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Was ist eine Promotion?

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Was ist eine Promotion?


28 Mai Was ist eine Promotion?

Die Promotion ist eine komplexe Aufgabe, die normalerweise mehrere Jahre in Anspruch nimmt. Deshalb erklären wir Dir hier nämlich nicht nur die wichtigsten Begriffe, sondern gehen zudem auch auf die Bedingungen und den Ablauf ein. Auch Deine Motivation kannst Du hier checken und Dich anschließend über die verschiedenen Arten der Promotion informieren.

Was ist eine Promotion? – Das solltest Du wissen

Als Promotion wird die Verleihung des Doktorgrades bezeichnet. Anders ausgedrückt, Du kannst also durch das sogenannte Promotionsverfahren einen der höchsten akademischen Grade erlangen. Je nach Universität und Fachrichtung gibt es dabei aber unterschiedliche Vorgaben und zudem auch Voraussetzungen fürs Promotionsverfahren. Allen gemeinsam ist dabei jedoch, dass Du einen Beitrag zur Forschung leistest. Dazu gehört dann nämlich auch, die Dissertation zu veröffentlichen.

Worin besteht der Unterschied zwischen Promotion und Dissertation?

Die Dissertation ist die „Doktorarbeit“ oder „Promotionsschrift“, welche Du dann auf jeden Fall anfertigen musst. Die Promotion dagegen ist dabei die eigentliche Verleihung des akademischen Grades. Also kurz gesagt, ohne Dissertation auch keine Promotion! Deine Arbeit muss dabei sowohl einen Forschungsbeitrag leisten als auch neue Erkenntnisse erbringen, denn nur dann kann sie veröffentlicht werden (vgl. Stock u. a., 2013). Hilfreiche Tipps für die Dissertation solltest Du dir deshalb auf keinen Fall entgehen lassen.

Bei der Promotion erhältst Du also den Doktorgrad und kannst vor Deinen Namen die Abkürzung Dr. setzen, beziehungsweise bei internationalen Promotionen meistens den PhD (Doctor of Philosophy). Eine abgeschlossene Promotion wiederum ist Voraussetzung für eine Habilitation, falls Du Deine wissenschaftliche Laufbahn auch noch mit einer Professur krönen möchtest.

Welche Bedingungen muss ich für eine Promotion erfüllen?

Je nach Universität gibt es verschiedene Zulassungsvorgaben, die Du auf jeden Fall erfüllen musst. Selbstverständlich ist dabei ein guter oder sogar sehr guter Abschluss des vorangegangenen Studiums. In einem nächsten Schritt musst Du dann einen Doktorvater oder eine Doktormutter finden, die Dich während der Dissertation betreuen.

Wenn Du, nach zumeist jahrelanger Arbeit, die Schreibarbeit für Deine Dissertation abgeschlossen hast, stehen die nächsten Schritte an. Du musst Dir darüber Gedanken machen, ob sich das Lektorat einer Dissertation für Dich lohnt und ob Du eine professionelle Formatierung und eine Plagiatsprüfung in Anspruch nehmen willst. Dann wirst Du Deine Dissertation mündlich verteidigen, auch Disputation genannt. Manchmal jedoch musst Du auch noch eine Prüfung über Dein Fachgebiet ablegen – diese Prüfung heißt  dann Rigorosum. Im Folgenden zeigt Dir die Abbildung übersichtlich den ganzen Ablauf von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens.

Ablauf einer Promotion – Übersicht der Technischen Universität Darmstadt
Abbildung 1: Ablauf einer Promotion – Übersicht der Technischen Universität Darmstadt

Welche Arten von Promotion gibt es überhaupt?

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Arten von Promotionen, die wir Dir hier kurz vorstellen und wir nennen für jede Variante praktische Beispiele.

