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Ein Buch schreiben in 7 Schritten

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Buch schreiben


Du möchtest ein Buch schreiben? Der Prozess des Buch Schreibens ist komplex und bereitet vielen, die Autor werden wollen, Schwierigkeiten. Oftmals kommen sie daher über die Ideenphase. Gerade beim ersten Buch fällt der Anfang besonders schwer. Hier erhältst Du viele Tipps, wie Du den Einstieg findest und anschließend weiter vorgehst.

Inhaltsverzeichnis

Wie schreibt man ein Buch?

Ein Buch schreiben ist für jede und jeden eine große Herausforderung. Denn es geht nicht nur darum, eine Idee zu entwickeln, die Deine Leser interessiert, auch Du selbst musst „anbeißen“. Denn schließlich gilt es, über einen längeren Zeitraum konzentriert an dem Projekt „Buch schreiben“ zu arbeiten, um es zuletzt auch abschließen und nach einem Buch Lektorat oder ein Roman Lektorat eventuell das Buch veröffentlichen zu können.

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Buch schreiben: Anleitung in 7 Schritten

Thema für das Buch finden

Wenn Du große Lust hast, ein Buch zu schreiben, aber noch ganz am Anfang des Prozesses bist, steht zunächst die Frage nach dem passenden Thema an. Vielleicht hast Du ja schon eine vage Idee davon, ob du zum Beispiel einen Krimi schreiben willst mit einer bestimmten Figur. Das kann ein guter Ausgangspunkt sein, reicht aber meist noch nicht, um einen ganzen Roman schreiben zu können. Mit welchem Kriminalfall soll sich die Figur beispielsweise beschäftigen?

Daher solltest Du diese Kernidee zu einem Thema ausarbeiten, das Dich selbst berührt. Wenn Du Dich gerne mit Themen rund um die Familie beschäftigst, kann es etwa ein Fall sein, der sich als Familiendrama entpuppt, oder Du kannst auch Deine eigene Biografie schreiben. Wichtig ist in jedem Fall, dass Dich das Buchthema zum Schreiben motiviert und Dich fesselt. Denn schließlich wirst Du viel Zeit mit der Recherche und der Entwicklung einer schlüssigen Handlung verbringen. Bei der Ideensuche helfen Dir verschiedene Techniken für kreatives Schreiben, zum Beispiel diese hier:

Kreativitätstechniken für Ideen zum Buch schreiben

Abb. 1: Mit Kreativitätstechniken zur Idee fürs eigene Buch (Quelle: Ratgeber des Schreibzentrums der Uni Köln)

Vorarbeit zum Buch schreiben: Recherchieren!

Sobald Du Dich für ein Thema entschieden hast, über das Du das Buch schreiben möchtest, kann es mit der Recherche losgehen (vgl. Hollmann/Johanus 2019:141ff.). Letztlich möchtest Du eine glaubhafte Geschichte entwickeln. Dafür sind die Details wichtig. Ein Teil Deiner Geschichte spielt sich beispielsweise in einem Chemielabor ab, Du hast aber noch nie einen Fuß in eines hineingesetzt? Das wird der Leser schnell bemerken. Denn entweder stimmen konkrete Details schlichtweg nicht, oder aber die Szenen bleiben farblos. Daher solltest Du (um beim Labor-Beispiel zu bleiben) am besten viel über Laborarbeit lesen, zum Beispiel Romane berühmter Wissenschaftler.

Oder noch besser, Du bemühst Dich darum, jemanden bei der Arbeit im Labor zu begleiten. Nur so kannst Du Details verfassen, die den Text Deines Romans lebendig machen und beim Leser echte Bilder entstehen lassen. Auch wenn Du Dich etwa mit Laborarbeit auskennst, solltest Du gründlich überlegen, welche Teile Deiner Geschichte dennoch eine Recherche benötigen. Denn findet in dem Labor beispielsweise ein Kriminalfall statt, solltest Du Dich mit dem Thema Polizeiarbeit beschäftigen. Und natürlich: Wenn Du ein Sachbuch schreiben willst, ist Recherche natürlich sowieso das A und O.

Konzept erarbeiten oder einfach drauf los?

Wenn nun das Thema feststeht und Du das Gefühl hast, tief genug in die Materie eingetaucht zu sein, kann es ja nun mit dem Buch schreiben losgehen, oder? Du ahnst es: leider nein. Denn auch wenn Du schon viele Inhalte für Deinen Text zusammengetragen hast, fehlt etwas Wichtiges: ein ordentliches Konzept. Dabei geht es letztlich darum, wichtige und grundlegende Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel musst Du festlegen, für welches Publikum Du Dein Buch schreiben möchtest. Gerade wenn Du ein Kinderbuch schreiben willst, solltest Du genau über das Alter und die Interessen Deiner Zielgruppe nachdenken. Weiterhin gilt es zu überlegen, aus wessen Perspektive Du die Geschichte erzählen möchtest. Gibt es einen Haupt-Protagonisten oder stellst Du die Handlung aus Sicht verschiedener Akteure dar? Beginnt die Geschichte in der Gegenwart oder in der Vergangenheit? Passt der Sprachstil zum anvisierten Lesepublikum? Willst Du ein eBook schreiben oder ist Dein Ziel, Dein Buch in gedruckter Form herauszugeben? All dies sind Fragen, die Du vorab klären solltest.

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Buch schreiben: Anfang finden

Nun hast Du also ein Thema gefunden, Dich darüber bestens informiert und ein ausführliches Konzept entwickelt. Nun möchtest Du anfangen, das Buch zu schreiben. Gar nicht einfach, oder? Den Einstieg zu schaffen, gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben von Schriftststellern. Und besonders, wenn Du beim Buch schreiben mit der Einleitung beginnst, ist der Druck oft hoch. Denn schließlich handelt es sich um die ersten Sätze, die darüber entscheiden, ob der Leser dran bleibt oder nicht. Das erzeugt viel Druck, weswegen es manchmal gut ist, die ersten Sätze noch nicht zu verfassen oder nur eine vorläufige Einleitung für das Buch zu schreiben. Diese muss noch Dich selbst noch nicht zu 100 Prozent überzeugen. Stattdessen kannst Du den Anfang wieder umarbeiten, und das in einem ruhigen und kreativen Moment.

Schreibroutine ist das A und O beim Schreiben

Bücher verfassen kann man nur mit Routine. Erst beim regelmäßigen Tippen kommt der Schwung auf, der nötig ist, um ein ganzes Buch zu schreiben. Natürlich ist es nicht einfach, neben Job, Studium und/oder Familie noch ausreichend zum Schreiben zu kommen. Aber wenn Du wirklich vorankommen möchtest, kommst Du kaum an festen Schreibzeiten vorbei. Du kannst daher zum Beispiel immer die ersten zwei Stunden des Tages am Buch schreiben oder, wenn das nicht möglich ist, ein oder zwei Wochen wegfahren, um dich konzentriert an Dein Buchprojekt zu setzen. Für diese Tage kannst Du Dir dann auch feste Routinen einrichten.

Wo Du genau schreibst, hängt von Deinen persönlichen Präferenzen und Möglichkeiten ab. Während manche sich am besten im Jogginganzug zuhause konzentrieren können, benötigen andere Autoren die anregende Atmosphäre im Café.  Am besten probierst am Anfang verschiedenen Orten einmal aus. Natürlich kannst Du auch abwechseln und zum Beispiel am Wochenende ins Café gehen, während Du unter der Woche zuhause schreibst.

Hier findest Du auch nochmal eine Liste mit verschiedenen Orten zum Buch Schreiben mit Vor- und Nachteilen.

Tabelle 1: Vor- und Nachteile verschiedener Schreiborte

Ort Vorteil Nachteil
Zuhause Bequem, kostenlos Ablenkungen (Hausarbeit, Anrufe)
Büro Konzentrierte Arbeits-Atmosphäre Kosten (z. B. Co-Working), Ablenkung durch Kollegen
Café Anregende Stimmung Kosten, Ablenkung
Bibliothek Ruhig/konzentrierte Atmosphäre Kein fester Arbeitsplatz mit Materialien
Hotelzimmer/ Ferienwohnung Ausbruch aus der gewohnten Umgebung, Service Kosten, meist nur für kurzen Zeitraum möglich

Dran bleiben, üben, besser werden

Kein Autor ist vom Himmel gefallen. Zwar gehört ein bisschen Talent dazu, aber ein Großteil des Schreibens ist schlichtweg Handwerk. Das klingt zwar ernüchternd, ist aber eine gute Nachricht: Schreiben ist Übungssache, wie auch Fritz Gesing betont (2014)! Lass Dich daher gerade am Anfang nicht von Startschwierigkeiten bremsen. Vertraue stattdessen darauf, dass Dir das Schreiben Deines Buchs mit der Zeit immer leichter fallen wird. Hänge Dich daher auch nicht an einzelnen Formulierungen auf, da dich das schnell frustrieren kann. Hebe Dir schwierige Abschnitte lieber für den Schluss auf und formuliere lediglich eine vorläufige Version. Oder mache eine Übung daraus und erstelle verschiedene Versionen. Du wirst jedenfalls sehen, um wie viel besser Dein Schreibstil mit der Zeit wird.

Lesen und lesen lassen

Wenn Du die erste Version Deines Manuskripts in den Händen hältst, darfst Du erst einmal stolz sein – Du hast es geschafft, ein Buch zu schreiben! Damit ist aber die Arbeit leider noch nicht getan. Bevor Du darüber nachdenkst, Dein Buch veröffentlichen zu lassen oder im Self-Publishing herauszugeben, geht es darum, den Text zu überarbeiten. Dafür lässt Du das Buch am besten einige Tage oder Wochen liegen. Dieser Abstand hilft Dir, Fehler und Unstimmigkeiten beim nochmaligen Lesen zu entdecken und anschließend zu korrigieren. Nach diesem Schritt ist der Zeitpunkt gekommen, Dein Buch von jemand anderem lesen zu lassen. Das kann beispielsweise eine gute Freundin oder eine Mentorin sein.

