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Promotion Pharmazie

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Promotion Pharmazie


Eine Promotion in Pharmazie kann dir nach dem Studium und praktischen Jahr neue Wege eröffnen. Aber lohnt sich das für dich? Welche Vor- und Nachteile bringt eine Promotion in Pharmazie denn so mit sich? Und wie läuft denn so etwas eigentlich ab? Das verraten wir dir in diesem Artikel.

Wann lohnt sich die Promotion in Pharmazie?

Eine Promotion ist viel Arbeit. Deshalb ist es wichtig, dass du dir Gedanken machst, ob sich diese Mühe für dich überhaupt lohnt. Denn du kannst als Pharmazeut auch ohne Promotion eine gute Anstellung finden, beispielsweise in einer öffentlichen Apotheke. Für andere Tätigkeiten kann eine Weiterbildung zum Fachapotheker schließlich sogar nützlicher sein als eine Dissertation zu schreiben (Eckner/Gruner/Jorek (2002), S. 11-27).

Es gibt jedoch auch Bereiche, in denen eine Promotion in Pharmazie vorteilhaft oder sogar notwendig ist. Dazu gehören vor allem Positionen in der Industrie, etwa in der pharmazeutischen Entwicklung. Auch in der Krankenhausapotheke oder im öffentlichen Dienst kann eine Promotion zudem nützlich sein. Oft ist sie zwar keine zwingende Voraussetzung wie beispielsweise eine Dissertation in Medizin, kann aber deine Karriereaussichten erhöhen. Wenn du eine akademische Karriere an der Universität einschlagen willst, ist die Promotion allerdings ein Muss (Eckner/Gruner/Jorek (2002), S. 180; Stock (2014), S. 3).

Wenn eine Diplomarbeit notwendig oder vorteilhaft für deine angestrebte Karriere ist, solltest du auch über ein Lektorat einer Dissertation nachdenken – immerhin kann auch die Note wichtig für deinen künftigen Job sein, deshalb solltest du unnötige Fehler vermeiden. Auch eine Plagiatsprüfung und eine Formatierung bieten sich an, um dich in allen Bereichen abzusichern.

Promotion Pharmazie: Vor- und Nachteile

Eine Promotion hat immer ihre Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen gehört beispielsweise das Prestige des Titels. Zudem verbessert eine Promotion in vielen Berufen die Aufstiegschancen. Denn gerade in der Wirtschaft kannst du außerdem oft besser verdienen (Stock (2014), S. 2-3).

Allerdings ist eine Promotion immer auch mit viel Aufwand verbunden. Denn im Schnitt dauert die Promotion in Pharmazie mindestens drei Jahre. Dabei kann auch die Finanzierung in diesem Zeitraum eine Herausforderung sein (Eckner/Gruner/Jorek, S. 180). Folglich solltest du also dafür sorgen, dass dir unterwegs weder das Geld noch die sprichwörtliche Puste, also die Motivation für die Dissertation, ausgeht. Die Promotion abbrechen zu müssen wäre dann doch sehr ärgerlich.

Nur des Prestiges wegen zu promovieren oder gar, weil du nicht weißt, was du sonst tun sollst, sind keine guten Beweggründe. Eine Affinität für Forschung und ein hohes Interesse an deinem Thema solltest du dringend mitbringen.

Ist eine Promotion in Pharmazie die richtige Entscheidung für dich?

Wenn du unschlüssig bist, ob eine Promotion in Pharmazie etwas für dich ist, nimm am besten einen Ratgeber mit Tipps zur Dissertation und Promotion zur Hand. Das „Handbuch Promovieren“ der GEW zum Beispiel beinhaltet zahlreiche Artikel rund um Planung einer Dissertation, sowie Finanzierung und Durchführung einer Promotion. Es ist zudem von Promovierenden geschrieben, die also genau wissen, was auf dich zukommt (Koepernik (2006)).

Ebenfalls von Doktoranden verfasst ist der Ratgeber „Erfolgreich Promovieren“. Er bietet neben Entscheidungshilfe und Informationen zu den Rahmenbedingungen auch Tipps für die Gliederung einer Dissertation, den Arbeitsprozess und Erfahrungsberichte (Stock (2014)).

Mehr aus Professorensicht beschreibt indessen das Buch „Promotion“ von Münch und Mankowski den Weg zum Doktortitel (Münch/Mankowski (2013)). Außerdem kannst du natürlich auch mit Professoren und Doktoranden sprechen, um deine Entscheidung zu treffen.

Promotion in Pharmazie: Die Praxis

Wenn du dich entschlossen hast, in Pharmazie zu promovieren, stehen dir auch weitere Entscheidungen bevor. Zudem brauchst du nämlich ein Thema, musst ein Exposé der Dissertation erstellen und einen Doktorvater oder Doktormutter finden und brauchst eine Finanzierung. Die Suche danach verläuft jedoch nicht immer trennscharf.

