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Ökonomisches Prinzip | Die 3 Grundprinzipien einfach erklärt

Veröffentlicht am . Zuletzt geändert am .
Ökonomisches Prinzip: Die 3 Grundprinzipien


Das ökonomische Prinzip wird auch als Rational- oder Wirtschaftlichkeitsprinzip bezeichnet. Dabei ist der Grundgedanke, dass knappe Ressourcen stets effizient eingesetzt werden sollten. Voraussetzung dafür ist: alle Wirtschaftssubjekte, also wir Menschen, handeln stets rational. Ob das so realistisch ist, werden wir an geeigneter Stelle hinterfragen. Doch bevor wir dazu kommen, stellen wir Dir zunächst die entsprechenden 3 wirtschaftlichen Grundprinzipien vor, die Du unbedingt kennen solltest. Diese bilden auch eine gute theoretische Grundlage für eine Bachelorarbeit.

Ökonomisches Prinzip – Definition

Das ökonomische Prinzip verlangt den effizienten Einsatz begrenzter Ressourcen. So soll Verschwendung vermieden werden (vgl. Führ, 2000). Es wird daher auch als Wirtschaftlichkeits- oder Rationalprinzip bezeichnet. Während Rohstoffe, Güter und mehr nicht unendlich verfügbar sind, werden den menschlichen Bedürfnissen und Wünschen keine Grenzen gesetzt. Deswegen setzt das Wirtschaftlichkeitsprinzip stets eine rationale Handlungs- und Verhaltensweise aller Beteiligten voraus. Wie gut das funktioniert, lässt sich unter anderem an den Kennzahlen der Rentabilität, Produktivität oder Effizienz messen.

Diese 3 Prinzipien gehören dazu

Effizienz im Rahmen des ökonomischen Prinzips ist immer von der eingenommenen Perspektive abhängig. So streben Konsumenten und Konsumentinnen vordergründig eine Nutzenmaximierung an, während Unternehmen natürlich auf eine Gewinnmaximierung hinarbeiten. Um diese Ziele so gut und wirtschaftlich wie möglich umzusetzen, gibt es verschiedene Ansätze, die allesamt zum ökonomischen Prinzip gehören. Zu den 3 Grundprinzipien gehören dementsprechend Minimal-, Maximal- und Extremumprinzip/Optimumprinzip.

Ökonomisches Prinzip: Unterteilung in Minimal-, Maximal- und Optimumprinzip

Abb. 1: Die Unterteilung des ökonomischen Prinzips

Minimalprinzip

Beim Minimalprinzip handelt es sich um das sogenannte Sparsamkeitsprinzip. Hierbei wird ein bestimmtes Ziel (Output) vorgegeben. Der rationale Akteur (Unternehmen oder Einzelperson) versucht dieses Ziel dann mit minimalem Einsatz (Input) zu erreichen (vgl. Grundmann/Rathner, 2018).

Beispiel 1: Stell Dir vor, Du bist wieder in der Abiphase und weißt bereits, wie hoch der NC für Dein Wahlstudium ist. Du lernst genau so viel, dass Du diesen Notendurchschnitt wahrscheinlich erreichen kannst. Übermäßig viel Zeit investierst Du also nicht, sondern nur so viel, wie nötig ist.

Beispiel 2: Ein Supermarkt hat offene Stellen und stellt folglich Minijobber:innen zu einem Gehalt ein, das exakt dem Mindestlohn entspricht. Das Ziel, die Schichten besetzen zu können (Output), wird dementsprechend mit einem minimalen Aufwand, nämlich der geringstmöglichen Vergütung (Input), verfolgt.

Maximalprinzip

Das Maximalprinzip gehört ebenfalls zu den Klassikern des ökonomischen Prinzips und wird auch als Ergiebigkeitsprinzip bezeichnet. Hierbei ist der Einsatz vorgegeben und mit diesem versucht der oder die Akteur:in das bestmögliche Ziel zu erreichen. Eine Strategieanalyse auf dieser Grundlage kann auch für eine Hausarbeit interessant sein!

Beispiel 1: Du nimmst Dir in der Klausurenphase vor, jeden Tag 6 Stunden zu lernen (Input), um damit die bestmögliche Note (Output) zu erzielen.

Beispiel 2: Ein Unternehmen gibt ein bestimmtes Budget für Marketingzwecke frei (Input). Damit werden Werbemaßnahmen und dergleichen finanziert, um die größtmögliche Sichtbarkeit und Präsenz des Betriebs zu generieren (Output).

Extremumprinzip

Dieser Ansatz wird auch als Optimumprinzip verstanden und kombiniert Eigenschaften des Minimal- und Maximalprinzips. Es gilt daher als allgemeine Version des ökonomischen Prinzips. Dabei werden weder In- noch Output festgelegt. Ziel ist, einen möglichst hohen Gewinn oder Nutzen mit dem geringsten Einsatz zu erzielen. Wie das optimale Verhältnis hierbei aussieht, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. So fasst es auch die Uni Trier zusammen.