Unser Tipp

Bevor Du dann das Buch an einen Verlag gibst, solltest Du es auf jeden Fall professionell korrigieren lassen. Denn schon kleine Rechtschreibfehler können den Eindruck schmälern, den die Herausgeber von Deinem Buch bekommen. Außerdem hilft Dir ein Profi dabei, noch Unstimmigkeiten auszumerzen und gute Formulierungen für Stellen zu finden, die vielleicht noch nicht ganz rund sind.

Tipps zum Schreiben

Wir raten Dir auf jeden Fall, verschiedene Ratgeber zum Buch schreiben zu lesen – das inspiriert. Einen guten und amüsanten Einstieg findest Du beispielsweise in „Schreiben für ewige Anfänger“ von Andreas Thalmayr (2018). Wenn Du Dich nicht nur mit dem Schreibprozess selbst befassen möchtest, sondern auch mit allem, was dazu gehört, empfehlen wir Dir das Buch „Bird by Bird“ von Anne Lamotte (2004). Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Bücher, in denen Du hilfreiche Tipps finden kannst.

Die Auswahl an Ratgebern zum Buch schreiben ist groß

Abb. 2: Die Auswahl an Schreibratgebern ist groß 

Und wenn Dir all das nicht genug ist und Du Dich dem Bücher Schreiben mit Haut und Haar widmen möchtest, kannst Du Dich für ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig bewerben – dort lernst Du von der Pike auf, ein Buch zu schreiben. Ein Muss ist eine solche Ausbildung allerdings nicht, viele Autoren haben es auch ohne geschafft.

Ein Buch schreiben ist möglicherweise Arbeit – harte Arbeit. Aber Du wirst sehen, wenn Du einmal in eine gute Routine gefunden hast, fühlt sich das Schreiben richtig gut an. Damit aus Deinem Traum vom eigenen Buch Wirklichkeit wird, gehört in jedem Fall Disziplin dazu. Mit einem guten Plan und einem Thema, das Dir Spaß macht, gelingt Dir das aber sicherlich.

FAQ Buch schreiben

Ich möchte ein Buch schreiben – wie fange ich an?

Wichtig ist zunächst, dass Du Dich für ein geeignetes Buchgenre entscheidest. Was liegt Dir eher, der Science-Fiction-Roman in Jugendsprache oder ein lyrisches Familiendrama? Sobald Du eine grobe Idee hast, gilt es, viele Infos darüber zu recherchieren. Anschließend kannst Du ein Konzept ausarbeiten. Erst danach beginnst Du damit, das Buch zu schreiben.

Wie schaffe ich es, mein Buch zuhause zu schreiben?

Wenn Du Dich zuhause am wohlsten und kreativsten fühlst, solltest Du auch dort das Buch schreiben. Aber die vielen Ablenkungen machen manch einem zu schaffen – der Fernseher, das Telefon, die Hausarbeit, die Katze. Gerade zuhause ist es daher wichtig, feste Zeiten einzuhalten, in denen Du auch am besten das Telefon abschaltest und andere Ablenkungen minimierst.

Wie kann ich mein Buch schreiben, wenn ich eine Blockade habe?

Solltest Du einmal länger hängenbleiben, gilt zunächst: keine Panik. Das passiert praktisch allen Autoren gelegentlich, daher musst Du Dir keine Sorgen machen. Wichtig ist bei einer Blockade, entweder eine Pause einzulegen und Dich abzulenken oder Deine Routinen zu verändern. Eines von beiden funktioniert sicher für Dich.

Welches Programm eignet sich am besten zum Buch schreiben?

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Viele Autoren nutzen Word, um ihr Buch zu schreiben. Aber es gibt auch Alternativen, die zum Beispiel gleich einen Stil-Berater integriert haben und Dich etwa auf Wortwiederholungen aufmerksam machen. Zu diesen Programmen gehören Scrivener oder Papyrus. Am besten probierst Du einfach einmal eine Test-Version aus, um zu sehen, ob Dir ein solches Programm hilft.

Literatur

Gesing, Fritz (2014): Kreativ schreiben – Handwerk und Techniken des Erzählens. 2. Auflage, Köln.

Hollmann, Axel; Johanus, Marcus (2019): Romane schreiben und Veröffentlichen für Dummies. 1. Auflage, Weinheim.

Lamott, Anne (2004): Bird by Bird – Wort für Wort. Anleitungen zum Schreiben und Leben als Schriftsteller. 1. Auflage, Berlin.

Thalmayr, Andreas (2018): Schreiben für ewige Anfänger – Ein kurzer Lehrgang. 1. Auflage, München.

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