Wissenschaftliches Arbeiten

Willkommen zum Blog Wissenschaftliches Arbeiten für Studenten und Doktoranden. Wir von Mentorium helfen Studenten beim Schreiben ihrer Hausarbeit, Seminararbeit oder einer Bachelorarbeit, Masterarbeit und Diplomarbeit. Auch als Doktorand findest Du hier interessante und auch wichtige Informationen sowie Tipps zum Schreiben Deiner Dissertation.

 

Über das Inhaltsverzeichnis kannst Du dabei darüber hinaus direkt auf ein von Dir gewünschtes Thema springen. Innerhalb eines Abschnittes „Wissenschaftliches Arbeiten“ kannst Du zudem bequem über das rechte Menü Kapitel für Kapitel durcharbeiten. Zusätzlich gibt es rechts auf jeder Seite auch eine Liste mit den wichtigsten Tipps und Themen zum Schreiben einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit.

Alles, was Du zum wissenschaftlichen Arbeiten wissen willst

Alle wichtigen Tipps zum Schreiben einer Hausarbeit, Bachelorarbeit sowie Masterarbeit und Dissertation findest Du hier! In unserem Ratgeber-Blog findest Du dazu alle wichtigen Themen: Von der Themensuche, über die Planung, der Suche nach dem passenden Betreuer, der Literaturrecherche, dem Schreiben, Zitieren, dem Layouten nach Vorgaben, Drucken und Binden sowie Publizieren einer wissenschaftlichen Arbeit. In unserem Blog Wissenschaftliches Arbeiten findest Du dafür zudem alle wichtigen Tipps.

Wir freuen uns außerdem auch auf Dein Feedback, falls Du Themen vermisst, die Dich interessieren. Unser eBook Wissenschaftliches Arbeiten ist lebendig, d.h. wir aktualisieren und verbessern es auf Grundlage Deines Feedbacks und das anderer Leser. Es ist für Studenten und Doktoranden geschrieben und lebt von eurem Feedback.

 

Wissenschaftliches Arbeiten in der Abschlussarbeit

Wissenschaftliches Arbeiten - eine Hausarbeit schreiben

Wissenschaftliches Arbeiten – Hausarbeit schreiben

Unser Blog Wissenschaftliches Arbeiten unterstützt Studenten beim Schreiben einer Hausarbeit und Seminararbeit. Auch in unserer Wissensdatenbank findest Du dafür viele Tipps, Checklisten und Beispiele für Deine Hausarbeit. Hier der Einstieg über diesen Blog: Eine Hausarbeit schreiben!

Wissenschaftliches Arbeiten - Bachelorarbeit schreiben

Bachelorarbeit schreiben – alles zum wissenschaftlichen Arbeiten

Du musst Deine Bachelorarbeit schreiben und fragst Dich wie das geht und was Du dabei beachten musst? Finde hier einen Einstieg für Deine Bachelorarbeit. Auch in unserer sehr umfangreichen Wissensdatenbank findest Du Tipps zur Bachelorarbeit und alles zur Themenfindung, Planung, Gliederung einer Bachelorthesis, sowie korrekt Zitieren und vieles mehr. Wissenschaftlich Arbeiten kann auch Spaß machen!

Wissenschaftliches Arbeiten - eine Masterarbeit schreiben

Wissenschaftliches Arbeiten – Masterarbeit schreiben

Die Bachelorarbeit ist nun zwei oder mehr Jahre her. Eine Masterarbeit schreiben ist nun etwas aufwendiger. Du wirst sehen, dass es sich dabei lohnt von Anfang an alles richtig zu machen. Überleg Dir genau Dein Thema, mache keine Kompromisse bei der Planung, der Quellenarbeit, dem Exzerpieren und dem korrekten Zitieren. Korrekt wissenschaftlich Arbeiten hilft Dir nicht nur bei Deiner Masterarbeit, sondern auch im akademischen Berufsleben.

Wissenschaftliches Arbeiten - Dissertation schreiben

Wissenschaftliches Arbeiten – Dissertation schreiben

Eine Dissertation schreiben ist ein sehr langwieriger Prozess. Der Einstieg sollte jedoch gut durchdacht und geplant sein. Wer zu Beginn das Thema bzw. die Forschungsfrage nicht richtig einschränkt und sich fokussiert kann deswegen später viele Probleme bekommen.

