Ein Literaturverzeichnis in Word erstellen – eine Schritt-für-Schritt Anleitung

Literaturverzeichnis in Word erstellen - Beispiele, Tipps, Anleitung
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06 Sep Ein Literaturverzeichnis in Word erstellen – eine Schritt-für-Schritt Anleitung

Die Funktion eines Literaturverzeichnisses

Das Literaturverzeichnis ist ein integraler Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine weniger umfangreiche Hausarbeit oder Seminararbeit oder um eine umfangreichere Bachelorarbeit oder Masterarbeit handelt.
Jeder wissenschaftlichen Arbeit liegt eine Fragestellung zugrunde, die in deren Verlauf beantwortet wird. Da weder Studierende noch Wissenschaftler das Rad neu erfinden können, ist es eine gängige Praxis, auf bereits bestehendes Wissen aufzubauen, um beispielsweise neu aufgestellte Hypothesen zu überprüfen. Dieses bestehende Wissen dient somit als Basis für die eigenen Überlegungen.

Dabei muss man allerdings beachten, dass jede Übernahme von Fremdwissen gekennzeichnet werden muss. Dies entspricht der guten wissenschaftlichen Praxis, denn nicht gekennzeichnete Übernahme fremden Wissens führen zu Plagiatsvorwürfen, die schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, jene Quellen zu zitieren, aus denen das Fremdwissen stammt. Abhängig von der Fachrichtung gibt es unterschiedliche Zitierweisen, z.B. das deutsche deutsches Zitiersystem, den APA-Stil oder die amerikanische Zitierweise, über die man sich im Vorfeld informieren muss. Allen Fachrichtungen gemeinsam ist das Literaturverzeichnis, welches dem Text der Bachelorarbeit oder Masterarbeit folgt.

Im Literaturverzeichnis werden alle Quellen aufgelistet, die im Verlauf der wissenschaftlichen Arbeit zitiert wurden. Gutachter bzw. Leser bekommen somit einen Überblick, auf welche Quellen sich der Autor der Arbeit beruft.

TIPPS:

  • Welche formalen Vorgaben gelten in welchem Fall? Jede Fachrichtung – und innerhalb einer Fachrichtung manchmal sogar jeder Dozent – hat eigene Richtlinien, wie ein Literaturverzeichnis formatiert werden soll.
  • In sehr vielen Fachrichtungen werden Literaturverzeichnisse alphabetisch nach dem Nachnamen des Autors sortiert. Davon gibt es allerdings Abweichungen. Man sollte sich auch diesbezüglich informieren!
  • Man sollte dringend auch darauf achten, ins Literaturverzeichnis nur jene Quellen aufzunehmen, die man tatsächlich benutzt hat.

Wie fügt man ein Literaturverzeichnis in Word ein?

Anhand von Screenshots zeigen wir Schritt für Schritt gezeigt, wie man in Word 2013 ein automatisch aktualisierbares Literaturverzeichnis einfügt.

Die Vorteile eines automatisch erstellten Literaturverzeichnisses

Um eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit (zum Beispiel eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit) zu verfassen, zieht man in der Regel eine Vielzahl an Quellen heran, die in weiterer Folge im Text genannt werden müssen. Egal, für welches Zitiersystem man sich entscheidet: Das Erstellen eines Literaturverzeichnisses ist immer mit viel Arbeit verbunden und birgt einige Fehlerquellen. Diese lassen sich mit einem automatisch erstellten Verzeichnis bis zu einem gewissen Grad ausschließen. Außerdem erspart man sich auf diese Weise das wiederholte Eingeben von Daten. Die dadurch gewonnene Zeit lässt sich für andere wichtige Aspekte sinnvoll einsetzen.

Voraussetzungen, um ein Literaturverzeichnis zu erstellen

Word generiert ein Literaturverzeichnis anhand von bestimmten Daten. Dabei handelt es sich um Stellen, die als Zitat gekennzeichnet und mit einer Quellenangabe versehen sind.
Als ersten Schritt wählt man die Registerkarte „Verweise“ aus und definiert in der Gruppe „Zitate und Literaturverzeichnis“ die gewünschte Formatvorlage, anhand der man die Quellenangaben formatieren möchte. Diese Formatvorlage lässt sich auch nachträglich noch ändern.

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Danach setzt man den Cursor an jene Stelle, an der man eine Quellenangabe einfügen möchte. Anschließend kann man die Registerkarte „Verweise“ auswählen und in der Gruppe „Zitate und Literaturverzeichnis“ die Option „Zitat einfügen“ wählen.

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Danach öffnet sich ein Popup-Menü mit zwei Auswahlmöglichkeiten: Entweder fügt man die Quellenangabe sofort mit den korrekten Daten ein, dazu wählt man die Option „Neue Quelle hinzufügen…“, oder man fügt einen vorübergehenden Platzhalter ein, den man beliebig benennen kann. Es ist möglich, den Platzhalternamen nachträglich zu bearbeiten und die vollständigen Daten hinzuzufügen.

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Wenn man die Option „Neue Quelle hinzufügen…“ wählt, kann man die Daten der Quelle eingeben.