Beispiel: Du möchtest in der Prüfungsphase weder um Dein Bestehen bangen, noch unbedingt der oder die Allerbeste sein. Dafür ist Dir Dein Leben neben der Uni zu wichtig. Du suchst daher nach dem optimalen Verhältnis zwischen Input (Lernzeit) und Output (Wunschnotendurchschnitt) für Dich. Das können dann etwa 3 Stunden Lernzeit pro Tag für eine Note im 2er-Bereich sein.

Kritik am ökonomischen Prinzip

Der größte Kritikpunkt am ökonomischen Prinzip ist sicher die Annahme, dass alle wirtschaftlichen Akteure oder Akteurinnen stets rational handeln. Denn letztlich sind wir Menschen nicht durch und durch rational. Unsere Emotionen, persönlichen Vorlieben und auch Wünsche fließen immer in unsere Entscheidungen ein. Obwohl es im Sinne des Sparsamkeitsprinzips beispielsweise sinnvoll wäre, sich für das günstigste Produkt zu entscheiden, greifen wir häufig zu der Option, die unseren Geschmack am besten trifft. Es wäre also schlichtweg unrealistisch davon auszugehen, dass Menschen immer im Sinne des ökonomischen Prinzips handeln. Denn wäre das der Fall, hätten wir kaum Probleme mit Ressourcenknappheit.

Das ökonomische Prinzip umfasst 3 grundlegende Prinzipien, die allesamt die Rationalität ihrer Akteure oder Akteurinnen voraussetzen. Das kann und sollte kritisiert werden, auch wenn der Grundgedanke des Wirtschaftlichkeitsprinzips für eine funktionierende Gesellschaft unabdingbar ist. Denn im Gegensatz zu unseren Bedürfnissen kennen viele Ressourcen Grenzen, die wir nicht aus den Augen verlieren sollten.

Literatur

Führ, Martin (2000): Ökonomisches Prinzip und juristische Rationalität. Ein Beitrag zu den Grundlagen interdisziplinärer Verständigung, Darmstadt.

Grundmann, Wolfgang/Rathner, Rudolf (2018): Ökonomisches Prinzip. In: Bankwirtschaft, Rechnungswesen und Steuerung, Wirtschafts- und Sozialkunde, Wiesbaden.

FAQs – ökonomisches Prinzip

Was ist das ökonomische Prinzip einfach erklärt?

Das ökonomische Prinzip fordert, dass begrenzte Ressourcen so effizient wie möglich eingesetzt werden. Voraussetzung dafür ist eine rationale Handlungsweise der Akteure und Akteurinnen, zu denen Unternehmen wie auch einzelne Individuen zählen.

Welche ökonomischen Prinzipien gibt es?

Zu den Klassikern zählen Minimal- und Maximalprinzip. Eine Mischung aus beiden bildet das Extremum- bzw. Optimumprinzip. Sie alle gehen unterschiedlich mit Vorgaben hinsichtlich In- und Outputs zur Verfolgung eines Ziels um. Mehr dazu auch bei der Uni Siegen.

Wann handelt man ökonomisch?

Das hängt immer davon ab, welche Ziele verfolgt werden und welches der wirtschaftlichen Grundprinzipien den Handlungen zugrunde gelegt wird. Beim Minimalprinzip führt der geringste Aufwand zum festgelegten Ziel. Dahingegen legt man beim Maximalprinzip einen bestimmten Aufwand/Input fest, um das bestmögliche Ziel zu erreichen. Beim Optimumprinzip versuchen die Beteiligten das optimale Verhältnis zwischen In- und Output zu erreichen. Dir begegnen diese Prinzipien zum Beispiel in der Volkswirtschaftslehre.

Wann stößt das ökonomische Prinzip an seine Grenzen?

Der größte Kritikpunkt am Wirtschaftlichkeitsprinzip ist die Grundannahme der Rationalität aller Akteure und Akteurinnen. Sobald auch nur eine:r davon nicht rational handelt, was in der Realität ständig der Fall ist, funktioniert das ökonomische Prinzip nicht mehr. Auch bei Deiner Dissertation kann eine Ausführung dieser kritischen Sichtweise relevant sein.

Wo liegt der Unterschied zu ökologischen Richtlinien?

Ökologische Richtlinien streben eine besonders nachhaltige Verhaltensweise an. Unternehmen und Einzelpersonen verhalten sich also möglichst umweltfreundlich und -bewusst, um unseren Planeten mit seinen Ressourcen zu schonen. Dazu zählt also unter anderem verringerter Schadstoffausstoß bei der Produktion.

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