Ein Literaturverzeichnis in Word erstellen – eine Schritt-für-Schritt Anleitung

Literaturverzeichnis in Word erstellen - Beispiele, Tipps, Anleitung
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11 Feb Ein Literaturverzeichnis in Word erstellen – eine Schritt-für-Schritt Anleitung

Die Funktion eines Literaturverzeichnisses

Das Literaturverzeichnis ist ein integraler Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine weniger umfangreiche Hausarbeit oder Seminararbeit oder um eine umfangreichere Bachelorarbeit oder Masterarbeit handelt.
Jeder wissenschaftlichen Arbeit liegt eine Fragestellung zugrunde, die in deren Verlauf beantwortet wird. Da weder Studierende noch Wissenschaftler das Rad neu erfinden können, ist es eine gängige Praxis, auf bereits bestehendes Wissen zurückzugreifen, um beispielsweise neu aufgestellte Hypothesen zu überprüfen. Dieses bestehende Wissen dient somit als Basis für die eigenen Überlegungen.
Dabei ist allerdings zu beachten, dass jede Übernahme von Fremdwissen gekennzeichnet werden muss. Dies entspricht der guten wissenschaftlichen Praxis, denn nicht gekennzeichnete Übernahmen fremden Wissens führen zu Plagiatsvorwürfen, die schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen können. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, jene Quellen zu zitieren, aus denen das Fremdwissen stammt. Abhängig von der Fachrichtung gibt es unterschiedliche Zitierweisen, über die Du Dich im Vorfeld informieren musst. Allen Fachrichtungen gemeinsam ist das Literaturverzeichnis, welches dem Text der Bachelorarbeit oder Masterarbeit folgt.
Im Literaturverzeichnis werden alle verwendeten Quellen, aus denen im Verlauf der wissenschaftlichen Arbeit zitiert wurde, aufgelistet. Gutachter bzw. Leser bekommen somit einen Überblick, auf welche Quellen sich der/die AutorIn der Arbeit beruft.

TIPPS:

  • Informiere Dich, welche formalen Vorgaben in Deinem Fall gelten. Jede Fachrichtung – und innerhalb einer Fachrichtung manchmal sogar jeder Dozent – hat eigene Richtlinien, wie ein Literaturverzeichnis formatiert werden soll.
  • In sehr vielen Fachrichtungen werden Literaturverzeichnisse alphabetisch nach dem Nachnamen des Autors sortiert. Davon gibt es allerdings Abweichungen. Informiere Dich diesbezüglich!
  • Achte darauf, ins Literaturverzeichnis nur jene Quellen aufzunehmen, die Du tatsächlich benutzt hast.

Wie fügt man ein Literaturverzeichnis in Word ein?

Anhand von Screenshots wird Dir Schritt für Schritt gezeigt, wie man in Word 2013 ein automatisch aktualisierbares Literaturverzeichnis einfügt.

Die Vorteile eines automatisch erstellten Literaturverzeichnisses

Um eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit (zum Beispiel eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit) zu verfassen, zieht man in der Regel eine Vielzahl an Quellen heran, die in weiterer Folge im Text genannt werden müssen. Egal, für welches Zitiersystem man sich entscheidet: Das Erstellen eines Literaturverzeichnisses ist immer mit viel Arbeit verbunden und birgt einige Fehlerquellen. Diese lassen sich mit einem automatisch erstellten Verzeichnis bis zu einem gewissen Grad ausschließen. Außerdem erspart man sich auf diese Weise das wiederholte Eingeben von Daten. Die dadurch gewonnene Zeit lässt sich für andere wichtige Aspekte sinnvoll einsetzen.

Voraussetzungen, um ein Literaturverzeichnis zu erstellen

Word generiert ein Literaturverzeichnis anhand von bestimmten Daten. Dabei handelt es sich um Stellen, die als Zitat gekennzeichnet und mit einer Quellenangabe versehen sind.
Als ersten Schritt wählst Du die Registerkarte „Verweise“ aus und definierst in der Gruppe „Zitate und Literaturverzeichnis“ die gewünschte Formatvorlage, anhand der die Quellenangaben formatiert werden sollen. Diese Formatvorlage lässt sich auch nachträglich noch ändern.

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Setze danach den Cursor an jene Stelle, an der eine Quellenangabe eingefügt werden soll. Wähle wiederum die Registerkarte „Verweise“ aus und wähle in der Gruppe „Zitate und Literaturverzeichnis“ die Option „Zitat einfügen“.

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Danach öffnet sich ein Popup-Menü mit zwei Auswahlmöglichkeiten: Entweder fügst Du die Quellenangabe sofort mit den korrekten Daten ein, dazu wählst Du die Option „Neue Quelle hinzufügen…“, oder Du fügst einen vorübergehenden Platzhalter ein, den Du beliebig benennen kannst. Es ist möglich, den Platzhalternamen nachträglich zu bearbeiten und die vollständigen Daten hinzuzufügen.

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Wähle die Option „Neue Quelle hinzufügen…“, um die Daten der Quelle einzugeben.

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Klicke auf „OK“, woraufhin von Word eine Quellenangabe in den Text gefügt wird.

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Um die Nachprüfbarkeit zu gewährleisten, umfasst ein korrektes Zitat in der Regel auch die Seitenzahl. Die Seitenzahl kann hinzugefügt werden, indem Du mitten im Zitat auf die rechte Maustaste klickst. Es öffnet sich folgendes Menü:

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Wähle die Option „Zitat bearbeiten“. Nun kannst Du die Seitenzahl eingeben.

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Da es sich hier um ein indirektes Zitat handelt, muss der Quellenverweis in der Regel noch um ein „vgl.“ erweitert werden. Dazu klickst Du wieder mit der rechten Maustaste in die Quellenangabe. Nun wählst Du die Option „Feld bearbeiten“.

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Die Zeile „Feldfunktionen“ erweitertest Du nun um den Zusatz \f „vgl. “. Klicke auf „OK“.

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Dein Quellenbeleg beinhaltet nun alle erforderlichen Informationen.

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Das Einfügen des Literaturverzeichnisses

Das Literaturverzeichnis wird entweder nach Beendigung der Arbeit am Text der Bachelorarbeit oder Masterarbeit eingefügt oder aber zu dem Zeitpunkt, an dem Du die Notwendigkeit siehst, Dir einen Überblick über die in der Arbeit verwendeten Quellen zu verschaffen.

Du setzt als ersten Schritt den Cursor an jene Stelle, an der Du das Literaturverzeichnis erstellen möchtest. Dies ist in der Regel zwischen Haupttext und Anhang. Wähle danach in der Registerkarte „Verweise“ in der Gruppe „Zitate und Literaturverzeichnis“ die Option „Literaturverzeichnis“ aus.

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Du hast nun die Möglichkeit, Dich zwischen mehreren Formatvorlagen zu entscheiden. Wähle die gewünschte aus und klicke sie an. Danach generiert Word das Literaturverzeichnis.

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TIPPS:

  • Nach Beendigung aller Arbeiten am Text (Korrekturlesen und Formatieren) ist es ratsam, alle Verzeichnisse zu aktualisieren, um etwaige Änderungen zu übernehmen. Auch das Literaturverzeichnis kann mit einem Klick auf die rechte Maustaste, wonach ein Popup-Menü erscheint, bei dem die Option „Felder aktualisieren“ ausgewählt wird, aktualisiert werden.
  • Je sorgfältiger Du bereits bei der Erstellung des Textes arbeitest, desto weniger Zeit musst Du beim Erstellen des Literaturverzeichnisses investieren. Füge alle Quellenangaben sofort ein, denn ein nachträgliches Einfügen kostet sehr viel Zeit.

Das Verwalten der Quellen

Sowohl bei Bachelorarbeiten als auch bei Masterarbeiten handelt es sich um umfangreiche Texte, wobei im Regelfall sehr viele Quellen herangezogen werden. Word bietet mithilfe der Option „Quellen verwalten“ die Möglichkeit, innerhalb der herangezogenen Literatur zu suchen und sie bei Bedarf zu modifizieren.

Dazu wählst Du die Registerkarte „Verweise“ aus und klickst in der Gruppe „Zitate und Literaturverzeichnis“ auf den Befehl „Quellen verwalten“. Folgendes Menü erscheint:

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Während alle im aktuellen Dokument verwendeten Quellen in der „aktuellen Liste“ aufgelistet werden, scheinen in der „Masterliste“ auch jene Quellen auf, die in anderen Dokumenten verwendet wurden.
Um bestimmte Quellen zu finden, hast Du zwei Möglichkeiten. Trage in das Feld „Suchen“ den Namen des Autors oder den Titel der Quelle ein. In Abstimmung mit Deinem Suchbegriff wird die Liste nun dynamisch angepasst. Des Weiteren kannst Du alle vorhandenen Quellen im Feld „Sortieren“ entweder nach Autor, Jahr, Titel oder Tagname des Zitats sortieren. Auch in diesem Fall werden die Listen automatisch angepasst, sodass die Suche schneller vonstattengeht.
In diesem Menü können sowohl Platzhalter als auch Quellen zum einen bearbeitet, zum anderen neu erstellt werden.

Fazit

Word 2013 bietet mit den Möglichkeiten, Quellen übersichtlich zu verwalten sowie automatische Literaturverzeichnisse zu erstellen, ein nützliches Hilfsmittel, um die Fehleranfälligkeit im Umgang mit wissenschaftlichen Quellen zu reduzieren. Sofern alle Quellenbelege als Zitat eingefügt wurden, werden bei der Erstellung eines Literaturverzeichnisses keine Quellen mehr versehentlich übersehen. Diese Funktion unterstützt also beim sauberen wissenschaftlichen Arbeiten, denn korrekte Quellenbelege schützen einerseits vor Plagiatsvorwürfen und erhöhen andererseits die Nachprüfbarkeit. Gutachter überprüfen in der Regel die Vollständigkeit der Quellenangaben stichprobenartig, sodass Du mit einem vollständigen und sorgfältig ausgearbeiteten Literaturverzeichnis nicht riskierst, eine schlechtere Benotung zu bekommen.

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Über den Autor:
marina.feidel@mentorium.de

Marina Feidel studierte Wirtschaftswissenschaften (Regionalmanagement) an der FH Eberswalde. Während ihres Studiums hat Frau Feidel bereits als Tutorin ehrenamtlich Studenten zum Thema "Wissenschaftliches Schreiben" betreut. In einem Redaktionsteam hat Sie an unserem kostenlosen und umfangreichen eBook (Ratgeber) zum Thema "Wissenschaftliches Arbeiten" mitgewirkt und dabei ihr Wissen und ihre Erfahrung in der wissenschaftlichen Betreuung von Studenten einfliessen lassen. Frau Feidel unterstützt mit ihren ehrenamtlichen Beiträgen zur Mentorium Wissensdatenbank auch in Zukunft Studenten bei der Erstellung von Hausarbeiten, Seminararbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten.



 

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