Dissertation verbessern

Korrektur Dissertation

Plagiate vermeiden

Plagiatsprüfung

Formale Gestaltung

Layout Dissertation
Home Wissensdatenbank Dissertation Promotion Informatik

Promotion Informatik

Veröffentlicht am . Zuletzt geändert am .
Promotion Informatik


Informatikern eilt ihr Klischee voraus: introvertierte PC-Nerds, die in düsteren Räumen alleine auf ihrer Tastatur herumhacken. In Windeseile reihen sie auf dem schwarzen Hintergrund des Computerbildschirms in leuchtender Schrift Hieroglyphen aneinander – für den Laien völlig unverständlich. Doch verbirgt sich hinter diesem Vorurteil auch ein tiefer akademischer Hintergrund? Und welche Möglichkeiten bringt Dir eine Promotion im Fach Informatik überhaupt?

Welchen Stellenwert hat die Promotion in Informatik?

Ob Mathematik, künstliche Intelligenz, Programmiersprachen oder Datenverarbeitung: Informatik ist komplex und umfasst viele Arbeitsfelder (vgl. Ertel, 2008: 5, 6). Da erscheint es mit einem Bachelor- oder Masterabschluss schwierig, sich mit allem auszukennen – geschweige denn, sich bereits spezialisiert zu haben. Dies zeigt zum Beispiel auch ein Blick in die Studienordnung der Humboldt Universität Berlin. Ebenso gibt das nachstehende Bild einer Code-Programmierung einen kleinen Eindruck:

Algorithmus als Pascal-Programm aus einer Vorlesung
Abb. 1: Algorithmus als Pascal-Programm aus einer Vorlesung der Hochschule Ravensburg-Weingarten im Fach Informatik

Wenn Du es bis zu einer Promotion schaffen möchtest, musst Du die anderen akademischen Abschlüsse ebenfalls erst erlangen (vgl. Alesi et al., 2010: 30-34). Wie in anderen Studiengängen gilt es zuerst, sich die Grundlagen anzueignen. Danach steht auch der Doktorgrad in der Informatik für einen absoluten Expertenstatus. Du kannst Dich mit dem höchsten akademischen Abschluss also sowohl als Branchen-Fachmann positionieren bzw. Dich auf einen bestimmten Fachbereich spezialisieren. Wenn eine gute Bewertung in der Diplomarbeit für Deinen gewünschten Karriereweg wichtig ist, bietet sich übrigens das Lektorat einer Dissertation an, um sicherzugehen, dass Du auch die verdiente Note bekommst. Auch solltest Du Dir Gedanken über die Formatierung und eine Plagiatsprüfung machen, um alle möglichen Fehler auszuschließen.

Doch ist wirklich notwendig für Dich, eine Dissertation zu schreiben? Um das herauszufinden, musst Du Dir zuerst eine wichtige Frage stellen: Wohin soll mich mein Karriereweg führen?

Promotion Informatik: Für wen lohnt es sich?

Inwiefern sich der zeitintensive Bildungsabschluss letztlich für Dich auszahlt, hängt davon ab, ob Du Deine Laufbahn eher in der Wirtschaft oder der Forschung siehst. Auf jeden Fall haben beide Wege ihre Vor- und Nachteile. Sei es entweder im Gehalt oder in der Art und Weise, wie sich Dein Arbeitsalltag gestaltet.

Ab in die Wirtschaft mit einer Promotion in Informatik

Wer beispielsweise als Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaft und IT fungieren möchte, sollte sich bei Unternehmen umsehen. Dort könntest Du etwa an der internen Informationsarchitektur arbeiten, um Abläufe zu optimieren. Die Technische Universität Dresden bereitet Dich in diesem Zusammenhang auf viele Herausforderungen vor. Wie verhalten sich statische bzw. dynamische IT-Systeme? Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz dabei?

Als waschechter IT-Experte könntest Du Dein Gehalt womöglich auch mit Leichtigkeit über den Unternehmens-Server modifizieren. Immerhin veranstalten Firmen ganze Hacker-Wettbewerbe, bei denen die Teilnehmer die Sicherheitsstrukturen knacken sollen. Dem Gewinner winkt oft ein Jobangebot. Ob dieser dann eine Promotion in Informatik vorweisen kann, ist relativ egal – sein Talent zählt.

Achtung:

Damit Du einen Job als Systemadministrator oder SAP-Berater in einer Firma erhältst, reicht theoretisch ein Studienabschluss. Mitunter ist sogar ein Quereinstieg möglich, sofern Du ausreichend Praxis- bzw. Berufserfahrung vorweisen kannst (Vgl. Drostal, 1997: 73). Deine Chance auf die ausgeschriebene Stelle erhöht sich mit einer Promotion in Informatik trotzdem.

