Dissertation verbessern
Dissertation korrekturlesen
Plagiate vermeiden
Plagiatsprüfung
Formale Gestaltung
Dissertation formatieren
Home Wissensdatenbank Dissertation Eidesstattliche Erklärung Dissertation – eine ehrliche Ansage

Eidesstattliche Erklärung Dissertation – eine ehrliche Ansage

Veröffentlicht am . Zuletzt geändert am .
Eidesstattliche Erklärung Dissertation Tipps


Die eidesstattliche Erklärung der Dissertation bestätigt, dass du nach bestem Wissen und Gewissen alle von dir verwendeten Quellen angegeben hast. Sicher hast du jedoch in den letzten Jahren immer wieder von Politikern oder anderen Führungskräften gehört, deren Doktorgrad aberkannt wurde. Denn im Internet findet eine regelrechte Plagiatsjagd statt. 

Doktoranden tun sich deshalb selbst den größten Gefallen, wenn sie von Plagiaten Abstand nehmen. Wir zeigen dir im Folgenden, was eine solche Erklärung beinhaltet und wie du sie am besten formulierst. Um deine gesamte Arbeit perfekt abzurunden, ist übrigens ein professionelles Lektorat der Dissertation ratsam. Eine gründliche Plagiatsprüfung empfiehlt sich zudem.

Eidesstattliche Erklärung Dissertation: Definition

Die eidesstattliche Erklärung für eine Dissertation dokumentiert, dass du deine wissenschaftliche Arbeit eigenständig verfasst hast. Außerdem erklärst du mit deiner Unterschrift, dass du übernommene Textabschnitte, Grafiken oder ähnliches entsprechend kenntlich gemacht hast.

Die Erklärung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil und als solcher rechtsverbindlich – im Gegensatz zur Danksagung der Dissertation. Deshalb ist es wichtig, dass dir die möglichen Konsequenzen bewusst sind. Denn die Abgabe einer falschen Erklärung an Eides Statt ist strafbar. Deshalb kann sie gemäß § 156 StGB zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder zu einer Geldstrafe führen. Darüber hinaus droht natürlich die Aberkennung des Doktorgrades.

Ein Blick in die Promotionsordnung informiert auch, wie die eidesstattliche Erklärung der Dissertation formuliert werden soll (vgl. Franck, 2019, S. 75). Da an deiner Universität möglicherweise andere Richtlinien gelten, solltest du dich vorab dementsprechend informieren. Um die formalen Vorgaben auch wirklich einzuhalten, kannst du zudem auf eine wissenschaftliche Formatierung zurückgreifen.

Eidesstattliche Erklärung Dissertation Uni Mannheim

Abb. 1: Eidesstattliche Erklärung für eine Dissertation – Die Universität Mannheim stellt eine zweisprachige Vorlage zur Verfügung

Wozu eine eidesstattliche Erklärung der Dissertation?

Welchem Zweck die eidesstattliche Versicherung der Dissertation dient, ist eigentlich klar. Die Hochschule verleiht den Doktorgrad dabei logischerweise nur an die Person, die auch die Doktorarbeit verfasst hat und das natürlich selbstständig. Deshalb muss der Doktorand eben auch genau dies versichern. Dementsprechend muss er die eidesstattliche Versicherung für eine Dissertation unterschreiben.

Weiterhin ist es wichtig, die Copyright-Vorgaben zu berücksichtigen. Die Verantwortung hierfür liegt dabei beim Doktoranden und nicht bei der Fakultät. Deshalb beinhaltet deine Erklärung auch einen Passus hierüber. Die RWTH Aachen University gibt in ihrem Merkblatt für die Zulassung zur Promotion nützliche Hinweise zum Copyright bei Dissertationen.

Auch die Sicherung der Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis ist von zentraler Wichtigkeit. Es gilt dabei, wissenschaftliches Fehlverhalten auszuschließen. Die Universität Ulm fasst in ihrer entsprechenden Satzung die Merkmale guter wissenschaftlicher Praxis zusammen. Zudem hast du die Möglichkeit, deine Doktormutter oder deinen Doktorvater zu konsultieren.

