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Folgen eines Plagiatsvorwurfs

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Über die Folgen bei einem Plagiatsvorwurf sollten sich alle Studenten im klaren sein. Denn Unwissen schützt nicht vor Strafe! Wer kurz davorsteht, eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben oder bereits angefangen hat, macht sich viele Sorgen, ob er auch wirklich richtig zitieren kann. Schließlich soll das Ergebnis stimmen. Dafür will man nicht in den Verdacht geraten, Teile der Arbeit seien plagiiert. Immerhin können Plagiate auch ohne böse Absicht entstehen – mit dennoch gravierenden Folgen für Prüfling und Arbeit.

Mit welchen Folgen man bei einem Plagiatsvorwurf rechnen muss und was man tun kann, um bei der eigenen Arbeit einen Plagiatsvorwurf verhindern zu können, findet man hier. So lässt sich ein Plagiat leicht durch eine Plagiatsprüfung verhindern.

Konsequenzen eines Plagiatsvorwurfes in der Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation

Die Prüfungsordnungen der Hochschulen haben die Auswirkungen von Plagiatsvorwürfen klar geregelt. Je nachdem wie oft Plagiate auftauchen und wie schwerwiegend sie sind, können unterschiedliche Folgen drohen. Schmerzhaft sind sie für den Studenten so oder so, denn jedes Plagiat wird, ob mit Absicht oder nicht entstanden, als Täuschungsversuch gewertet.

Ein versehentlich erzeugtes Plagiat kann entstehen, wenn man die Nennung einer Quelle durch chaotische Zettelwirtschaft bei der Literaturrecherche in seiner Arbeit vergisst. So ein Ergebnis geht nicht auf einen bewussten Betrugsversuch zurück, zeigt aber dennoch einen groben Mangel beim wissenschaftlich Arbeiten in Form fehlender Sorgfalt (Plümper, 2012, S. 165). Neben der unbedingten Vermeidung eines Plagiats ist auch eine sorgfältige Formatierung nicht unwesentlich.

Bei der Prüfung mit entsprechender Software wird die digitale Version der Arbeit auf Plagiate untersucht. Dass Plagiatssoftware zur Erkennung wörtlich übernommener Textstellen, etwa durch Copy-and-Paste, zum Einsatz kommt, kommunizieren die meisten Hochschulen als Präventionsmaßnahme. Somit wollen sie bereits frühzeitig einen Plagiatsvorwurf verhindern (Rommel, 2011, S. 83).

Hegt ein Betreuer oder Prüfer den Verdacht, dass ein Plagiat vorliegt, nimmt der Student zunächst Stellung dazu. Besteht der Verdacht nach erneuter Prüfung weiterhin, kommt es zu Konsequenzen. Diese können variieren und richten sich nach dem Schweregrad der Täuschung. Selbstverständlich zieht beispielsweise die komplette Übernahme einer ganzen wissenschaftlichen Arbeit, auch als Vollplagiat bezeichnet, die schärfsten Konsequenzen nach sich. Doch auch identische Übernahmen von Textauszügen im Sinne von einem Copy & Paste Plagiat werden streng sanktioniert. Ob der Student vorsätzlich gehandelt hat, beeinflusst die Entscheidung ebenfalls (näheres siehe Informationen zum Thema „Plagiate“ der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster).

Wie man einen Plagiatsvorwurf in der Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation verhindern kann

In einer Zeit, in der für viele das Teilen von Artikeln und Bildern ohne eine genaue Überprüfung ihres Ursprungs oder Nennung des Urhebers zum Alltag gehört, ist es wichtig, das Bewusstsein für die korrekte deutsche Zitierweise oder Harvard-Zitierweise bei wissenschaftlichen Arbeiten und die Konsequenzen von Fehlverhalten zu schärfen (Rommel, 2011, S. 4).

Viele Hochschulen stellen selbst Informationen zum wissenschaftlichen Arbeiten sowie zur Verhinderung von Plagiaten zur Verfügung (siehe etwa die Handreichung der Hochschule Düsseldorf). Die Hochschulen und Institute informieren nicht nur, sondern bieten auch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen an.

So gibt es jedes Semester eine Fülle von Seminaren, Workshops und Vorlesungen rund um das korrekte wissenschaftliche Arbeiten. Wer sich schon vor der Arbeit an seiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit damit befasst und sein wissenschaftliches Arbeiten verbessert, kann die Prinzipien und Regeln wissenschaftlichen Arbeitens selbstsicher einsetzen und Fehler vermeiden.

Einige dieser Kurse sind ein fester Bestandteil eines Studiums. Auch ganz zu Beginn des Studiums, wenn die eigene Abschlussarbeit noch fern scheint, sollte man das Angebot der Hochschule nutzen und ernstnehmen. Berücksichtige auch unbedingt, dass die nicht kenntlich gemachte Übersetzung von übernommenen Textstellen aus fremdsprachigen Arbeiten einen Täuschungsversuch darstellt – nämlich ein Übersetzungsplagiat. Sei Dir auch gewahr darüber, dass eine zu enge Anlehnung an die Gedanken und Ergebnisse einer Art einem Ideenplagiat gleichzusetzen ist. Genauso verhält es sich übrigens mit der Übertragung einer Gliederung oder einzelner Aspekte daraus, dies fällt unter das Strukturplagiat.

Eine weitere Vorbeugungsmaßnahme ist die Verbesserung der eigenen Ausdrucksfähigkeiten, um komplexe Gedanken selbst zu gliedern und mit eigenen Worten wiederzugeben. Daher sollte man neben den Grundlagen für wissenschaftliches Arbeiten auch seine sprachlichen Mittel verbessern. So entsteht dann ein wissenschaftlicher Schreibstil. So kann man beispielsweise vermeiden, dass man sich nicht vom Wortlaut der Originalquelle lösen kann.

Strukturiert vorgehen

Viele Tutorials über unterschiedliche Teilaspekte des wissenschaftlichen Arbeitens findet man auch online, z. B. über Youtube. Außerdem gibt es zu dem Thema viel Literatur, die Unsicherheiten nehmen, offene Fragen klären und somit letztendlich mehr Sicherheit geben kann.

Wer einen Plagiatsvorwurf verhindern will, sollte von vornherein ein gutes Ordnungssystem, z.B. in Form eines Literaturverwaltungsprogrammes haben – besonders, wenn man an der Dissertation schreibt. Ist das Zeit- und Notizenmanagement gut organisiert, kann man sich auch in stressigen Phasen darauf verlassen. So kann man vermeiden, dass versehentlich Originalpassagen oder nur leicht abgewandelte Notizen in Form von vermeintlichen Paraphrasen den Weg in die Arbeit finden.

Dazu kann man etwa für die Quellen, die man sichtet und verwenden will, exzerpieren. Dabei sollte man Originalzitate in irgendeiner Form deutlich von zusammengefassten oder mit eigenen Worten wiedergegebenen Stellen abgrenzen (Rettig, 2017, S. 59-31). Eine Möglichkeit bietet die Verwendung von Anführungszeichen der direkten Rede oder die Verwendung anderer Schriften und Farben. Beachte auch, dass nicht nur die nicht ordnungsgemäße Referenz auf fremde Quellen, sondern auch die auf eigene Werke, ein Plagiat ist – hierbei handelt es sich um das Selbstplagiat.

Alle wichtigen Infos auch zum Thema Ghostwriting runden die Gefahrenpotenziale und deren Vermeidungsstrategie ab.

Der letzte Check

Um es gar nicht erst zu einem Plagiatsverdacht kommen zu lassen, kann man vor der Abgabe prüfen, ob es problematische Textstellen in der eigenen Hausarbeit oder Abschlussarbeit gibt. Nur die wenigsten Studenten werden bei Abschluss ihrer Arbeit die Zeit haben, noch einmal händisch alle zitierten Inhalte mit den Originalquellen zu vergleichen. Dazu kann man auch als Student Plagiatssoftware nutzen, um die eigene Arbeit einer Plagiatsprüfung zu unterziehen (wir habeneinen Plagiatssoftware Test durchgeführt).

Sorgt man sich hingegen um die korrekte Kennzeichnung fremder Inhalte, kann man die Arbeit gezielt darauf kontrollieren oder sie mit einem Lektorat einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit dahingehend überprüfen lassen. Dazu zählen auch unbedingt die korrekten Quellverweise bei Grafiken, Bildern und sonstigen nicht-textlichen Inhalten. Man sollte dabei auch noch einmal überprüfen, ob das Literaturverzeichnis der Arbeit lückenlos und korrekt erstellt ist.

Außerdem sollte man sich nach Abschluss der Schreibarbeit vergewissern, dass die Arbeit klar verständlich und in sich schlüssig ist. Der Stil sollte einheitlich sein. Stilbrüche deuten oft darauf hin, dass man sich mit seinem Text nicht weit genug von einer fremden Quelle entfernt hat.

Diese Unebenheiten entgehen auch den Prüfern nicht, also sollte man den Stil der Arbeit unbedingt als einen der letzten Arbeitsschritte noch einmal anpassen. Oft ist es dazu nötig, den Text eine Weile unangetastet zu lassen, um ihn mit der nötigen Distanz objektiv zu betrachten. Die dazu benötigte Zeit sollte man daher von Beginn an miteinkalkulieren.

Plagiatsvorwürfe lassen sich mit einigen Vorbereitungen und zusätzlichen Arbeitsschritten verhindern und überprüfen, sodass man bei der Abgabe seiner Arbeit ganz entspannt sein kann. Ein wichtiger Faktor ist dabei das Stress- und Zeitmanagement, denn so lassen sich Fehler vermeiden, die schlimmstenfalls zu wissenschaftlichen Mängeln bei der Arbeit führen. Wer also strukturiert vorgeht kann von vornherein einen Plagiatsvorwurf verhindern.

FAQs zu den Folgen eines Plagiatsvorwurfs

Was sind die Folgen bei einem Plagiatsvorwurf?

Bei einem unmittelbar vorliegenden Plagiatsvorwurf kommt eine Plagiatssoftware zur Untersuchung der Vorwürfe zum Einsatz. Hierbei wird die digitale Version der Arbeit auf nicht kenntlich gemachte Quellen sowie Kopien hin überprüft. Vermeide mit einer gründlichen Plagiatsprüfung vorab, dass es soweit kommt!

Wie lässt sich einem Plagiatsvorwurf gezielt vorbeugen?

Einem Plagiatsvorwurf lässt sich am besten mittels optimaler Vorbereitung vorbeugen. So sind speziell auf den Aspekt der Vermeidung von Plagiaten viele Seminare und Workshops zum Thema Wissenschaftliches Arbeiten zugeschnitten.

Welche Methode reduziert einen Plagiatsvorwurf?

Das Zurückgreifen auf Literaturverwaltungsprogramme, mit deren Hilfe sich auf Textstellen Bezug nehmende Notizen gut sichten und markieren lassen, dämmt die Gefahr eines Plagiatsvorwurfs deutlich ein.

Welche Aspekte können einen Plagiatsvorwurf nach sich ziehen?

Neben nicht ausgewiesenen Textstellen, die sich auf andere Quellen beziehen, können auch fehlende oder mangelhafte Quellenangaben bei Grafiken, Bildern und weiteren nicht-textlichen Inhalten zu einem Plagiatsvorwurf führen.

Wie kann man sich selbst gegen einen Plagiatsvorwurf absichern?

Durch den Einsatz einer Plagiatssoftware kannst Du jegliche Zweifel an möglicherweise verursachten Plagiaten ausräumen.

Literatur

Plümper, Thomas (2012): Effizient schreiben: Leitfaden zum Verfassen von Qualifizierungsarbeiten und wissenschaftlichen Texten, 3. Auflage München.

Rettig, Heike (2017): Wissenschaftliche Arbeiten schreiben, Stuttgart.

Rommel, Thomas (2011): Plagiate – Gefahr für die Wissenschaft?, Münster.

Weiterführende Literatur:

Esselborn-Krumbiegel, Helga (2017): Richtig wissenschaftlich schreiben. Wissenschaftssprache in Regeln und Übungen, 5. Auflage, Paderborn.

Pospiech, Ulrike (2017): Wie schreibt man wissenschaftliche Arbeiten? Von der Themenfindung bis zur Abgabe, Berlin.

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