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So schreibst Du das Exposé der Bachelorarbeit

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Expose einer Bachelorarbeit schreiben


Bei Dir steht das Exposé der Bachelorarbeit schreiben an und Du hast nur Fragezeichen vor Augen? Keine Sorge, denn im Folgenden helfen wir Dir bei den ersten Schritten Deiner Bachelorarbeit und bringen Dich Deinem Ziel ein Stückchen näher. Mit unseren Tipps & Beispielen bist Du nämlich bestens gewappnet!

Warum schreibt man ein Exposé der Bachelorarbeit?

Ein Exposé der Bachelorarbeit zu schreiben, bedeutet sich auf das Thema der Abschlussarbeit zu fokussieren und zu planen. Diese Technik wird dementsprechend auch genutzt, wenn man ein Buch oder einen Roman einem Verlag präsentieren möchte, oder ein Projekt vorstellen möchte. Um eine in sich stimmige und logisch aufgebaute wissenschaftliche Arbeit zu verfassen, muss man dabei im Vorfeld bereits viele Überlegungen anstellen, planen und schreiben. In dieser Planungsphase klärst Du beispielsweise, über welches Thema Du schreiben möchtest, und grenzt es auf einen sinnvollen und in der vorgegebenen Zeit zu bewältigenden Bereich ein. Damit verbunden ist die Formulierung der Forschungsfrage, die vor der intensiven Recherchearbeit bekannt sein sollte. Zu den Vorarbeiten zählt auch die Literaturrecherche, denn bevor Du mit dem Schreiben startest, solltest Du bereits einen guten Überblick über die für Dein Thema relevanten Quellen haben. Ergebnis dieser Vorarbeit ist das Exposé, das Du Deinem Betreuer vorlegst.

Während dieser Phase hilft es, den Plan auszuarbeiten und schriftlich zu fixieren. Auf diese Weise hat man die zu erledigenden Arbeitsschritte stets im Blick und kann die Zeit bis zum Abgabetermin für eine effiziente Vorgehensweise nutzen. All diese Überlegungen fließen in ein Exposé ein, das damit die Funktion eines „Arbeitsplan[s] für das [geplante] Schreibprojekt“ (Kruse 2010: 74) erfüllt.

Da ein Exposé der Bachelorarbeit einen guten Überblick über die geplante Arbeit darstellt, fordern Betreuer es sehr häufig ein. Zum einen lässt sich daraus für den Betreuer herauslesen, ob er Deine Arbeit übernehmen kann. Außerdem kann der Betreuer einschätzen, ob Dein Projekt im vorgegebenen Zeitraum realisierbar ist. Zum anderen erhält er bereits einen Überblick über die geplante Strukturierung der wissenschaftlichen Arbeit. Das bedeutet, ein Exposé ist im Wesentlichen eine Skizze Deiner Arbeit, anhand derer sich die Relevanz sowie die erwarteten Ergebnisse zeigen und diese für Deinen Betreuer nachvollziehbar machen sollen.

Aufbau und Form im Bachelorarbeit Exposé

Das Exposé einer Bachelorarbeit kann man mit der Erstellung einer kleinen wissenschaftlichen Arbeit vergleichen. Zwar dient es der Planung und der Festlegung des Themas, dennoch entspricht es hinsichtlich seines Stils und der Schreibweise einer wissenschaftlichen Arbeit. Schließlich möchtest Du Deinen Wunschbetreuer überzeugen, dass es Deine Arbeit wert ist, von ihm betreut zu werden. Dies ist vor allem für Studierende jener Studiengänge relevant, in denen viele Studierende pro BetreuerIn kommen. Die Voraussetzung dafür ist, dass Du es mithilfe wissenschaftlicher Sekundärliteratur ausarbeitest.

In einem Bachelorarbeit Exposé solltest Du daher auf die gleiche Weise zitieren, wie in der späteren Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Weitere Bestandteile sind ein Deckblatt, das vergleichbar mit einer schriftlichen Prüfungsarbeit Deinen Namen, Deine E-Mailadresse, Angaben zur Universität, zum Institut sowie über den Zweck des Textes beinhaltet (vgl. Kruse 2010: 74). Des Weiteren soll das Deckblatt einen Arbeitstitel, der auch vorläufig sein kann, enthalten (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 121).