Wissenschaftliches Arbeiten – Tipps und Beispiele

Inhalt


Wissenschaftliches Arbeiten in der Hausarbeit und Bachelorarbeit, aber auch in der Masterarbeit oder Dissertation ist für viele zunächst noch ein Buch mit sieben Siegeln. Es klingt jedoch wunderbar seriös und ist dabei im Studium natürlich auch absolut unverzichtbar. Aber: Was konkret bedeutet es, von der
Einleitung über den Hauptteil bis hin zum Fazit wissenschaftlich zu arbeiten? Und wie funktioniert es? Die erste Hausarbeit ist natürlich ein guter Zeitpunkt dafür, um das herauszufinden. Wer dabei nicht mit vagem Halbwissen von Kapitel zu Kapitel stolpern will, ist allerdings bestens beraten, wenn er sich  an die folgenden Grundregeln hält.

Relevanz + Klarheit für gutes wissenschaftliches Arbeiten

Um eine solide Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation abzuliefern, muss natürlich klar sein, worum es darin gehen soll. Darum also steht das Finden und Formulieren einer Fragestellung an erster Stelle. Dafür muss man dann zunächst herausfinden, woran man Lust hat zu forschen. Meist kann man die eigenen Interessengebiete auch rasch aufspüren, indem man entsprechend die vergangenen Semester Revue passieren lässt. Dabei ist es aber dem Schreiber überlassen, ob er sich in seiner Arbeit mit der Erforschung von Phänomenen, von selbst erhobenen Daten, von Theorien oder auch Begriffen befassen will.

Hat man hingegen eine Fragestellung gefunden, muss man im nächsten Schritt noch prüfen, ob sie für das eigene Fach wissenschaftlich relevant ist (die Universität Regensburg hat typische Probleme zusammengestellt, das Fehlen einer Forschungsfrage ist die Nummer 1.) Das heißt: Auch andere Akademiker haben sich dann bereits schon mit dem Thema beschäftigt, haben die eigene Fragestellung aber bisher noch nicht beantwortet. Ist dies der Fall, sollte dabei schließlich auch die Realisierbarkeit des Forschungsvorhabens auf dem Prüfstand stehen. Hierbei gilt es jedoch, die zur Verfügung stehende Zeit, die materiellen Ressourcen und zudem natürlich auch die eigenen Kompetenzen realistisch einzuschätzen (Sieh dazu auch den Blog der Universität Paderborn).

In einem letzten Schritt steht die präzise Formulierung der Forschungsfrage im Fokus (vgl. Bänsch/Alewell 2013: 28). Es lohnt sich hier ausgiebig mit Wortwahl und Satzbau zu experimentieren, damit die Frage unmissverständlich ist.

Wissenschaftliches Arbeiten: Logik + Roter Faden

Steht die Forschungsfrage dann auf sicheren Beinen, kann man ihr allerdings ein Geländer zur Seite stellen, an der sie sich dann durch den Text hangeln kann. Eine Gliederung zu entwickeln ist also der zweite Schritt wissenschaftlichen Arbeitens. Anhand von Hauptkapiteln, Unterkapiteln und Unterpunkten soll hierbei sichtbar werden, wie man vorhat die Forschungsfrage im Textverlauf zu beantworten. Es muss allerdings auch ablesbar sein, welche fachliche Methode und welche Inhalte hierfür herangezogen werden (vgl. Bänsch/Alewell 2013: 69). Dabei ist es natürlich wichtig, diese Informationen dabei nicht wahllos, sondern logisch zu verbinden, denn die Gliederung ist als nachvollziehbare Argumentationskette zu verstehen. Jedes Kapitel baut insofern auf das vorherige auf. Steht ein Kapitel in keinem logischen Zusammenhang zum nächsten, dann ist es entweder fehl am Platz oder sogar verzichtbar.

Die Aufteilung der zu vermittelnden Inhalte in Hauptkapitel und Unterkapitel ermöglicht während des Beantwortens der Forschungsfrage auch Exkurse. Hierbei sollte man jedoch beachten, stets den Hauptkapiteln mehr Platz und jedem Unterkapitel in etwa gleich viel Platz einzuräumen. Obgleich in Unterkapiteln lediglich Vertiefungen einzelner Aspekte ausgeführt werden, ist es dahingehend wichtig, einen logischen Zusammenhang zwischen allen Haupt- und auch Unterkapiteln herzustellen. Nur auf diese Weise entsteht dabei ein Textganzes, in dem der Rote Faden erkennbar ist. Darüber hinaus hat die Gliederung noch einen weiteren Nutzen. Wer im Zuge der Schreibarbeit Gefahr läuft sich zu verzetteln, kann so dank ihr den Überblick über die eigene Arbeit behalten. Wer sich trotzdem um den roten Faden sorgt, erhält indes in einem Lektorat einer Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation wertvolle Hinweise.

Transparenz + Auswahl der Quellen beim wissenschaftlichen Arbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet allerdings aber auch, den eigenen Weg zur Beantwortung der Forschungsfrage für den potentiellen Leser transparent und nachvollziehbar zu machen. Es muss deshalb offengelegt werden, auf welche Weise, das heißt mittels welcher Methoden und unter Zuhilfenahme welcher Quellen Wissen gewonnen wurde. Bezieht man sich auf selbstständig geleistete Forschungsarbeit, gilt es also, das eigene Vorgehen dahingehend zu begründen sowie nach Möglichkeit reproduzierbar zu machen (vgl. Kruse 2014: 23). Zieht man dagegen Forschungsmaterialien anderer für die eigene Argumentation zu Rate, beispielsweise Literatur, die man schließlich bei der Literaturrecherche gefunden hat, gelten hingegen strenge Zitationsregeln. Das Zitieren fremder Arbeiten ohne dies erkenntlich zu machen, ist dementsprechend „Diebstahl geistigen Eigentums“ und hält dann auch keiner Plagiatsprüfung stand (vgl. hierzu die Definition von Plagiat im Duden).

Doch nicht nur auf die richtige Zitierweise, auch auf die richtige Auswahl der Quellen kommt es an. Dabei ist es für die eigene Forschung natürlich wichtig, den bisherigen Wissensstand zum Thema zu kennen. Sekundärliteratur muss also gewälzt werden, um bei der Beantwortung der eigenen Fragestellung zum Einsatz kommen zu können. Weil in Vorbereitung auf eine Abschlussarbeit meist aber deutlich mehr gelesen wird, als nachher tatsächlich brauchbar ist, muss man die Quellen dann sorgfältig filtern. Nicht alles Wissen kann und darf schließlich Eingang in den Text finden (vgl. Theisen 2013: 46).

Wissenschaftliches Arbeiten: Sachlichkeit + Objektivität

Zwei weitere Gütekriterien für wissenschaftliches Arbeiten lauten außerdem Sachlichkeit und Objektivität. Anstelle wahlloser Annahmen oder ungestümer Ausführungen müssen deshalb begründete Argumente zur Beantwortung der Forschungsfrage führen. Subjektive Meinungen und Urteile sowie Pathos und Polemik haben dementsprechend in einem wissenschaftlichen Text der Abschlussarbeit nichts zu suchen. Objektiv hingegen ist eine Aussage immer dann, wenn sie unabhängig vom Beobachter von diesem sachlich erläutert und logisch hergeleitet also bewiesen wird (vgl. hierzu die Definition von Objektivität im Wirtschaftslexikon von Gabler).

Das Ziel einer Forschungsarbeit ist es also, den potentiellen Leser schließlich nicht zu überreden oder zu manipulieren, sondern ihn durch eine gute wissenschaftliche Qualität zu überzeugen. Sollte jedoch eine persönliche, wertende Stellungnahme ab und an nicht vermeidbar sein, sollte diese in jedem Fall als solche deutlich gemacht werden. Übrigens müssen Sachlichkeit und Objektivität nicht zwangsläufig zu einem staubtrockenen Schreibstil führen. Rhetorische Finessen und der ein oder andere dramaturgische Kniff haben schließlich noch keiner Abschlussarbeit geschadet.

Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit

In diesem Kapitel findest Du Informationen über den Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit. Außerdem wird Dir hierbei erklärt, wie Du den Inhalt Deiner Arbeit gliederst. Bevor Du mit dem Schreiben beginnst, beachte dabei das Thema Wissenschaftlicher Schreibstil, denn auch hinsichtlich des Schreibstils solltest Du einige Dinge berücksichtigen.

Wissenschaftliches Arbeiten: Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit im Überblick
Abb. 1: Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit im Überblick

Deckblatt

Hinsichtlich der Gestaltung des Deckblattes werden in vielen Fällen vom jeweiligen Institut Empfehlungen gegeben, an die man sich auch halten sollte. Es enthält üblicherweise folgende Informationen:

  • Titel der Arbeit
  • Vor- und Familiennamen des Verfassers
  • die Art der Arbeit
  • Ort und Datum
  • Angaben zur Lehrveranstaltung und zum Betreuer sowie zum Institut, an dem die Arbeit eingereicht wird.
  • Zusätzliche Angaben, z. B. Telefonnummer, Geburtsdatum und/oder Adresse des Studierenden werden von manchen Instituten ebenfalls vorgeschrieben.

Wissenschaftliches Arbeiten: Beispiel für das Deckblatt
Abb. 2: Beispiel für das Deckblatt

Inhaltsverzeichnis

Jede wissenschaftliche Arbeit verfügt über ein Inhaltsverzeichnis. Eigne Dir deshalb Wissen an, wie Du ein aktualisierbares Inhaltsverzeichnis in Word erstellen kannst! Wichtig: Kapitelüberschriften und Einträge im Inhaltsverzeichnis müssen dabei übereinstimmen.

Wissenschaftliches Arbeiten: Beispiel für das Inhaltsverzeichnis
Abb. 3: Beispiel für das Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Weitere Verzeichnisse, wie Abkürzungsverzeichnis, Tabellenverzeichnis und Abbildungsverzeichnis, benötigst Du abhängig von den Anforderungen Deiner Arbeit bzw. Deines Institutes.
Alle in der Arbeit verwendeten Abkürzungen schreibst Du folglich ins Abkürzungsverzeichnis. Für alle Leser muss dabei nachvollziehbar sein, worauf Du Dich beziehst. Eine Ausnahme gibt es: Verwendest du nur allgemein bekannte Abkürzungen, wie d. h., z.B., etc., usw., musst Du deswegen kein Abkürzungsverzeichnis erstellen.

Beispiel für das Abkürzungsverzeichnis
Abb.4: Beispiel für das Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Alle in der Arbeit verwendeten Tabellen und Abbildungen werden in den Tabellen- und Abbildungsverzeichnissen aufgelistet. Damit man die einzelnen Objekte findet, musst Du Seitenzahlen einfügen. Das folgende Modell solltest Du berücksichtigen:

Beispiel für das Tabellenverzeichnis
Abb. 5: Beispiel für das Tabellenverzeichnis

Es muss dazu die Tabelle samt Nummer genannt werden, die Beschriftung, die sich in der Arbeit unter der Tabelle befindet und die Seitenzahl. Nach dem gleichen Schema sind Abbildungsverzeichnisse aufgebaut.
Im Inhaltsverzeichnis müssen diese Verzeichnisse aufscheinen. Sehr oft sind Inhalts-, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis am Anfang einer Arbeit zu finden. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis können allerdings auch am Schluss stehen. Erkundige Dich, wie das in Deinem Fall gehandhabt wird.

Eidesstattliche Erklärung

Bei Abschlussarbeiten wie Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen musst Du eine sogenannte „Eidesstattliche Erklärung“ unterschreiben. Das ist ein vorgegebener Text, der besagt, dass Du die Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst sowie die benutzten Quellen als solche ordnungsgemäß gekennzeichnet hast. Informiere Dich, wie das in Deinem Fall gehandhabt wird, d. h. über den genauen Wortlaut der Erklärung und ihrer Position in der Arbeit, denn sie kann sowohl zu Beginn als auch am Schluss platziert werden.

Wissenschaftliches Arbeiten: Beispiel für die eidesstattliche Erklärung
Abb. 6: Beispiel für die eidesstattliche Erklärung

Abstract

Informationen darüber, was in der Arbeit gemacht wird und welche Ergebnisse daraus resultieren, geht dabei aus dem Abstract Schreiben hervor. Er wird folglich auch Zusammenfassung genannt. Leser Deiner Arbeit erhalten hier einen Überblick über das Thema, die Vorgehensweise und die Resultate. Hier soll nur das Wesentliche genannt werden, halte ihn aus diesem Grund kurz und bündig.

Wichtig: Nicht in allen wissenschaftlichen Arbeiten wird ein Abstract verlangt. Zum einen hängt das mit der Fachrichtung und dem Institut zusammen, zum anderen mit der Art der Arbeit. Während bei kleineren Abhandlungen oft kein Abstract notwendig ist, muss er oftmals bei umfangreichen Arbeiten, wie Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen, jedoch geschrieben werden. Informationen über die Länge und über die Sprachen, in denen der Abstract zu verfassen ist (zumeist Deutsch und Englisch), bekommst Du an dabei Deinem Institut.

Seine Bestandteile: Die Fragestellung sollte genannt werden, Vorgehensweise und Methode sollten erläutert sowie die wichtigsten Ergebnisse und Schlussfolgerungen gezeigt werden. Ein Abstract umfasst ca. eine halbe Seite.

Vorwort

In umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten (v. a. Dissertationen und Habilitationen) ist es zudem möglich und in vielen Fällen üblich, ein Vorwort zu schreiben. In diesem Teil finden sich beispielsweise die persönlichen Beweggründe, die einen Wissenschaftler dazu veranlasst haben, sich seinem Themengebiet zu widmen. Auch Danksagungen (an den Doktorvater, die Doktormutter; Mitarbeiter von Institutionen; Kollegen, mit denen wertvolle Diskussionen geführt wurden; aber auch an die Familie, die bei umfangreichen Arbeiten immer einen gewissen Teil mitträgt) werden in diesem Teil geschrieben. Bei einer Bachelorarbeit und Masterarbeit kann natürlich auch ein Vorwort verfasst werden, allerdings ist das nicht üblich.