Rein ins Forschungsfeld mit einer Promotion in Informatik

Wenn Du Deine Zukunft eher in der Forschung siehst, sehen die Ansprüche schon anders aus. Beispielsweise ist in der Regel eine Promotion in Informatik notwendig, um eine Professur an einer Hochschule oder Universität im Fachbereich zu erlangen.

Plan zur akademischen Laufbahn
Abb. 2: Die Freie Universität Berlin schreibt einen konkreten Plan zur akademischen Laufbahn vor

Außerdem ist die Anerkennung unter akademischen Kollegen höher, wenn Du eine Promotion vorweisen kannst. Dies reicht von der Generierung von Forschungsgeldern bis hin zu Publikationen. Wenn Du mit Deiner Promotion in Informatik erstmal den wissenschaftlichen Karriereweg eingeschlagen hast, kannst Du Studierende unterrichten. Ebenso hältst Du Vorträge und besuchst Konferenzen. Dabei setzt Du Dich auch mit der Zukunft Deines Themenfeldes auseinander. Den Zugang zu solchen Veranstaltungen erhältst Du mit einem Doktorgrad deutlich leichter. Dein Expertenstatus sorgt dafür, dass sich andere wünschen, von Deinen neuen Erkenntnissen zu lernen.

Promotion im Fach Informatik: Vor- und Nachteile

Jetzt hast Du eine ungefähre Vorstellung davon, was Dich erwartet. Damit Du nochmal alles Wichtige auf einen Blick siehst, findest Du nachstehend eine kleine Tabelle. Sie zeigt das Für und Wider einer Promotion im Fach Informatik für die jeweilige Laufbahn.

Tabelle 1: Vor- und Nachteile einer Promotion in Informatik

Vorteile
Promotion Informatik
in der Wirtschaft
Nachteile
Promotion Informatik
in der Wirtschaft
Vorteile
Promotion Informatik
in der Forschung
Nachteile
Promotion Informatik
in der Forschung
Spezialisierung auf Teilgebiet im Fachbereich; dadurch Expertenstatus Nicht zwingend notwendig Anerkennung im akademischen Umfeld Je nach persönlichem Ziel nicht notwendig (wissenschaftlicher Mitarbeiter)
Höhere Chancen bei Bewerbung Hoher Zeitverlust durch Promotion Steilere Karrierelaufbahn /
Eventuell etwas höheres Gehalt Späterer Berufseinstieg und weniger Praxiserfahrung Mehr Möglichkeiten in seinem Forschungsfeld, Aufgaben zu übernehmen /

Welches Thema kommt für die Promotion in Informatik infrage und wie findest Du es?

Die einen haben es also hinter sich und erfolgreich ihre Promotion in Informatik abgeschlossen. Du hast es hingegen noch vor Dir. Einen allgemeinen Quellcode zum Ziel gibt es jedenfalls nicht. Eine automatisierte Software, die das für Dich übernimmt ebenfalls nicht. Aber doch viele Möglichkeiten, die sich dabei bewährt haben.

Du weißt beispielsweise schon, dass es Dich in die Wirtschaft verschlägt? Dann kann es für Dich sinnvoll sein, Deine Promotion im Fach Informatik in einem Unternehmen zu schreiben. Denn so kannst Du bei Deinen Lieblingsfirmen anfragen und selbständig Themenvorschläge unterbreiten. Dazu müsstest Du allerdings sehr genau wissen, was das Unternehmen aktuell bräuchte. Alternativ kannst Du Dich ebenfalls bei Gesuchen der Unternehmen umsehen. Bei Bedarf schreiben sie Stellen aus und haben mitunter Themenvorschläge parat. Dies ist auch eine tolle Chance, nach Deiner erfolgreichen Promotion in Informatik dann direkt bei der jeweiligen Firma einzusteigen.

Im Forschungsbereich kannst Du nach Zusammenschlüssen aus Wissenschaftlern Ausschau halten. Es gibt etliche Forschungsgruppen, die Themen bearbeiten und dabei nach Unterstützung in kleineren Teilbereichen der Gesamtforschung suchen.
Dabei solltest Du darauf achten, dass Du Dich auch zukünftig in diesem Gebiet siehst. Oftmals entstehen aus diesen Forschungsarbeiten Publikationen. Hierdurch könntest Du also bei guter Arbeit schon das erste Mal Deinen Namen auf einem im Fachjargon sogenannten „Working Paper“ gemäß der Universität Hamburg wiederfinden. Dadurch machst Du Dir einen Namen in der Szene und findest leichter weitere Projekte.

Damit Du eine Vorstellung bekommst, möchten wir Dir am Ende dieses Kapitels außerdem noch ein paar Themenbeispiele zeigen. Mit diesen haben bereits viele ihre Promotion im Fach Informatik abgeschlossen:

Recherche und Forschungsarbeit bei der Promotion in Informatik

Egal, wofür Du Dich entscheidest, einige Sachen sind bei beiden Wegen vorprogrammiert. Zum Beispiel musst du in jedem Fall ein Exposé der Dissertation schreiben und immer einen Doktorvater oder eine Doktormutter finden. Diese begleitet Deine Promotion in Informatik und kann dich bei verschiedenen Dingen unterstützen. Beispielsweise kann sie dir bei deiner Gliederung der Dissertation helfen oder dich beraten, ob eine Monographie oder eine kumulative Dissertation bei deinem Thema sinnvoller wäre. Denn eine solche Abschlussarbeit erfordert tiefgründiges Detailwissen.