Hinsichtlich des Umfangs geben Bänsch & Alewell an, es solle drei Seiten nicht überschreiten (2013: 83). Auch Stickel-Wolf & Wolf empfehlen einen Umfang von drei bis fünf Seiten. Die Schriftgröße beträgt dabei 12 Punkt, der Zeilenabstand ist eineinhalbfach (vgl. 2013: 121). Achte bei der Formatierung auf die exakten Vorgaben Deiner Hochschule. Diese Vorgaben kann man allerdings nicht generalisieren, denn die Länge hängt einerseits von der Art der wissenschaftlichen Arbeit ab und zum anderen vom Zweck, den das Exposé erfüllen soll. So können beispielsweise bei Stipendien- und Forschungsanträgen Kostenaufstellungen enthalten sein, sodass durchaus ein Seitenumfang zwischen fünf bis zu 20 oder mehr Seiten erreicht werden kann (vgl. Franck & Stary 2009: 173).

Exposé schreiben: Die Inhalte

Folgende Elemente gelten als Bestandteile im Exposé der Bachelorarbeit. Sie sind in chronologischer Reihenfolge aufgelistet. Beachte, dass manche Punkte variabel sind.

Überbegriff: Was soll mit der geplanten Arbeit geleistet werden?

Erläuterung der Problemstellung: Der Ausgangspunkt der Arbeit (ein empirisches, politisches, praktisches, theoretisches, soziales Problem) wird erläutert (vgl. Kruse 2007: 135).

Darlegung des aktuellen Forschungsstandes: Überblick über bereits vorhandene Untersuchungen zum gewählten Thema.

Erläuterung einer Forschungslücke/Erkenntnisinteresse: Hier wird die Frage beantwortet, warum man sich mit dem gewählten Problem beschäftigt und welche Wissenslücken man dadurch schließen kann (vgl. Franck 2004: 77).

Darlegung der Fragestellung: Welche Forschungsfrage liegt der zukünftigen Arbeit zugrunde? (vgl. Franck & Stary 2009: 173).

Hypothese/Ziel: Hier wird dargelegt, was widerlegt oder bewiesen werden soll. Bei empirischen Arbeiten geht es darum statistische Hypothesen zu formulieren zu müssen und diese mit passenden Testverfahren bzw. zu beweisen oder zu widerlegen.

Theoretische Grundlagen: Welches bereits vorhandene Wissen wird als Basis für die eigenen Überlegungen verwendet?

Weitere Bestandteile des Exposés

Erläuterung der Methode: Im Zuge dessen wird beantwortet, welche Methoden zur Beantwortung der Forschungsfrage herangezogen werden sollen. Des Weiteren wird erläutert, wie die Quellen ausgewertet werden. Bei empirischen Arbeiten gibt man Informationen über das Forschungsdesign (Datenauswertung, Variablen etc.) (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 122, Franck & Stary 2009: 173).

Quellen: Um einen Überblick über die Machbarkeit zu erlangen, werden in einem Exposé die vorhandenen Materialien dargelegt. Sollte es sinnvoll sein, die Literaturrecherche einzugrenzen, solltest Du dies erwähnen sowie begründen.

Vorläufige Gliederung: Dieser Teil ist ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis. Hier legst Du dar, in welcher Reihenfolge die einzelnen Aspekte abgehandelt werden.

Zeitplan: Ein gutes Exposé beinhaltet eine zeitliche Planung, die Auskunft darüber gibt, bis zu welchem Zeitpunkt die einzelnen Arbeitsschritte abgeschlossen sein sollen.

Des Weiteren ist es möglich, Auskunft über bereits geleistete eigene Vorarbeiten zu geben. Dies können beispielsweise bereits durchgeführte Untersuchungen sein, die in die Arbeit einfließen können. Außerdem werden in einem Exposé die benötigten Mittel dargelegt. Dabei handelt es sich beispielsweise um Material, um Erhebungen durchzuführen, oder um etwaige Kosten.

Welche Vorteile hat ein Exposé der Bachelorarbeit?

