Masterarbeit verbessern

Lektorat Masterarbeit

Plagiate vermeiden

Plagiatsprüfung

Formale Gestaltung

Formatierung Masterarbeit
Home Wissensdatenbank Masterarbeit Gliederung der Masterarbeit: Wie es funktioniert!

Gliederung der Masterarbeit: Wie es funktioniert!

Veröffentlicht am . Zuletzt geändert am .
Die Gliederung der Masterarbeit


Die Gliederung einer Masterarbeit unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von der Gliederung kleinerer wissenschaftlicher Arbeiten. Einerseits muss die Arbeit gewisse Teile verpflichtend aufweisen, andererseits ist der Aufbau des Textteils in vielen Fällen vom Themenbereich und Fachbereich abhängig.

Was gehört in Aufbau und Gliederung einer Masterarbeit?

Die Gliederung für eine Masterarbeit kennst Du im Wesentlichen schon. Denn als Masterstudent hast Du schon die ein oder andere wissenschaftliche Arbeit verfasst oder sogar schon für Freunde das Masterarbeit Korrekturlesen übernommen. An dem altbewährten Prinzip von Fragestellung oder Hypothese, Hauptteil, Fazit der Masterarbeit ändert sich schließlich nichts.

Doch natürlich gibt es sowohl einige formale Voraussetzungen als auch besondere Anforderungen Deines Fachbereichs. Während zum Beispiel in Psychologie eine Datenerhebung eine Rolle spielen kann, ist eine philosophische Arbeit manchmal reine Theorie. Daher gibt es keine Musterlösung für den Aufbau der Masterarbeit (vgl. Burchert &  Sohr 2008: 83).

Der typische Aufbau einer Masterarbeit

Wenn es von Deiner Uni präzise Vorgaben zum Aufbau der Masterarbeit gibt, solltest Du diese natürlich zu Rate ziehen. Solltest Du aber keine genauen Angaben haben, kannst Du Dich an an einem Muster orientieren. Denn die wesentlichen Bestandteile der Gliederung einer Masterarbeit lassen sich verallgemeinern. Dies betrifft sowohl den Aufbau des Hauptteils als auch die Formalien und die Formatierung, die die meisten Universitäten verlangen:

  • Deckblatt Masterarbeit
  • Sperrvermerk Masterarbeit (optional)
  • Eidesstattliche Erklärung Masterarbeit(optional)
  • Danksagung Masterarbeit und Vorwort (optional)
  • Inhaltsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis und Tabellenverzeichnis
  • Einleitung (inkl. Forschungsstand)
  • Hauptteil
    • Grundlagenkapitel
    • Methodenkapitel
    • Ergebnisse
    • Diskussion der Ergebnisse
    • Fazit/Resümee/Zusammenfassung
  • Quellenverzeichnis
  • Anhang (optional)

 

Statt der allgemeinen Titel in unserer Übersicht, formulierst Du aussagekräftige Überschriften. Dabei müssen „Inhalt und Gliederung […] einander korrespondieren“ (Kohler-Gehrig 2008 :100).

Länge der Kapitel

Je nach Studienrichtung und Uni kann die Länge der Masterarbeit unterschiedlich sein. Während einige Arbeiten nur 40 Seiten umfassen müssen, verlangen andere Unis bis zu 120 Seiten. Nachdem Du Dich über die geforderte Länge informiert hast, lassen sich die Seiten gut in der Gliederung der Masterarbeit planen.

Sobald Du Dich tiefer in Die Forschungsfrage Deiner Masterarbeit eingearbeitet hast, erstellst Du eine Gliederung. Diese ist nicht in Stein gemeißelt. Beim Masterarbeit schreiben stellst Du die Gliederung auf die Probe und kannst sie verändern (vgl. Bänsch & Alewell 2013: 57). Jedoch kannst Du so schätzen, wie viele Seiten die einzelnen Kapitel in Anspruch nehmen werden.

Dabei gilt, dass sowohl die Einleitung der Masterarbeit als auch das Fazit 10 bis 15 Prozent des gesamten Umfangs ausmachen. Einige Unis bevorzugen eine kurze Einleitung von ein bis zwei Seiten. Demnach schreibst Du einen Hauptteil, der 70 bis 80 Prozent der Masterarbeit einnimmt. Denke daran, dass dies nur Richtwerte sind. Wenn Du verunsichert bist, kannst Du immer mit Deinem Gutachter Rücksprache halten.

Verschiedene Möglichkeiten der Gliederung für die Masterarbeit

Wie die Gliederung Deiner Masterarbeit aussieht, hängt auch davon ab, welche Art von Arbeit Du schreibst. Eine empirische Masterarbeit beispielsweise besteht auch aus einem zusätzlichen Analyse-Bereich, der die Interpretation und Visualisierung erhobener und analysierter Daten enthält. Eine statistische Beratung, ein Statistik Service oder ein Datenanalyse Service kann dabei helfen. Hier eine Übersicht über jene Schritte, die laut Leitfaden zur Erstellung von empirischen Masterarbeiten von der FU Berlin notwendig sind:

  • Fragestellung entwickeln, ggf. Hypothesen formulieren (auf der Grundlage theoretischer Vorüberlegungen)
  • Untersuchungsplan und -design festlegen (was soll anhand welcher Stichprobe mit welchen Methoden wie untersucht werden)
  • Durchführung der Datenerhebung
  • Statistische Auswertung der Daten und Diskussion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Fragestellung bzw. dem theoretischen Hintergrund

 

Die Schritte für die empirische Masterarbeit sind nicht selbsterklärend. Genau deshalb planst Du ein, Deine Untersuchungsmethode zu erklären. Danach stellst Du die Daten dar, die Du herausgefunden hast. Schließlich wertest Du die Ergebnisse aus. Damit steht ein großer Teil der Gliederung Deiner Masterarbeit bereits fest.

Schreibst Du hingegen eine theoretische Masterarbeit, spielen Datenerhebungen kaum eine Rolle. Wie wahrscheinlich aus Deinem Studium gewöhnt, konzentrierst Du Dich darauf, verschiedene Argumente zu beleuchten und zu diskutieren. Außerdem nimmt das Auswerten von Quellen einen wesentlichen Bestandteil Deiner Arbeitsschritte ein.

Erarbeitest Du für eine theoretische Masterarbeit die Gliederung, hängt der Aufbau sehr vom Thema ab. Pauschal lässt sich nur sagen, dass wie immer Deine Hypothese in der Einleitung zuerst kommt. Im Hauptteil der Masterarbeit stellst Du folglich klar, welche Sekundärliteratur es bereits zu Deiner Problemstellung gibt. Schließlich diskutierst Du das bestehende Problem mit der Fachliteratur im Rücken oder bietest sogar eine Lösung an.

Unser Tipp

Um hier korrekt zu zitieren und nichts zu vergessen, solltest du am Ende über eine Plagiatsprüfung nachdenken. So kannst du dir unnötige Probleme durch einen Plagiatsvorwurf sparen.

Sinnvoll gliedern: Wie und warum?

Der Aufbau der Masterarbeit orientiert sich nicht zuletzt an einigen Formalien. Doch vor allem im Hauptteil solltest Du an einer logisch aufbauenden Gliederung arbeiten. Dafür ist es sinnvoll, darüber nachzudenken, welchen Zweck die Gliederung erfüllt. Denn sie dient dem Leser als Orientierung.

Des Weiteren ist sie für Dich auch eine Schreibhilfe. Hast Du eine provisorische Gliederung der Masterarbeit erstellt, weißt Du, wo die Reise hingehen soll. Du kannst anhand der Gliederung überprüfen, ob Du die Forschungsfrage stellst, untersuchst und beantwortest oder diskutierst.

Dabei kann es sein, dass Du feststellst, dass Du noch gar keine ausgereifte Hypothese hast. Im Folgenden findest Du den Leitfaden zum Verfassen der Masterarbeit von der Universität Oldenburg. Hierdurch erhältst Du eine Übersicht über die verschiedenen Masterarbeitsphasen. Dies kann Dir entsprechend helfen, die nächsten Schritte zu planen.

Dein Job im Bereich Textservices

Dein Job im Bereich Statistik & Mathe

In die Gliederung der Masterarbeit gehören zu einem Kapitel in der Regel mehrere Unterpunkte. Dabei kann es variieren, wie viele Unterebenen Du benutzt. Ein typischer Fehler jedoch ist „Untergliederungen mit nur einem Unterpunkt“ (Karmasin & Ribing 2014: 52). Stattdessen solltest Du in einem Kapitel mindestens zwei Unterpunkte formulieren.

Die Ebenentiefe der Gliederung kann sowohl zu tief als auch zu flach ausfallen. Generell solltest Du aber nicht mehr als vier Tiefen verwenden (vgl. Ebster & Stalzer 2017: 86). Dies führt umso mehr zur Verwirrung als zu einer übersichtlichen Gliederung der Masterarbeit.

Bei der Nummerierung kannst Du im Inhaltsverzeichnis der Masterarbeit entweder eine rein numerische oder eine alpha-numerischen Gliederung nutzen. Wichtig ist aber, dass Du konsequent bei einer Art bleibst. Dementsprechend kann die Gliederung Deiner Masterarbeit wie folgt nummeriert sein:

Beispiel für numerische und alpha-numerische Gliederung

Abb. 1: Beispiel für numerische und alpha-numerische Gliederung

Beispiele für die Gliederung der Masterarbeit

Die Gliederung der Masterarbeit ist recht vage, wenn man kein Bezug zu einem Thema hat. Viel besser lässt sich ein guter logischer Aufbau der Masterarbeit aber an Beispielen zeigen. Liest Du Dir gute Gliederungen durch, kannst Du stets versuchen, sie auf Dein Thema anzuwenden.

Auszug aus der Gliederung einer Masterarbeit

Abb 2: Auszug aus der Gliederung einer Masterarbeit (Ebster & Stalzer 2017: 79)

Es kann sehr hilfreich sein, sich bestehende Gliederungen anzuschauen, um einen guten Aufbau der Masterarbeit zu finden. Um andere Werke einzusehen, kannst Du Dir Beispiel-Masterarbeiten auf der Seite der Uni Münster anschauen anschauen. Dort findest Du abgeschlossene Bachelor- und Masterarbeit.