Deshalb solltest du dich zuerst für einen Teilbereich der Pharmazie entscheiden, in dem du deine Dissertation anfertigen willst. Zur Auswahl stehen:

Unser Tipp:

Wenn du schon weißt, in welchem Berufsfeld du später arbeiten möchtest, kannst du bereits einen ähnlichen Bereich für deine Promotion auswählen. Zwingend notwendig ist das jedoch nicht (Eckner/Gruner/Jorek (2002), S. 180-181). Auf jeden Fall solltest du großes Interesse für den Fachbereich mitbringen, um die Promotionsphase gut zu überstehen.

Der Ablauf einer Promotion in Pharmazie

Bevor wir dir Tipps zur Themenfindung und Finanzierung geben, schauen wir uns erst einmal den grundsätzlichen Ablauf einer Promotion an.

Tabelle 1: Wichtige Bemerkungen und hilfreiche Links für deine Promotion in Pharmazie

Deine Aufgabe Wichtige Bemerkungen Hilfreiche Links
Thema und Betreuer finden Beides hängt eng miteinander zusammen; was davon du zuerst in Angriff nimmst, hängt jedoch von dir ab Hinweise der FU Berlin zu Thema und Betreuung
Finanzierung sichern (Befristete) Festanstellungen an der Uni oder in der Industrie oder ein Stipendium sind dabei die häufigsten Finanzierungsmöglichkeiten Übersicht der Uni Jena über Promotionsstipendien
Anmeldung der Promotion sowie Registrierung bzw. Immatrikulation an der Uni Anmeldeformulare und Unterlagen auf Website zu finden Infoseite der Universität des Saarlandes zur Promotionsanmeldung
Bearbeitung des Themas und Verfassen der Dissertation Meist dauert diese Phase mindestens drei Jahre; die Dissertation umfasst oft ca. 100-200 Seiten (Eckner/Gruner/Jorek, S. 180) FU Berlin über die Bearbeitungszeit und über das Verfassen der Dissertation
Abgabe der Dissertation: Eröffnung des Promotionsverfahrens Bestimmte Unterlagen notwendig; Informationen dazu auf den Seiten deiner Uni Leitfaden der Universität Saarland zur Eröffnung des Promotionsverfahrens
Hinweise der FU Berlin zur Abgabe der Dissertation
Begutachtung und Einsicht für berechtigte Personen Variiert von Uni zu Uni Beispiel der Universität Saarland
Beispiel der FU Berlin
Disputation Vortrag über die Dissertation und Fragen der Prüfungskommission Die FU Berlin über die Disputation
Die Universität Saarland über den Prüfungsausschuss
Publikation der Dissertation Die Universitäten haben dabei jeweils eigene Vorgaben, in welcher Form die Dissertation publiziert werden darf Checkliste der ThULB (Universität Jena) zur Publikation von Dissertationen
Die FU Berlin zur Publikation von Dissertationen
Verleihung des Doktorgrads Das Ziel ist erreicht: Wenn dir der Doktorgrad verliehen wird, darfst du dich „Dr. rer. nat.“ nennen Die FU Berlin über die Verleihung des Titels

Kumulative Dissertation in Pharmazie

Einige Universitäten bieten übrigens auch die Möglichkeit der kumulativen Dissertation in Pharmazie. Dabei darfst du mehrere, inhaltlich zusammenhängende Arbeiten als kumulierte Doktorarbeit einreichen. Die Anforderungen der Unis können allerdings auch unterschiedlich sein, wie der Leitfaden der Universität Saarland und die Infoseiten der FU Berlin zeigen.

Promotion in Pharmazie: Thema und Betreuer finden

Wenn du einen Fachbereich für deine Promotion ausgewählt hast, geht es an die Feinarbeit der Themensuche. Denn hier kannst du nämlich sowohl eigene Ideen mitbringen als auch zunächst einen Betreuer suchen. Die meisten Professoren haben ohnehin einige Promotionsthemen in der Schublade und können dir sicher helfen. Es hängt also auch von deinen eigenen Plänen ab, ob du zunächst ein Thema und dann einen Betreuer suchst oder umgekehrt. Auf jeden Fall sollte die Wahl des Betreuers gut überlegt sein. Schließlich möchtest du nicht mitten in der Promotion den Betreuer wechseln.

An den Universitäten gibt es zumeist verschiedene Arbeitskreise mit unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten. Auch wenn du nur eine grobe Idee hast, lohnt es sich also, die Webpräsenzen dieser Arbeitskreise einmal anzusehen. Wenn du einen Forschungsbereich besonders spannend findest, kannst du dich dort auch über die richtigen Ansprechpartner informieren.

Einführung in die aktuelle Forschung der Klinischen Pharmazie
Abb. 1: Einführung in die aktuelle Forschung der Klinischen Pharmazie an der FU Berlin

Übersicht über die Arbeitsgruppen der Pharmazeutischen/Medizinischen Chemie an der Universität Leipzig
Abb. 2: Übersicht über die Arbeitsgruppen der Pharmazeutischen/Medizinischen Chemie an der Universität Leipzig

Von deinem Thema hängt zudem auch die genaue Ausrichtung deiner Arbeitsweise während der Promotion ab. Denn je nach Forschungsbereich wirst du zum Beispiel viel Zeit mit Laborexperimenten verbringen oder mehr mit Patienten zu tun haben. Auch hier kannst du also versuchen, deine individuellen Vorlieben zu berücksichtigen.

Für weitere Inspiration für deine Themenfindung kannst du übrigens auch einen Blick in die Präsentationen der Universität Münster werfen.

Wie finanzierst du eine Promotion in Pharmazie?

Für die Finanzierung deiner Promotion kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage. Denn eine davon sind beispielsweise Promotionsstellen an der Uni, in Forschungseinrichtungen oder in der Industrie.

Promotionsstellen an der Universität werden entweder aus dem Unihaushalt oder aus Drittmitteln finanziert. Bei einer Haushaltsstelle müssen Doktoranden jedoch häufig auch Lehrveranstaltungen übernehmen. Wenn das Unterrichten dir Spaß macht, kann das also genau richtig sein. Unterschätze allerdings den Aufwand nicht, denn auch Vor- und Nachbereitung fressen viel Zeit. Bei einer Drittmittelstelle kannst du dagegen oft mehr Zeit direkt in deine Dissertation investieren.

Ebenfalls verbreitet sind Stipendien. Politische, kirchliche oder von beidem unabhängige Stiftungen finanzieren nämlich Promotionen geeigneter Kandidaten aller Fachrichtungen. Einige Universitäten bieten außerdem interne Stipendien für ihre Doktoranden an. Erkundige dich dazu am besten auch im Doktorandenbüro deiner Uni.

Publikationspflicht: Wo veröffentlichst du deine Doktorarbeit?

Bevor dir der ersehnte Titel verliehen wird, musst du in Deutschland deine Dissertation veröffentlichen. Allerdings gibt es keine allgemeinen Vorschriften dafür, in welcher Form du das tust. Denn hier haben die Universitäten ihre eigenen Vorstellungen, die du der jeweiligen Promotionsordnung entnehmen kannst. Wenn du Beispiele für die wissenschaftliche Sprache einer Dissertation suchst, kannst du dir andere veröffentlichte Dissertationen anschauen

Die Veröffentlichung in einem Verlag ist dagegen nur eine der Möglichkeiten, die sich dir dabei bieten. Entschließt du dich also dazu, stehen dir erneut viele Entscheidungen bevor: Nämlich Paperback oder Hardcover? Ein Verlag, der sich auf Dissertationen spezialisiert hat oder lieber ein renommierter Fachverlag? Denn es gibt mehr kleine Verlage, als man denkt. An manche sollte man sich bei einer Promotion in Jura wenden sollte, an andere bei einer Promotion in BWL oder einer Promotion in Informatik. Wieder andere sind dann speziell auf Themen in der Pharmazie ausgerichtet. Außerdem musst du auch bedenken: Machst du Lektorat und Satz selbst oder soll sich der Verlag darum kümmern?

Beachte, dass eine Veröffentlichung deiner Dissertation im Verlag teuer werden kann, da du nämlich Zuschüsse für den Druck zahlen musst. „Ein Preis zwischen sechs und zwanzig Euro pro Seite ist realistisch“ heißt es dazu im GEW-Handbuch Promovieren mit Perspektive (Fabel-Lamla/Tiefel in Koepernik (2006), S. 399).

Halte dir während der Promotion immer vor Augen: Eine Promotion ist ein Marathon, kein Sprint. Denn Hartnäckigkeit und Ausdauer gehören dabei unbedingt dazu. Auch nach Abgabe der Dissertation kommt bis zur Veröffentlichung nämlich noch viel Arbeit auf dich zu, bevor du den Doktortitel tragen darfst. Deinen „Dr. rer. nat.“ hast du dir dann allerdings redlich verdient.

Dein Job im Bereich Textservices

Dein Job im Bereich Statistik & Mathe

Literatur

Eckner, Heidrun / Gruner, Juliane / Jorek, Adriane (2002): Studienführer Pharmazie, 1. Auflage, Stuttgart.

Fabel-Lamla, Melanie / Tiefel, Sandra: Verlagssuche und Vertragsverhandlungen, in: Koepernik, Claudia (Hrsg.) (2006): GEW-Handbuch Promovieren mit Perspektive. Ein Ratgeber von und für DoktorandInnen, Bielefeld, S. 395-401.

Koepernik, Claudia (Hrsg.) (2006): GEW-Handbuch Promovieren mit Perspektive. Ein Ratgeber von und für DoktorandInnen, Bielefeld.

Münch, Ingo von / Mankowski, Peter (2013): Promotion, 4., völlig neu bearbeitete Auflage, Tübingen.

Stock, Steffen (Hrsg.) (2014): Erfolgreich promovieren. Ein Ratgeber von Promovierten für Promovierende. 3., wesentlich überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin.

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