Hauptteil

Die Einleitung stellt im Prinzip den Wegweiser durch den Hauptteil dar. Sie soll den Leser ans Thema heranführen und dabei Auskunft darüber geben, welche Aspekte in der Arbeit abgehandelt werden. Eine systematische Vorgehensweise ist hier sinnvoll. Berücksichtige dazu die folgenden Aspekte Schritt für Schritt.

Der Haupttext gliedert sich in Einleitung, Hauptteil und Schlussteil.

  1. Das Thema vorstellen.
  2. Kurz beschreiben, welche Literatur schon zu diesem Thema vorhanden ist.
  3. Das Ziel der Arbeit formulieren (Forschungsfragen, Hypothesen…)
  4. Die Vorgehensweise beschreiben.
  5. Den Aufbau der Arbeit beschreiben.
  6. Wenn Du das Thema eingrenzen willst/musst, dann kannst Du an letzter Stelle auch bestimmte Themenbereiche ansprechen, auf die Du in der Arbeit nicht eingehst. Dieser Punkt muss nicht erfüllt werden.

Die Forschungsfrage oder Hypothese wird im Schlussteil (auch Zusammenfassung, Schlussbetrachtung oder Fazit genannt) beantwortet und begründet. Hier solltest Du die wesentlichen Ergebnisse nochmals kurz zusammenfassen. Außerdem kannst Du an dieser Stelle Empfehlungen abgeben für weitere Forschungsvorhaben, d. h. für Fragestellungen, die sich im Zuge der Forschungsarbeit neu gestellt haben und nicht beantwortet werden konnten. Auch Aspekte, die in Deiner Arbeit ausgeklammert werden mussten, kannst Du hierbei erwähnen. Wichtig: Gib keine neuen fachlichen Informationen, denn in den Schlussteil gehören nur Themen, die im Hauptteil bereits behandelt wurden. Hast du Probleme mit der Hypothese, kannst du dafür eine statistische Beratung kontaktieren.

Die eingangs gestellte Forschungsfrage oder These wird nachher im Hauptteil der Arbeit beantwortet. Der Aufbau Deines Hauptteils ist von der Fachdisziplin sowie der gewählten Fragestellung und Methode abhängig. An dieser Stelle musst Du jedoch unbedingt in der fachspezifischen Literatur nachlesen, denn hier kann nicht detailliert darauf eingegangen werden. Im Kapitel „Praktische Beispiele“ werden dennoch ein paar Möglichkeiten genannt. Bei empirischen Arbeiten kann man hier auch eine Datenanalyse Beratung oder einen Statistik Service in Anspruch nehmen, z.B. für eine Visualisierung.

Verzeichnisse und Anhang

Das Literaturverzeichnis und in manchen Fällen Tabellen- und Abbildungs verzeichnisse sowie andere Verzeichnisse befinden sich hinter dem Haupttext. Alles, was im Haupttext keinen Platz mehr hat, aber für das Verständnis der Arbeit notwendig ist, fügst Du als Anhang ein. Das sind z. B. umfangreiche Datensammlungen, ausführliche Grafiken, Tabellen, Übersetzungen oder Protokolle.

Wissenschaftliches Arbeiten: Beispiel für das Literaturverzeichnis
Abb. 7: Beispiel für das Literaturverzeichnis

Beispiele für den Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit

Beispiel 1

Zunächst siehst du, wie die Forschungsfrage nach der Fernsehdauer gegliedert werden kann. Anschließend folgen drei weitere Beispiele, die Dir Möglichkeiten, wie eine Arbeit aufgebaut werden kann, aufzeigen sollen.

  • Deckblatt
  • Inhaltsverzeichnis
(alles, ausgenommen das Inhaltsverzeichnis selbst und das Deckblatt, muss erscheinen)
  • Zusammenfassung (Abstract)

1. Einleitung

1.1 Sinn und Zweck der Untersuchung

Zuerst auf das Problem hinführen (beispielsweise erläutern, wie sich die Verfügbarkeit des Mediums Fernsehen gewandelt hat…). Dann die Ausgangslage erklären und daraufhin die Problematik erläutern. Erklären, woher das Problem kommt und auch, welche Ursachen es hat (z. B.: Was sind die Voraussetzungen dafür, dass auch Kinder diese Technologie nutzen können? Gruppenzwang? Kenntnisse von bestimmten Sendungen sind wichtig, um weiterhin mitreden zu können 
und um zur Gruppe dazuzugehören.) Dabei auf die Vor- und Nachteile eingehen. Auch pädagogische Ansätze erwähnen (beispielsweise: Sinnvoller Umgang mit neuen Medien sollte gelernt werden; Vorbildwirkung von Erwachsenen – und wie sieht das in der Realität aus?). Sozusagen alles, was man wissen muss, um die Ausgangslage der Studie in all ihren Facetten 
zu verstehen. Natürlich nur kurz beschreiben, aber die wesentlichen Punkte aufzeigen.

