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Wie zitiert man Zeitungsartikel im Chicago-Stil?

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Zeitungsartikel im Chicago-Stil


Du wirst beim Schreiben deiner Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit sicherlich eine Vielzahl an Quellen zu Rate ziehen. Dies können zudem auch Aufsätze aus wissenschaftlichen Zeitschriften oder auch Zeitungsartikel sein. Willst du dich in deiner Arbeit auf Textstellen oder Gedankengut aus anderen Werken beziehen, so musst du diese aber unbedingt in Form von Zitaten kennzeichnen, da es sonst bei einer Plagiatsprüfung zu ernsthaften Konsequenzen kommen kann. In diesem Artikel zeigen wir dir dementsprechend, wie du Zeitungsartikel im Chicago-Stil richtig zitieren kannst.

Wie funktioniert der Chicago-Stil in der Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit?

Der Chicago-Stil wird in erster Linie durch seine zwei Formatmöglichkeiten charakterisiert, die sich schließlich aber beide nach dem „Chicago Manual of Style“ richten: Das Autor-Jahr-System (Variante A) findet dabei aber häufig in den Natur- und Sozialwissenschaften Anwendung, während das Fußnotensystem (Variante B) eher in den Geisteswissenschaften – etwa in der Literatur, Geschichte oder Kunst – zum Einsatz kommt (vgl. Brink 2013: S. 202).

Bücher werden im Autor-Jahr-System zunächst im Fließtext zitiert und später in das Literaturverzeichnis aufgenommen. Für das Zitieren im Fließtext gibt es wiederum, wie beim Harvard-Zitierweise, mehrere Möglichkeiten.

Beispiel:

Beispiele für das Zitieren nach Autor-Jahr-System im Fließtext
Abb. 1: Beispiele für das Zitieren nach Autor-Jahr-System im Fließtext

Im Literaturverzeichnis sieht der entsprechende Vermerk dann folgendermaßen aus:

Beispiel:

Name, Vorname. Erscheinungsjahr. Titel. Ort: Verlag.
Wittgenstein, Ludwig. 2013. Philosophische Untersuchungen. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Beim Fußnotensystem wird außerdem durch eine hochgestellte, fortlaufend nummerierte Ziffer im Fließtext auf die Quellenangabe in der Fußnote verwiesen, die dann die folgende Form hat.

Beispiel:

Vorname Nachname, Titel (Ort: Verlag, Erscheinungsjahr). Seitenzahl.
Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen (Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 2013). S. 32.

Im Literaturverzeichnis hat die Quellenangabe hingegen die folgende Form ohne Seitenzahl.

Beispiel:

Nachname, Vorname. Titel. Ort: Verlag, Erscheinungsjahr.
Wittgenstein, Ludwig. Philosophische Untersuchungen. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 2013.

Wie zitiert man Zeitungsartikel im Chicago-Stil?

Bei Zeitungsartikeln musst du ebenfalls zwischen diesen beiden Zitiermöglichkeiten wählen. Hier sind die Vorgaben dann wie folgt (siehe hierzu auch die Hinweise des „Chicago Manual of Style“):

Autor-Jahr-System bei Zeitungsartikeln (Variante A)

Beim Zitieren im Fließtext sind wie im obigen allgemeinen Beispiel aber auch unterschiedliche Schreibweisen und Klammerungen möglich.

Beispiel:

Beispiel für das Zitieren eines Zeitungsartikels nach Autor-Jahr-System im Fließtext
Abb. 2: Beispiel für das Zitieren eines Zeitungsartikels nach Autor-Jahr-System im Fließtext

Im Literaturverzeichnis gilt hingegen das folgende Format.

Beispiel:

Format und Beispiel für das Zitieren eines Zeitungsartikels nach Autor-Jahr-System im Literaturverzeichnis
Abb. 3: Format und Beispiel für das Zitieren eines Zeitungsartikels nach Autor-Jahr-System im Literaturverzeichnis

Fußnotensystem bei Zeitungsartikeln (Variante B)

Beim Fußnotensystem werden Zeitungsartikel im Chicago-Stil dementsprechend durch eine Fußnote unter dem Fließtext in der Bachelorarbeit oder Masterarbeit wie folgt gekennzeichnet.

Beispiel:

Bernd Brinkmann, „Bis zum letzten Augenblick genießen“ Die Zeit, 01.04.2015, S. 30.

Wenn du den gleichen Artikel jedoch später nochmals erwähnst, reicht schließlich eine Kurzform der Fußnote mit einem von dir gewählten Stichwort, das dann den Titel abkürzt.

Beispiel:

Brinkmann, „Augenblick“ S. 30.

Die Quellenangabe für den Zeitschriftenartikel im Literaturverzeichnis sieht dementsprechend hier folgendermaßen aus.

Beispiel:

Brinkmann, Bernd. „Bis zum letzten Augenblick genießen“ Die Zeit, 01.04.2015.

Weitere Bemerkungen und Tipps

Selbstverständlich kannst du nicht innerhalb einer Arbeit zwischen beiden Varianten des Chicago-Stils wechseln, sondern musst durchgehend bei einer bleiben! Du solltest hier am besten deinen Betreuer befragen oder letztendlich die Prüfungsordnung zu Rate ziehen, um sicher zu sein, dass du auch den richtigen Zitierstil verwendest.

Achte aber besonders darauf, dass du stets das Zitierformat einhältst. Word kann dir übrigens auch die mühsame Kleinarbeit abnehmen: Hier gibt es eine automatische Einfügeoption für Quellenangaben, die du jedoch vordefinieren kannst. Somit können sich eigentlich keine Fehler in die Quellenangaben einschleichen (vgl. Theisen 2013: S. 132). Wenn du aber trotzdem Unterstützung brauchst, kann ein Lektorat der Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit dir schließlich helfen.

Beim Chicago-Stil gibt es zwei mögliche Zitiermethoden, die Variante A und die Variante B. Oft legt aber das jeweilige Fachgebiet bereits die Entscheidung für eine der beiden Möglichkeiten nahe. Alle fremden Quellen müssen deshalb entweder direkt im Fließtext oder dann als Fußnote sowie im Literaturverzeichnis vermerkt sein.

Literatur

Brink, Alfred (2013): Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten, 5. Aufl. Münster.

Theisen, Manuel René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten: Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit, 16. Aufl. München.

Weiterführende Literatur:

Eco, Umberto (1993): Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt, 3. Aufl. Heidelberg.

Weber, Daniela (2010): Die erfolgreiche Abschlussarbeit für Dummies, 1. Aufl. Weinheim.

Sarah Schmitt
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