Auch wenn man das Exposé der Bachelorarbeit im Vorfeld mehrmals überarbeiten muss oder im Zuge des Bearbeitens erkennt, dass man den Plan ändern möchte, ist es dennoch sinnvoll, mit einem Exposé zu arbeiten. Einer der größten Vorteile ist, dass es als Grundlage für die Gespräche mit dem Betreuer dient. Auf diese Weise werden Missverständnisse im Vorhinein ausgeschlossen und die Chance, nicht zu bestehen, sinkt. Je klarer Du Deine Pläne darlegst, desto effizienter kann die Betreuungsarbeit erfolgen. Das Bachelorarbeit Exposé schreiben hilft dabei, die Forschungsfrage präzise zu formulieren, das Thema einzugrenzen und bereits im Vorfeld zu überlegen, welche Theorien für die Beantwortung der Fragestellung relevant sein können.

Außerdem ist das Exposé der Bachelorarbeit ein guter Ausgangspunkt, um die Literaturrecherche systematisch durchzuführen. Damit verhinderst Du, dass Du wichtige Literatur übersiehst oder Dich in zusätzlichen Informationen verlierst. Außerdem ist es möglich, Probleme frühzeitig zu erkennen. Dabei handelt es sich beispielsweise um eine falsche Einschätzung des Arbeitsaufwandes, Probleme beim Beschaffen der Quellen, organisatorische Hindernisse und dergleichen.

Zu den Schlüsselkompetenzen für akademische Berufe zählt das Verfassen eines Projektantrages, der benötigt wird, wenn man für bestimmte Forschungsvorhaben finanzielle Mittel beantragen möchte (vgl. Kruse 2007: 136). Da ein Exposé einem Projektantrag gleicht, kann die Fähigkeit, ein Forschungsprojekt präziser zu beschreiben darüber entscheiden, ob es durchgeführt werden kann oder nicht.

Weiterführende Informationen

Mehr zum Them Wissenschaftliches Arbeiten findest Du in unserer umfangreichen Wissensdatenbank. Hier erklären wir alle Aspekte anhand vieler Beispiele rund um das Thema  Bachelorarbeit schreiben.

FAQs zum Exposé einer Bachelorarbeit

Wird das Bachelorarbeit Exposé von jeder Uni vorausgesetzt?

Das hängt ganz von den Richtlinien deiner Universität oder Hochschule ab. Grundsätzlich kannst du mit einem gut geschriebenen Exposé aber deinen Lieblingsdozenten bzw. Lieblingsdozentin davon überzeugen deine Arbeit zu betreuen.

Wann sollte ich das Exposé der Bachelorarbeit einreichen?

Das Exposé der Bachelorarbeit solltest du mindestens einen Monat vor dem Beginn der Bearbeitung einreichen, damit genug Zeit dafür bleibt, dich mit deinem Betreuer kurzzuschließen. Hat er dort bereits wichtige Anmerkungen, ändert das vielleicht deine ganze Arbeitsmethode.

Wo finde ich Inspiration für das Exposé einer Bachelorarbeit?

Beispiele und Mustervorlagen findest Du meist auf den großen Universitätsseiten. Dort solltest Du auch Beispieltexte aus verschiedenen Fachbereichen finden, die Dir einen Einblick darüber geben können, was alles in ein gelungenes Exposé gehört.

Wie soll das Exposé einer Bachelorarbeit gestaltet sein?

In den meisten Fällen ist das Exposé der Bachelorarbeit obligatorisch und hat somit auch keine Formatierungsvorgabe. Nichtsdestotrotz ist es ratsam, hier schon die spätere Formatierung der Bachelorarbeit anzuwenden. Nur so kann Dein möglicher Betreuer schon einmal Rückschlüsse geben, ob du richtig formatierst.

Literatur

Bänsch, Axel & Alewell, Dorothea (2013): Wissenschaftliches Arbeiten. 11. Aufl. München: Oldenbourg Verlag.

Franck, Norbert. 2004. Handbuch Wissenschaftliches Arbeiten. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag.

Franck, Norbert & Stary, Joachim (2009): Die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. 15. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Kruse, Otto (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt – Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12. Aufl. Frankfurt: Campus.

Kruse, Otto (2010): Lesen und Schreiben – Der richtige Umgang mit Texten im Studium. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft.

Stickel-Wolf, Christine & Wolf, Joachim (2013): Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

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