1.2 Stand der Forschung

Einen Überblick über die schon existierende Literatur geben. Welche Fachrichtungen beschäftigen sich schon mit dieser Thematik? Welche Studien gibt es bereits und was sagen sie aus? In welchen Punkten unterscheiden sie sich einerseits, in welchen ähneln sie sich andererseits? Welche Methoden werden angewendet und welche Theorien liegen dahinter? Welche Forschungslücken gibt es?

1.3 Forschungsfrage und Hypothesen

Formulierung der Forschungsfrage, Hypothese und Annahme: Differieren die Einschätzungen von Erziehungsberechtigten und Kindern bezüglich der Fernsehdauer der Kinder? Welche Unterschiede lassen sich dabei feststellen? Nicht nur sagen, dass Du zu einer bestimmten Annahme kommst, sondern auch, warum Du dazu kommst! Natürlich begriffe klären, sodass jeder weiß, wie Du ein bestimmtes Fachwort verwendest.

2. Methode

2.1 Konzeption und Methode

Genaue Beschreibung des Versuchsaufbaus: Welche Methode (in dem Fall Fragebogen) wählst Du und aus welchem Grund?

2.2 Datenerhebung

Wie kommst Du zu Deinen Daten? Wie gehst Du bei der Befragung vor?

2.3 Personen

Wer sind Deine Versuchspersonen und welche Gruppen gibt es? Also hier: Wie viele Eltern/Erziehungsberechtigte und wie viele Kinder brauchst Du für Deine Untersuchung?

2.4 Messinstrument

Wie ist der Fragebogen aufgebaut und welche Skalen liegen ihm zugrunde? Was wird gefragt? Woher stammt der Fragebogen? Wurde er übernommen und adaptiert?

2.5 Auswertung

Wie werden die Daten ausgewertet?

3. Ergebnisse

Genaue Beschreibung der gewonnenen Daten: Anzahl der Versuchspersonen, Alter und Geschlecht. Auswertung der Daten, die mittels Fragebogen erhoben wurden. Und auch hier gilt: Informiere Dich in der Fachliteratur, denn diese Inhalte sind lediglich als eine grobe Orientierungshilfe gedacht!

4. Diskussion

4.1 Methodische Aspekte

War der Versuchsplan so konzipiert, dass die Ergebnisse auch schlüssig sind? Welche Probleme sind aufgetreten?

4.2 Interpretation

An dieser Stelle schreibst du, was Deine Ergebnisse aussagen, also ob und wie 
die Frage(n) beantwortet werden konnte(n). Vergleiche Deine Ergebnisse mit früheren Studien, treten Widersprüche oder Gemeinsamkeiten auf? Bedeutung der Ergebnisse beschreiben (sowohl wissenschaftlich als auch politisch und pädagogisch etc…). Welche Fragen konnten nicht geklärt werden? Welche Fragen haben sich dabei währenddessen neu gestellt?

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis nach Bedarf

(nur, wenn auch fachspezifische Abkürzungen verwendet werden)

Tabellenverzeichnis

-alle Tabellen auflisten und dabei die Seitenzahl angeben

Abbildungsverzeichnis

-alle Abbildungen auflisten und dabei die Seitenzahl angeben

Anhang

-hier fügst Du, bei Bedarf, Deine sowohl deine umfangreicheren Daten als auch deine Analysen etc. ein

Beispiel 2

Als ein weiteres Beispiel für einen möglichen Aufbau siehst Du hier eine kunsthistorische Arbeit: 
Gefragt wird, ob eine Skulptur XY bestimmte Stilmerkmale aufweist; wenn ja, welche.

Deckblatt

Inhaltsverzeichnis

(keine weiteren Verzeichnisse, weil in diesem Beispiel nicht erforderlich)

1. Einleitung

Beschreibung des Werkes XY und Einordnung ins Gesamtwerk des Bildhauers; mögliche Gründe für den Bildhauer, bestimmte Stilmerkmale umzusetzen; Formulierung der Frage und des Ziels der Arbeit.