Ferner stellt die Erklärung eine Zulassungsvoraussetzung dar, die so auch im Rahmen der Promotion geregelt ist. Insofern kann dein Antrag auf Zulassung zur Promotion nur positiv beschieden werden, wenn er vollständig ist.

Was genau erklärt sie eigentlich?

Die eidesstattliche Erklärung für eine Dissertation hat dabei durchaus eine große Tragweite. Darüber solltest du dir bewusst sein. So kann die Übernahme von fremdem Gedankengut noch Jahre später dazu führen, dass dein wissenschaftlicher Grad aberkannt wird (vgl. Balzert/Schäfer/Schröder/Kern, 2008, S.203). Auch im Exposé der Dissertation solltest du nicht leichtsinnig sein.

Deshalb ist es auch so wichtig, zu verstehen, was du eigentlich bezeugst. Hier hilft zudem die Promotionsordnung deiner Universität. Denn die Vorgaben können unterschiedlich sein. Manche Unis akzeptieren auch nur die eigenen Formblätter. Im Folgenden geben wir eine Übersicht zu den Bestandteilen für eine eidesstattliche Versicherung der Dissertation. Welche Formulierungen für die jeweiligen Passagen zu wählen sind oder ob dir diese freigestellt sind, hängt dann wieder von deiner Hochschule ab.

Inhaltsüberblick

Begonnen wird mit der Überschrift „Eidesstattliche Erklärung“. Üblicherweise wird der vollständige Name, ggf. mit Adresse, in die Erklärung aufgenommen. Danach folgt natürlich der Titel der Dissertation. Weiter geht es dann mit dem eigentlichen Textkörper, also der Teil, der festhält, was du erklärst:

  1. selbstständige Arbeit
  2. Kennzeichnung der Quellen bzw Zitate
  3. Versicherung, dass die Arbeit noch nicht veröffentlicht wurde
  4. Versicherung, dass deine Dissertation noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorlag
  5. Kenntnis der Promotionsordnung
  6. Beachtung der Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis
  7. evtl. das Einverständnis zur Plagiatsprüfung
  8. evtl. die Freigabe zur Veröffentlichung in der Bibliothek
  9. Kenntnis über die Bedeutung bzw Folgen einer eidesstattlichen Erklärung
  10. Richtigkeit der vorstehenden Erklärung
  11. abgeschlossen wird dann mit den Angaben zu Ort bzw Datum sowie der Unterschrift.
  12. dabei müssen Datierung und Unterschrift handschriftlich erfolgen!
Achtung

Die eidesstattliche Erklärung der Dissertation ist in jedem eingereichten Exemplar mit Orts- und Datumsangabe zu unterzeichnen (vgl. Brink, 2012, S. 190). Denn sollte einer der Angaben oder gar die Unterschrift fehlen, ist die Erklärung ungültig.

Platziert wird das Ganze in der Regel dann am Ende der Doktorarbeit, hierbei erfolgt keine Aufnahme ins Inhaltsverzeichnis und auch keine Seitennummerierung (vgl. Berger, 2019, S. 29).

Soviel zu den gängigen Vorgaben. Manchmal sind die Vorgaben der Hochschulen aber auch sehr individuell, wie unsere nächste Abbildung zeigt. Neben der Erklärung über die Selbstständigkeit findest du hier zudem noch eine weitere über eventuelle frühere Promotionsversuche. Es wird auch wieder an Eides statt versichert, was aber nicht immer der Fall ist. Oftmals genügt hierfür auch eine formlose Erklärung.

Eidesstattliche Erklärung Dissertation frühere Promotionsversuche

Abb. 2: Eidesstattliche Erklärung für eine Dissertation über frühere Promotionsversuche, Quelle: Universität Hildesheim

Checkliste: Eidesstattliche Erklärung einer Dissertation

Tabelle 1: Der Checkup für deine eidesstattliche Erklärung

Angaben TextkörperAllgemeine KomponentenAllgemeine Überprüfung
– Selbstständigkeit– Überschrift– Promotionsordnung
– Kennzeichnung– Name– Copyright
– Verneinung Veröffentlichung– ggf. Adresse– umfassende Kennzeichnung
– Erstvorlage– Titel– Uni-Vorlagen
– Wissenschaftsgrundsätze– Ort– Formulierungsvorgaben
– evtl. Plagiatsprüfung– Datum

– Originalunterschrift pro

Exemplar

– evtl. Freig. Dissertation veröffentlichen– Unterschrift
– Bedeutung Folgen
– Richtigkeit

Eidesstattliche Erklärung Dissertation: Muster & Vorlage

Die eidesstattliche Versicherung ist zwar je nach Hochschule individuell und kann sich unterscheiden. Unsere Beispiele Eidesstattliche Erklärung Dissertation Word und Eidesstattliche Erklärung Dissertation PDF sind bestens geeignet, um dir eine gute Hilfestellung zu liefern. Wenn du nun noch die Richtlinien deiner Promotionsordnung berücksichtigst, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Darüber hinaus frage am besten bei deinem Fachbereich nach, solltest du irgendwelche Zweifel haben.

Eidesstattliche Erklärung Dissertation Word zum Download
Eidesstattliche Erklärung Dissertation PDF zum Download

Zusammengefasst kann man sagen, dass alles, was eidesstattlich erklärt wird, von wesentlicher Bedeutung ist. Dies gilt für den erklärten Inhalt, genauso wie für die Folgen falscheidlicher Erklärungen. Die Wissensdatenbank der Hochschule Schmalkalden „Hochschulwiki“ beschäftigt sich mit der alten Redewendung „Ehrlich währt am längsten“ und betrachtet diese Aussage etwas genauer. Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen!

FAQs zur eidesstattlichen Erklärung der Dissertation

Kommt die eidesstattliche Erklärung der Dissertation ins Deckblatt?

Das ist möglich, solange deine Hochschule keine anderen Vorgaben hat. Gewöhnlich wird aber eine eigene Seite dafür verwendet, auch um Unübersichtlichkeit auf dem Deckblatt zu vermeiden.

Wann muss die eidesstattliche Erklärung der Dissertation das Einverständnis zur Plagiatsprüfung enthalten?

Sofern die Dissertation auch elektronisch eingereicht werden muss, kannst du davon ausgehen, dass eine Plagiatssoftware zum Einsatz kommt. Hierfür ist insofern das Einverständnis erforderlich. Auch deswegen ist es so wichtig, die Promotionsordnung einzusehen.

Ist es Pflicht, Uni-Vorlagen für die eidesstattliche Erklärung der Dissertation zu nutzen?

Jedenfalls nicht immer. Manche Unis akzeptieren trotz bereitgestellter Vorlagen auch selbst formulierte Erklärungen. Frage aber immer bei deiner Hochschule nach!

Bedeutet die eidesstattliche Erklärung der Dissertation, keine Hilfe in Anspruch genommen zu haben?

Welche Hilfe du beispielsweise in Anspruch nehmen darfst, regelt die Prüfungsordnung. Konzeption und Inhalt deiner Dissertation obliegen jedoch ausschließlich dir selbst. Ein Lektorat aber ist zum Beispiel erlaubt. Außerdem empfehlen auch Universitäten immer wieder, wissenschaftliche Arbeiten Korrektur lesen zu lassen. Manche Unis sehen in ihren Vorlagen für die eidesstattliche Versicherung zudem bereits die Benennung der Personen, deren Hilfe du in Anspruch genommen hast, vor.

Wo ist der Unterschied zwischen eidesstattlicher Versicherung und eidesstattlicher Erklärung?

Hier ist insofern das Gleiche gemeint. In beiden Fällen werden die gleichen Punkte aufgenommen und an Eides statt versichert beziehungsweise erklärt.

Literatur

Balzert/Schäfer/Schröder/Kern (2008): Wissenschaftliches Arbeiten, 1. Auflage Dortmund.

Berger, Helga (2019): Schritt für Schritt zur Abschlussarbeit, 1. Auflage Paderborn.

Brink, Alfred (2013): Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten, 4. Auflage Wiesbaden.

Franck, Norbert (2019): Das Promotionshandbuch, 1. Auflage Paderborn.

Anderen Studenten hat auch das noch gefallen