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Klickt man auf „OK“, wird von Word eine Quellenangabe in den Text eingefügt.

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Um die Nachprüfbarkeit zu gewährleisten, umfasst ein korrektes Zitat in der Regel auch die Seitenzahl. Die Seitenzahl kann man hinzufügen, indem man mitten im Zitat auf die rechte Maustaste klickt. Es öffnet sich folgendes Menü:

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Wählt man die Option „Zitat bearbeiten“ kann man die Seitenzahl eingeben.

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Da es sich hier um ein indirektes Zitat handelt, muss der Quellenverweis in der Regel noch um ein „vgl.“ erweitert werden. Dazu klickt man wieder mit der rechten Maustaste in die Quellenangabe. Nun wählt man die Option „Feld bearbeiten“.

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Die Zeile „Feldfunktionen“ erweitertet man nun um den Zusatz \f „vgl. “. Danach klickt man auf „OK“.

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Der Quellenbeleg beinhaltet nun alle erforderlichen Informationen.

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Das Einfügen des Literaturverzeichnisses

Das Literaturverzeichnis fügt man entweder nach Beendigung der Arbeit am Text der Bachelorarbeit oder Masterarbeit ein oder aber zu dem Zeitpunkt, an dem man die Notwendigkeit sieht, sich einen Überblick über die in der Arbeit verwendeten Quellen zu verschaffen.

Man setzt als ersten Schritt den Cursor an jene Stelle, an der man das Literaturverzeichnis erstellen möchte. Dies ist in der Regel zwischen Haupttext und Anhang. Danach wählt man in der Registerkarte „Verweise“, in der Gruppe „Zitate und Literaturverzeichnis“, die Option „Literaturverzeichnis“ aus.

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Nun hat man die Möglichkeit, sich zwischen mehreren Formatvorlagen zu entscheiden. Man wählt man die gewünschte aus und klickt sie an. Danach generiert Word das Literaturverzeichnis.

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TIPPS:

  • Nach Beendigung aller Arbeiten am Text ist es ratsam, alle Verzeichnisse zu aktualisieren (Tabellenverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis etc., um etwaige Änderungen zu übernehmen. Auch das Literaturverzeichnis kann man mit einem Klick auf die rechte Maustaste, wonach ein Popup-Menü erscheint, bei dem die Option „Felder aktualisieren“ ausgewählt wird, aktualisieren.
  • Je sorgfältiger man bereits bei der Erstellung des Textes arbeitet, desto weniger Zeit muss man beim Erstellen des Literaturverzeichnisses investieren. Fügt man alle Quellenangaben sofort ein, kostet das Einfügen nachträglich sehr viel Zeit.

Das Verwalten der Quellen

Sowohl bei Bachelorarbeiten als auch bei Masterarbeiten und erst recht bei Dissertationen handelt es sich um umfangreiche Texte, wobei man im Regelfall sehr viele Quellen heranzieht. Word bietet mithilfe der Option „Quellen verwalten“ die Möglichkeit, innerhalb der herangezogenen Literatur zu suchen und sie bei Bedarf zu modifizieren.

Dazu wählt man die Registerkarte „Verweise“ aus und klickt in der Gruppe „Zitate und Literaturverzeichnis“ auf den Befehl „Quellen verwalten“. Folgendes Menü erscheint:

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Während alle im aktuellen Dokument verwendeten Quellen in der „aktuellen Liste“ aufgelistet werden, scheinen in der „Masterliste“ auch jene Quellen auf, die in anderen Dokumenten verwendet wurden.
Um bestimmte Quellen zu finden, hat man zwei Möglichkeiten. Man kann in das Feld „Suchen“ den Namen des Autors oder den Titel der Quelle eintragen. In Abstimmung mit einem Suchbegriff wird die Liste nun dynamisch angepasst. Des Weiteren kann man alle vorhandenen Quellen im Feld „Sortieren“ entweder nach Autor, Jahr, Titel oder Tagname des Zitats sortieren. Auch in diesem Fall passen sich die Listen automatisch an, sodass die Suche schneller vonstattengeht.
In diesem Menü können sowohl Platzhalter als auch Quellen zum einen bearbeitet, zum anderen neu erstellt werden.

Fazit

Word 2013 bietet mit den Möglichkeiten, Quellen übersichtlich zu verwalten sowie automatische Literaturverzeichnisse zu erstellen, ein nützliches Hilfsmittel, um die Fehleranfälligkeit im Umgang mit wissenschaftlichen Quellen zu reduzieren. Sofern man alle Quellenbelege als Zitat einfügt, kann man bei der Erstellung eines Literaturverzeichnisses keine Quellen mehr versehentlich übersehen. Diese Funktion unterstützt also beim sauberen wissenschaftlichen Arbeiten, denn korrekte Quellenbelege schützen einerseits vor Plagiatsvorwürfen und erhöhen andererseits die Nachprüfbarkeit. Gutachter überprüfen in der Regel die Vollständigkeit der Quellenangaben stichprobenartig, sodass man mit einem vollständigen und sorgfältig ausgearbeiteten Literaturverzeichnis nicht riskierst, eine schlechtere Benotung zu bekommen.

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