2. Struktur und Aufbau des Werkes

Hier wird das Werk XY genau untersucht und seine stilistischen Charakteristika werden herausgearbeitet.

3. Stilmerkmale

Hier werden die Stilmerkmale beschrieben, die Werke eines bestimmten Stils in der Regel aufweisen.

4. Analyse des Werkes XY

Hier wird das betreffende Werk hinsichtlich der vorab definierten Stilmerkmale untersucht.

5. Schlussbetrachtung

Hier wird die Forschungsfrage beantwortet und erklärt, wieso das Werk XY als stilzugehörig oder nicht betrachtet werden kann. Ist es ein umfangreicheres Werk, so wird beschrieben, welche Aspekte nicht betrachtet werden konnten. Sind im Zuge der Analysen weitere interessante Fragen aufgetaucht, werden diese folglich erwähnt.

Literaturverzeichnis

Im Vergleich dazu eine mögliche Gliederung einer kognitionspsychologischen Arbeit:
Hier wird ein Überblick über die Rolle des Arbeitsgedächtnisses beim Erlernen einer Tätigkeit XY gegeben. Man thematisiert lediglich schon vorhandene Untersuchungen, d. h. es handelt sich hierbei um eine reine Literaturarbeit.

Bespiel 3

Deckblatt

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung (Abstract)

Abbildungen und Tabellen nicht vorhanden, deshalb auch keine weiteren Verzeichnisse.

1. Einleitung

Beschreibung der Tätigkeit und die Rolle des Gedächtnisses dabei herausstreichen, auf vorhandene Literatur kurz eingehen, Ziel der Arbeit beschreiben (Überblick über den Stand der Forschung bekommen), Vorgehensweise (d. h. Methode) beschreiben (vorhandene Literatur auswerten und miteinander vergleichen), Aufbau der Arbeit beschreiben (Inhalte der einzelnen Kapitel kurz umreißen); erwähnen, was man nicht thematisiert.

2. Das Erlernen der Tätigkeit XY

Beschreibung, was die Tätigkeit XY umfasst; welche Strategien zum Erlernen angewandt werden; herausstreichen, dass es sich um eine Tätigkeit handelt, die komplexe kognitive Prozesse nach sich zieht. Rolle des Arbeitsgedächtnisses kurz umreißen: Wieso ist das Arbeitsgedächtnis hier wichtig?

3. Modelle des Arbeitsgedächtnisses

Beschreiben, welche verschiedenen Modelle es gibt (Unterkapitel 3.1, 3.2, 3.3…) Wie unterscheiden sie sich? Was ist ähnlich? Welche Vor- und Nachteile haben sie? Was sagen sie über das Erlernen der Tätigkeit aus?

4. Ansätze in der Pädagogik

Beschreiben, welche Autoren das Arbeitsgedächtnis als Grundlage für pädagogische Konzepte nehmen (Unterkapitel 4.1, 4.2, 4.3…). Wie unterscheiden sie sich? Was ist ähnlich? Was sagen sie aus?

5. Empirische Untersuchungen zum Erlernen der Tätigkeit XY

Alle empirischen Untersuchungen nennen und beschreiben, welche Rolle das Arbeitsgedächtnis hier einnimmt (Unterkapitel 5.1, 5.2, 5.3…). Zu welchen Ergebnissen kommen sie? Was ist ähnlich, was unterschiedlich?

6. Zusammenfassung

Darlegen, welche Rolle das Arbeitsgedächtnis beim Erlernen der Tätigkeit
XY aufgrund der erwähnten Studien und Erkenntnisse spielt. Zeigen, welche Fragen sich im Zuge der Arbeit neu gestellt haben. Erwähnen, was man dabei nicht thematisieren konnte. Ausblick geben, Bedeutung der Erkenntnisse für die Forschung, Wissenschaft und Pädagogik.

7. Literaturverzeichnis

Beispiel 4

Zum Vergleich dazu der mögliche Aufbau einer naturwissenschaftlichen Studie:

Deckblatt

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Hinführung zum Thema, vorhandene Literatur kurz erwähnen, Fragestellung und Ziel der Arbeit darlegen, Verfahren erwähnen.

2. Physikalische Grundlagen

Alle relevanten physikalischen Grundlagen beschreiben, in Unterkapitel gliedern (2.1, 2.2, 2.3…).

3. Versuchs- und Messanordnung

Aufbau des Versuchs beschreiben:

3.1 Prüfstandsaufbau darstellen

3.2 Komponenten und Funktion beschreiben

3.3 Technische Realisation. Wie kommt man zu seinen Daten?

3.4 Prüfstandsteuerung beschreiben

3.5 Ablauf

3.6 Art der Datenerfassung

4. Ergebnisse

Präsentation der gewonnenen Ergebnisse.

5. Diskussion

Beantwortung der Forschungsfrage anhand der Ergebnisse. Erwähnung von Einschränkungen, Problemen etc. Welche Fragen haben sich neu gestellt? Welche Bedeutung haben die gewonnenen Erkenntnisse für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft etc.?

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

In den Anhang kommen dann alle relevanten Tabellen, Daten, Abbildungen.
Zum Vergleich dazu der mögliche Aufbau einer naturwissenschaftlichen Studie.

10 Tipps zur wissenschaftlichen Arbeit

    1. Beziehe Dich immer auf wissenschaftliche Aussagen, und sowohl auf Daten als auch auf Fakten.
    2. Ungegliederte Texte sind schwerer verständlich; d. h. Du solltest einerseits Kapitel, andererseits auch Unterkapitel einfügen. Zusammenhängende Aussagen und Themenbereiche solltest Du zudem in Absätzen zusammenfassen.
    3. Vermeide zu viele Kapitel und Unterkapitel, ebenso wie Ein-Satz-Absätze.
    4. Überschriften solltest Du nummerieren (z. B.: 1.1, 1.2, 1.2.1, 1.2.2., 1.2.3., 2.1, 2.1.1., etc.)
    5. Beachte den Wissenshorizont Deiner Leser. Alle Sachverhalte, die Du als bekannt voraussetzen kannst, musst Du nicht erklären; alle speziellen Themenbereiche solltest Du ausführlicher erläutern.
    6. Verfasse die Einleitung und den Schlussteil zuletzt; wenn Du den Hauptteil geschrieben hast, kannst Du nachher anhand des bestehenden Hauptteils die Einleitung und den Schluss schreiben.
    7. Strukturiertes und konsequentes Arbeiten von Anfang an erleichtert Dir, den Überblick zu behalten.
    8. Widme Dich den relevanten Themenbereichen, so hält sich später der zeitliche Aufwand in Grenzen.
    9. Dein Thema soll eng gefasst sein und nicht ausufern. Viele Aspekte tauchen erst bei der Literaturrecherche oder bei der Planung und Durchführung eines Experiments, der Erstellung eines Fragebogens etc. auf.
    10. Übrigens unterstützen wir Studenten mit dem Lektorat für eine Bachelorarbeit, eine Masterarbeit sowie eine Hausarbeit. Sehr vielen Doktoranden helfen wir auch mit der sprachlichen und stilistischen Optimierung ihrer Dissertation.

    Wissenschaftliches Arbeiten ist schließlich kein Mysterium, sondern eine Technik, die jedoch klaren Regeln folgt. Ziel dieses Regelwerks sind dann eine relevante, präzise formulierte Forschungsfrage und ein logischer Weg zu ihrer Beantwortung – und zwar mit Hilfe korrekt zitierter Quellen und objektiver Argumente. Nicht zu unterschätzen ist dabei der Übungseffekt. Die Grundregeln kennen und genug Zeit haben, um sie zu verinnerlichen – so lautet dementsprechend der Masterplan, der dann sicher zur erfolgreichen Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation führt.

    Literatur

    Bänsch, Axel/Alewell, Dorothea (2013): Wissenschaftliches Arbeiten, 11. Aufl., München.

    Kruse, Otto (2014): Lesen und Schreiben, 2. Aufl., Stuttgart.

    Theisen, Manuel-René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten: Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit., 16. Aufl., München.

Teil I Wissenschaftliches Arbeiten

Kapitel 1  Von der Theorie …

Kapitel 2  Praxis – Wissenschaftlich Arbeiten

Teil II Spezifika wissenschaftlicher Abschlussarbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten – Hilfe für Abschlussarbeiten

Du schreibst gerade noch an Deiner Hausarbeit oder Seminararbeit? Deine Bachelorarbeit raubt Dir jedoch Deinen Schlaf? Mit dem Schreiben Deiner Masterarbeit hinkst Du dementsprechend hinterher und der Abgabtermin naht? Deine Dissertation hat nun bereits über 200 Seiten Umfang und Du ärgerst Dich außerdem über deine Schreibfähigkeiten und das bevorstehende Formatieren? Du konntest Dich in unserem Blog Wissenschaftliches Arbeiten orientieren und möchtest nun Deine Abschlussarbeit noch optimieren? Dann solltest Du unsere umfangreichen Text- und Sprachservices rund um wissenschaftliche Abschlussarbeiten und Publikationen nutzen! In unserer Wissensdatenbank findest Du mehr zum Thema wissenschaftliches Schreiben.