Der klassische Weg ist die interne Promotion am Lehrstuhl einer Universität. Dort, wo Dein Doktorvater oder Deine Doktormutter lehren, bist Du angestellt. Dabei unterstützt Du bei der wissenschaftlichen Arbeit, unterrichtest manchmal auch Studenten und verfasst Deine Dissertation. Das Schreiben der Dissertation in einer Fassung wird auch Monografie genannt. Beispiele für eine solche Individualpromotion findest Du übrigens auch bei der Universität Hohenheim oder der Universität Regensburg.

Bei der kumulativen Promotion veröffentlichst Du Teilergebnisse Deiner Forschungsarbeit in Fachzeitschriften, wobei diese dann zusammengefasst als Dissertation bewertet werden. In diesem Fall gibt es also nicht die klassische Veröffentlichung in Buchform. Zu Deiner Information sind hier die Webseiten der Universität Köln und der Universität des Saarlandes verlinkt, die beispielsweise auch diese Form anbieten.

Als dritte Variante existiert inzwischen die externe Promotion, bei der Du die Dissertation neben dem Beruf schreiben kannst. Dabei ist die Beziehung zum Lehrstuhl Deiner Universität verständlicherweise nicht sehr eng und es wird zudem eine sehr große Selbständigkeit von Dir verlangt. Weitere Informationen zur berufsbegleitenden Form findest Du auch auf den Webseiten der Universitäten wie beispielsweise der Ruhr-Universität Bochum oder der Hochschule Neu-Ulm.

Als neuere Form ist das Graduiertenkolleg oder anders ausgedrückt, das strukturierte Promotionsstudium in den letzten Jahren dazugekommen. Dadurch möchten die Universitäten ihren wissenschaftlichen Nachwuchs noch besser fördern. Beispielsweise bieten sowohl die Universität Münster als auch die Universität Paderborn ein solches Programm an. Das Angebot umfasst normalerweise ein Angebot an fachbezogenen Wahlmodulen, die außerdem auch den Bereich „Soft Skills“ abdecken, z. B. auch wissenschaftliches Schreiben in englischer Sprache.

Warum eine Promotion?

Eine Promotion ist ein komplexes Projekt, mit dem Du die nächsten Jahre beschäftigt sein wirst. Daher ist es ganz wichtig, dass Du dir auch über die Gründe für Deine Motivation im Klaren bist. Das Schreiben einer Dissertation stellt mitunter eine Vielzahl an persönlichen Anforderungen, wie Eigenverantwortung, Engagement, Ausdauer und Durchhaltevermögen dar. Aus diesem Grund muss die Entscheidung für eine Promotion immer individuell und überlegt getroffen werden (vgl. Peters (2012)).

Die Checkliste im Folgenden kann Dir möglicherweise dabei helfen, die Gründe für eine Promotion zu visualisieren. Während in der ersten Spalte die möglichen Motivationsgründe aufgeführt sind, stehen die anderen Spalten für Deine persönliche Wertung zur Verfügung 
( = trifft voll zu, = bin unsicher, = trifft nicht zu). Anschließend kannst Du erkennen, wie stark Deine Motivation wirklich ist!

Tabelle 1: Checkliste für die Motivation zur Promotion

Motivation
Es besteht sehr großes Interesse für ein Fachgebiet
Ich kenne schon ein spannendes Thema
Die Promotion benötige ich, um eine wissenschaftliche Karriere zu starten
Mein Professor/meine Professorin haben mich angesprochen und ermutigt
Ohne Promotion kann ich in meinem Fach keine Karriere machen
Für mich zählt das Prestige einer Promotion
Die Promotion ist der Ausweg aus meiner Arbeitslosigkeit nach dem Studium
Mir ist klar, dass eine Promotion meinen Berufseinstieg um Jahre verzögert
Ich möchte mich persönlich und fachlich weiterentwickeln
An wissenschaftlichem Arbeiten finde ich großen Gefallen
Ich möchte mir selbst beweisen, dass ich zu einer Promotion fähig bin
Durch meine Promotion möchte ich ein höheres Einkommen erreichen
In meiner Familie haben schon immer alle promoviert
Mein Privatleben stützt und fördert meine Promotion

Ein Thema für meine Promotion?

Ganz wichtig ist, dass Dich das Thema wirklich interessiert, denn Du wirst in den nächsten Jahren viele Stunden damit verbringen. Es ist beispielsweise auch möglich, dass Du einen spannenden Aspekt aus dem Thema Deiner Masterarbeit für Deine Dissertation aufgreifen kannst.

Unser Tipp:

Sei stets über die Forschungsgebiete Deiner Universität informiert. Wenn Du Glück hast, leitet einer Deiner Professoren ein Forschungsvorhaben, das dein Interesse weckt und über das Du promovieren kannst.

Auf jeden Fall muss Dein Thema einzigartig sein. Für Recherche bietet sich anfangs die Datenbank der Deutschen Nationalbibliothek an, bei der Du alle bereits geschriebenen Dissertationen findest. Abschließend musst Du dann auch wissen, dass bei der Bewertung Deiner Arbeit Qualität und Originalität richtigerweise stets Vorrang vor Quantität haben, wie auch die Martin-Luther-Universität in ihrem Leitfaden feststellt.

Die Promotion ist ein umfangreiches Projekt und die Arbeit an Deinem Thema wird möglicherweise nicht immer so verlaufen, wie Du es Dir vorgestellt hast. Nicht jeder, der anfängt seine Dissertation zu schreiben, schafft es auch, sie zu beenden. Denn oft dauert es auch viel länger, als Du Dir anfangs vorgestellt hast oder Du triffst auch auf andere, unvorhergesehene Komplikationen (vgl. Schreiber (2015)). Insbesondere in diesen Phasen ist nämlich sowohl Kommunikation mit Deinem Betreuer als auch der Austausch mit anderen Promovierenden der Schlüssel zum Erfolg.

Promotion: Wunsch und Wirklichkeit

Wunsch und Wirklichkeit
Abbildung 2: Wunsch und Wirklichkeit (vgl. Hell, 2017)

Social-Media für Promotion und Forschung?

Hast Du schon von Researchgate gehört? Das solltest Du aber, denn hier sind weltweit rund 15 Millionen Forscher registriert. Dieses Netzwerk funktioniert nämlich wie andere Social-Media-Kanäle auch. Folgerichtig beginnst Du also damit, Dir ein Profil anzulegen. Voraussetzung ist dann allerdings, dass Du eine E-Mail-Adresse Deiner Forschungseinrichtung oder Universität hast.

Nun können die anderen Nutzer beispielsweise sehen, wo Du studiert hast, welche Veröffentlichungen Du hochgeladen hast und welche Forscher Dir zudem folgen. Ferner kannst Du Fachgespräche mit Kollegen von anderen Unis führen. Zudem kann Dir der Austausch mit Kollegen auch zu mehr Motivation in der Dissertation verhelfen. Du kannst dort auch Interessengebieten oder Publikationen folgen, um über relevante Inhalte informiert zu werden.

Wenn Du Dich über die verschiedenen Promotionsarten informiert und mit der Checkliste Deine Motivation überprüft hast, kannst Du mit der Bewerbung an Deiner Wunsch-Uni starten. Ein Austausch mit anderen Promovierenden ist dabei sicher genauso hilfreich wie eine Kommunikation über Social Media. Wir wünschen Dir ein gutes Gelingen bei Deinem nächsten Schritt im akademischen Werdegang!

Dein Job im Bereich Textservices

Dein Job im Bereich Statistik & Mathe

Literatur

Silke Hell (2017): Soll ich promovieren? Voraussetzungen, Chancen, Strategien, München

Stephan Peters (2012): Gut beraten durch die Promotion, Heidelberg

Anja Schreiber (2015): So promovieren Sie richtig: Der Leitfaden zum Doktortitel, ohne Ortsangabe

Steffen Stock, Patricia Schneider, Elisabeth Peper, Eva Molitor (2013): Erfolgreich promovieren: Ein Ratgeber von Promovierten für Promovierende, Berlin/Heidelberg

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