Überdies musst Du völlig neue Erkenntnisse für Deinen Forschungsbereich schaffen. Entsprechend reicht die Verwendung von wissenschaftlicher Methodik und Eingliederung von bestehendem Wissen nicht mehr aus, sie ist, genau wie die wissenschaftliche Sprache einer Dissertation, selbstverständlich. Entsprechend gründlich musst Du recherchieren und peinlichst genau auf Quellenarbeit achten. Immerhin werden Dissertationen viel genauer auf Plagiate kontrolliert als ihre Vorgänger.

Dadurch kann die Erstellung mehrere Jahre in Anspruch nehmen und das Resultat einige 100 Seiten umfassen (vgl. Frieder, Wenzelburger, 2010: 204). Eine gute Planung der Dissertation ist also elementar, um nicht irgendwann darüber nachzugrübeln, ob die Promotion abbrechen nicht doch die besser Alternative wäre. Man muss lernen, seine Motivation für die Dissertation zu behalten. Dafür kann man sich auch von bereits erfolgreichen Doktoranden Tipps zur Dissertation einholen.

Promotion Informatik: Wo und wie kannst Du die Dissertation veröffentlichen?

Der letzte Satz ist geschrieben, der finale Punkt gesetzt – sogar das Korrekturlesen ist durch. Geschafft? Mitnichten. Jetzt heißt es: die Dissertation veröffentlichen. Denn bei einer Promotion in Informatik besteht nämlich, wie bei einer Promotion in Jura oder einer Promotion in BWL, eine Veröffentlichungspflicht (vgl. Meusel, 1990: 90 ff.). Einerseits gegenüber der Öffentlichkeit. Hier kannst Du Dein Werk entweder als Buch herausbringen oder stattdessen auf kostengünstige Online-Publikation, beispielsweise bei der Deutschen Nationalbibliothek zurückgreifen.

Andererseits veröffentlichst Du Deine Ergebnisse bei der betreuenden Hochschule bzw. Universität, die meist gebundene Exemplare verlangt. Das kann bei dieser Seitenanzahl allerdings ganz schön ins Geld gehen. Und hier darf man auch die eidesstattliche Erklärung nicht vergessen!

Dabei darfst Du auf keinen Fall vergessen, Dir etwaige Befugnisse zur Veröffentlichung einzuholen. Unternehmen verlangen beispielsweise gerne Verschwiegenheitserklärungen für das, was Du intern mitbekommst, wenn Du im Betrieb arbeitest. Folglich solltest Du Dir auf jeden Fall eine Genehmigung für die zu publizierenden Inhalte einholen. Sonst wird aus Deinem Doktorgrad schnell eine Gradwanderung am Rande der Legalität.

Wie Du siehst, kann Dich eine Promotion in Informatik bei Deiner Karriere voranbringen – muss sie aber nicht. Es liegt also ganz an Deinem individuellen Bedarf. Doch egal, wofür Du Dich entscheidest: die Berufsaussichten sind rosig, der aktuelle Bedarf an Informatikern ist groß und die Gehälter sind ansprechend. Mit einer Promotion in Informatik kannst Du aus der Masse herausstechen – auch, wenn das für einen echten Vollblut-Hacker erst mal ungewöhnlich klingt.

Dein Job im Bereich Textservices

Dein Job im Bereich Statistik & Mathe

Literatur

Alesi, Bettina; Schomburg, Harald; Teichler, Ulrich (2010): Humankapitalpotenziale der gestuften Hochschulabschlüsse in Deutschland: Weiteres Studium, Übergang in das Beschäftigungssystem und beruflicher Erfolg von Bachelor- und MasterAbsolventen, Studien zum deutschen Innovationssystem, No. 13-2010, Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), Berlin.

Dostal, Werner (1997): Informatik-Qualifikation im Arbeitsmarkt. Informatik-Spektrum, Volume 20, Issue 2, Heidelberg.

Ertel, Wolfgang (2008): Grundlagen der Informatik. Hochschule Ravensburg-Weingarten. Technik, Wirtschaft, Sozialwesen.

Meusel, Ernst-Joachim (1990): Veröffentlichungspflicht und Geheimhaltung. In: Schuster H.J. (eds) Handbuch des Wissenschaftstransfers. Heidelberg.

Wolf, Frieder; Wenzelburger, Georg (2010): Zum guten Schluss. In: Promotionsratgeber Politikwissenschaft. Wiesbaden.

Anderen Studenten hat auch das noch gefallen
Autor: