struktur Deiner historischen Quellenanalyse. Erst dann startest Du mit der dritten und letzten Phase, dem Schreiben oder Reden (bei einer mündlichen Prüfung).

Arbeitsphasen bei der Quellenanalyse

Abb. 1: Die drei Arbeitsphasen bei der Quellenanalyse (vgl. Eckert, Beigel, 2018, S. 19)

Quellenanalyse Beispiel: Nutze es möglichst effizient

Unsere Beispiel-Analyse zeigt Dir auf einer Textseite alle wesentlichen Komponenten. Du kannst den strukturellen Aufbau dabei gut erkennen. Darüber hinaus siehst Du, in welcher Reihenfolge die einzelnen Schritte abgearbeitet werden. Das Beispiel handelt von einem bekannten Dichter, sodass sein Lebenslauf Bestandteil der Gliederung ist. Anders musst Du vorgehen, wenn Deine Quellenanalyse eine Alltagsgeschichte eines unbekannten Autoren zum Inhalt hat (vgl. Jordan, 2019, S. 22). In diesem Fall musst Du demzufolge die historischen Umstände der Entstehungszeit beleuchten. Wichtig ist zudem, Deine Aussagen mit zusätzlichen Quellen zu untermauern. Denn sie helfen Dir, in die jeweilige Epoche einzutauchen und die Atmosphäre der Zeit zu verstehen (vgl. Budde et al., 2008, S. 56).

Beachte:

Dir sollte der Unterschied zwischen einer Quellenanalyse und einer Quelleninterpretation klar sein, bevor Du mit dem Schreiben beginnst. Deshalb denke daran, dass die Analyse sich auf die reinen Fakten beschränkt. Deine Aussagen müssen dabei jeweils objektiv formuliert sein. Bei der Interpretation hingegen darfst Du subjektive Ansichten äußern und Inhalte nach Deiner Meinung auslegen.

Schritt für Schritt eine Quellenanalyse schreiben

Du kennst nun den Sinn und Zweck einer Quellenanalyse. Ferner weißt Du, dass ihr Einsatzgebiet zumeist in geschichtlichen Fachgebieten liegt. Damit Du mit der Quellenarbeit loslegen kannst, musst Du nur noch wissen, welche Arbeitsschritte bei einer solchen Analyse zu berücksichtigen sind. Deshalb haben wir im Folgenden die wichtigsten Steps für Dich aufgeführt:

1. Einführendes Kapitel mit Angaben zu Verfasser, Zeit der Entstehung und Art der Quelle

2. Hauptteil mit Aufbau und Gliederung, zudem Darlegung der Analyseergebnisse

3. Zusammenfassung von Vorgehen und kurze Darstellung der Ergebnisse

4. Richtig zitieren nach den Vorgaben Deiner Hochschule ist eine Grundvoraussetzung

5. Lektorat der Bachelorarbeit, Masterarbeit oder einer anderen Arbeit, um abschließend Rechtschreibung und Formulierung zu kontrollieren

6. Plagiatsprüfung, um sicherzustellen, dass das Urheberrecht eingehalten wird

7. Und dann 😊– endlich Abgabe!

Quellenanalyse Aufbau

Die Analyse untergliedert sich hierbei in zwei Teilbereiche. Die Universität Hamburg erklärt darüber hinaus, wie sie nacheinander abgearbeitet werden sollen. Du beginnst folglich mit der Analyse der Überlieferung. Das heißt, Du untersuchst also die formalen, äußeren Merkmale der Quelle. Wer ist der Verfasser? Und was weißt Du über ihn? Wann lebte er? Wann und wo hat er den Text geschrieben? Diese und weitere Fragen solltest Du gemäß dem Aufbau einer Quellenanalyse imersten Teil abschließend beantworten.

Dann schließt Du die Untersuchung der getroffenen Aussagen an. Das bedeutet, dass Du Antworten auf die folgenden Fragen findest: Welche Struktur und Gliederung hat Deine Quelle? Was sagt die Quelle genau aus? Auf welche Weise wird die Aussage getroffen? Welche Stilmittel werden genutzt? Diese Punkte stellen dabei im Aufbau des Analysetextes Deinen Hauptteil dar. Eine Zusammenfassung der Vorgehensweise und Deiner Ergebnisse runden Deine Arbeit darüber hinaus ab. Anschließend steht das Quellenverzeichnis als Bestandteil des Aufbaus einer Quellenanalyse an. Hier musst Du alle Buchquellen angeben sowie die sonstigen Dokumente, die Du bei Deiner Quellensuche gefunden hast. Eine Literaturverwaltung, wie sie zudem auch die Universität Leipzig empfiehlt, hilft Dir mittels einer Datenbank den Überblick über Deine Quellen zu behalten. Auf diese Weise kannst Du auch eine einheitliche Zitierweise sicherstellen oder das Exzerpieren organisieren.

Aufbau Quellenanalyse

Abb. 2: Aufbau der Quellenanalyse (Quelle: Historisches Institut der Universität Duisburg-Essen)

Quellenanalyse Formulierungshilfe

Um deine Schreibarbeit zu unterstützen, haben wir im Folgenden einige Formulierungshilfen zusammengestellt. Denke immer daran, dass Deine Quellenanalyse Antworten auf die folgenden zwei Hauptfragen finden muss: Was ist passiert und warum ist es geschehen? Die Formulierungen sollen Dir als Anregung dienen, müssen aber selbstverständlich an Deinen Sachverhalt angepasst werden.

  • Wer ist der Verfasser? Und was weißt Du über ihn?

In der vorliegenden Analyse geht es um den Autor…

Die Quelle wurde im Jahr 1234 vor dem Hintergrund von … verfasst

  • Wann lebte er? Wann und wo hat er den Text geschrieben?

Der Autor lebte von … bis … und damit in der Zeit von …

Die Quelle stammt aus…, wo der Autor die Zeit von … bis … verbrachte.

  • Welche Struktur und Gliederung hat deine Quelle?

Bei dem Quellentext handelt es sich um …, wobei … im Mittelpunkt steht.

Im ersten Teil werden … vorgestellt, während im zweiten Teil … gezeigt wird.

Im Fokus steht in dem Kapitel … die folgende Aussage…

  • Was sagt die Quelle genau aus?

Der Autor dieser Quelle stellt fest/erkennt, dass…

Er/Sie vermutet/weist daraufhin, dass …

Die Analyse der Quelle kommt zu dem Ergebnis, dass …

  • Auf welche Weise wird die Aussage getroffen? Welche Stilmittel werden genutzt?

Der Autor macht in seinem Text die historischen Umstände von … deutlich.

Als Stilmittel setzt er … ein, um seine Aussage zu verstärken.

Unter … versteht der Autor…

Weitere Hilfen für eine gelungene Formulierung sind darüber hinaus häufig auf den Internetseiten der Universitäten zu finden, wie beispielsweise bei der Goethe-Universität Frankfurt.

Wie spannend eine Quellenanalyse sein kann, haben wir Dir in den letzten Kapiteln vermittelt. Unsere Hinweise und Informationen helfen Dir dabei, Schritt-für-Schritt die Analyse zu bearbeiten. Und denke daran: was heute geschieht, ist morgen schon Vergangenheit und kann demzufolge zum Thema Deiner nächsten Quellenanalyse werden!

FAQs zur Quellenanalyse

Wie viele Seiten lang soll meine Quellenanalyse sein?

Dafür gibt es leider keine Regel! Zumeist ist es allerdings sinnvoll, wenn Du Dich schon vor dem Schreibprozess an dem jeweiligen Lehrstuhl informierst. Jede Hochschule hat hier nämlich ihre eigenen Regelungen. Fest steht jedoch: Sichere Dich mit einer professionellen Plagiatsprüfung ab!

Was mache ich, wenn es keine Quellen für meine Quellenanalyse gibt?

Dass Du ein Thema analysieren sollst oder willst, zu dem es gar keine Quellen gibt, ist relativ unwahrscheinlich. Bist Du sicher, dass Du an der richtigen Stelle suchst? Wenn es beispielsweise keine Bücher gibt, dann sicher Zeitungsartikel oder Online-Veröffentlichungen. Wichtig ist, dass Du in diesem Fall eine andere Perspektive auf Dein Thema einnimmst, um weiter forschen zu können. Hilft das nicht, kannst Du Dich auf jeden Fall an Deinen Lehrstuhl wenden.

Wie ausführlich zitiere ich meine Quellen für die Quellenanalyse?

Du solltest davon absehen, wörtlichen Zitaten mehr Platz einzuräumen als Deinem eigenen Text. Andererseits darfst Du natürlich nicht einzelne Sätze aus dem Zusammenhang reißen und dadurch ihre Aussage verändern. Das bedeutet, hier ist Augenmaß gefragt!

Welche Zeitform soll ich in meiner Quellenanalyse verwenden?

Sämtliche Geschehnisse, die zeitlich vor Deiner Quellenanalyse stattgefunden haben, gehören folgerichtig in eine Vergangenheitsform. Alles, was Du mit Deiner Analyse herausgefunden hast, wird indessen in der Gegenwartsform geschrieben. Wichtig ist hier außerdem eine Einheitlichkeit im Text!

Wie viele Abbildungen soll ich in der Quellenanalyse unterbringen?

Auf diese Frage gibt es alldieweil keine allgemeingültige Antwort. In vielen Fällen bietet es sich an, die Quellenanalyse mit entsprechenden historischen Quellen zu bebildern. Anders gesagt, ob Du Abbildungen einfügst und wie viele, das ist in jedem Fall von Deinem Thema abhängig.

Literatur

Budde, Gabriele et al. (2008): Geschichte: Studium – Wissenschaft – Beruf, Berlin.

Eckert, Georg; Beigel, Thorsten (2019): Historisch arbeiten, Göttingen.

Jordan, Stefan (2019): Grundbegriffe der Geschichtswissenschaft, Ditzingen.

Neumann, Frederike (2018): Schreiben im Geschichtsstudium, Opladen & Toronto.

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