Gliederung Masterarbeit: Do’s & Don’ts

Sobald Du einen Aufbau für Deine Masterarbeit festgelegt hast, kannst Du überprüfen, ob er gut oder verbesserungswürdig ist. Dafür zeigen wir Dir hier einige typische Fehler. Daneben findest Du zudem, wie Du diese ausbesser kannst.

Tabelle 1: Do’s und Don’ts beim Erstellen einer Gliederung Deiner Masterarbeit

Fehlerquelle Typischer Fehler So geht’s besser
Arbeitsgliederung

Entweder: einfach drauflos schreiben

Oder: um jeden Preis an provisorischer Gliederung festhalten

Arbeitsgliederung als Schreibhilfe erstellen, Gliederung bei Konflikten oder neuen Erkenntnissen anpassen
Formulierung der Überschriften Zu lange und detaillierte Gliederungspunkte Kurze und Prägnante Überschriften
Überschrift und Inhalt Kapitel beschäftigt sich mit viel mehr Inhalten als der Leser unter der Überschrift erwartet Überschrift und Inhalt passen zueinander, neue Inhalte kommen in ein Unterkapitel oder ins nächste Kapitel
Unterpunkte

Entweder: keine oder kaum Unterpunkte, Gliederung zu flach

Oder: zu viele Unterebenen, Gliederung der Masterarbeit zu aufgespalten

Maximal 4 Unterebenen, logische Unterteilung der Kapitel

Aber nicht nur in der Gliederung gibt es Fehler, die Studierenden häufig unterlaufen. Deshalb findest Du hier die die fünf häufigsten Fehler und Tipps für wissenschaftliche Arbeiten der Uni Regensburg.

Bei einer wissenschaftlichen Gliederung gibt es also einiges zu beachten, wie Du siehst. Trau Dich aber ruhig, eine Arbeitsgliederung zu erstellen. Dies erleichtert Dir immerhin das Schreiben. Denke darüber nach, ob die Gliederung Deiner Masterarbeit dem Leser dabei hilft, sich auf den Seiten zurechtzufinden. Bauen die Kapitel logisch aufeinander auf? Kannst Du diese Frage mit Ja beantworten, dann hast Du einen guten Aufbau für Deine Masterarbeit gefunden!

FAQ

Gibt es eine Musterlösung für die Gliederung meiner Masterarbeit?

Die Gliederung der Masterarbeit ist im Grunde genommen immer themenbezogen. Das gilt sowohl für den Aufbau der Gliederung als auch für die Formulierung der Überschriften. Achte darauf, dass die Kapitel sinnvoll aufeinander aufbauen. Du kannst die Gliederung auch mit Deinem Gutachter besprechen und diskutieren.

Wie viele Kapitel muss die Gliederung der Masterarbeit haben?

Nach der Einleitung folgt erst ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen. Dann hängen die Methode, die Ergebnisse sowie eine Diskussion der Ergebnisse in einzelnen Kapiteln an. Die Arbeit endet schließlich mit dem Fazit. In diesem allgemeinen Aufbau umfasst die Masterarbeit also fünf Kapitel. Je nach Thema kann die Gliederung Deiner Masterarbeit jedoch auch mehr Kapitel benötigen.

Wie verwende ich Unterpunkte im Aufbau einer Masterarbeit?

Die Gliederung der Masterarbeit sollte nicht nur eine Ebenentiefe umfassen. Stattdessen kannst Du mit maximal vier Unterebenen arbeiten. Achte jedoch darauf, dass Du die Arbeit nicht zu sehr zergliederst. Nur dann, wenn sich einige Seiten thematisch zusammenfassen lassen, lohnt sich eine neue Gliederungsstufe innerhalb eines Kapitels.

Wie formuliere ich aussagekräftige Überschriften in der Masterarbeit-Gliederung?

Die Überschriften sollen vor allem dem Leser die Orientierung erleichtern. Deshalb sind prägnante Substantive sinnvoll. Verwende zum Beispiel „Darstellung der…“, „Übersicht über…“, „Ergebnisse der…“ in Deiner Formulierung. Zusammen mit einem thematischen Bezug kannst Du dementsprechend gut darstellen, was das Kapitel zum Inhalt haben wird.

Literatur

Bänsch, Axel & Dorothea Alewell (2013): Wissenschaftliches Arbeiten, 11. Auflage München.

Burchert, Heiko & Sven Sohr (2008): Praxis des wissenschaftlichen Arbeitens: eine anwendungsorientierte Einführung, 2. Auflage München.

Ebster, Claus & Lieselotte Stalzer (2017): Wissenschaftliches Arbeiten für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, 5. Auflage Wien.

Karmasin, Matthias & Rainer Ribing (2014): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. 8. Auflage Wien.

Kohler-Gehrig, Eleonora (2008): Diplom-, Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten in den Rechtswissenschaften, 2. Auflage Stuttgart.

Anderen Studenten hat auch das noch gefallen
Autor: