Fußnoten in Word einfügen – eine Anleitung mit Beispielen

Fußnoten in Word erstellen - Anleitung, Tipps, Tricks
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07 Sep Fußnoten in Word einfügen – eine Anleitung mit Beispielen

Die Funktion von Fußnoten in einer wissenschaftlichen Arbeit

Die Fußnote ist zwar kein integraler Bestandteil des Fließtextes einer wissenschaftlichen Arbeit, dennoch wird sie in Bachelorarbeiten und Masterarbeiten auf vielfältigste Weise eingesetzt. Ihr Name leitet sich aus dem Umstand ab, dass sie durch einen Querstrich vom eigentlichen Text abgegrenzt in der Fußzeile der Seite steht.

Fußnoten bereichern einen wissenschaftlichen Text, denn mit ihrer Hilfe können Ergänzungen, Erklärungen oder Querverweise eingefügt werden (vgl. Theisen 2013: 186). Des Weiteren sind sie zentraler Bestandteil des deutschen Zitiersystems.

Ergänzungen

Ergänzungen geben weiterführende Informationen, die den Rahmen des Haupttextes sprengen würden. Das sind zum Beispiel Definitionen, Übersetzungen, Literaturempfehlungen oder alternative Formulierungen.

Erklärungen

Mithilfe von Erklärungen kann man Sachverhalte genauer erläutern, die im eigentlichen Haupttext keinen Platz haben. Das kann zum Beispiel ein kurzer Abriss über historische Verläufe, die Erklärung von verwendeten Formeln oder eine Begriffserklärung sein.

Querverweise

Querverweise dienen der Leserfreundlichkeit, indem komplexe Zusammenhänge besser erkennbar gemacht werden. Mithilfe eines Querverweises kann man beispielsweise auf bereits geschilderte Sachverhalte verweisen, die für das Verständnis der momentanen Ausführungen wesentlich sind.

Quellenverweise

Im deutschen Zitiersystem werden die Quellenbelege in Fußnoten geschrieben. Im Vergleich zur sogenannten amerikanischen Zitation (Harvard-Stil), bei dem die Quellenbelege in Klammern in den Text geschrieben werden, hat das deutsche System beispielsweise den Vorteil, dass der Text sehr leserfreundlich gestaltet ist. Der Lesefluss wird nicht wie beim amerikanischen System durch Klammern unterbrochen. Allerdings ist die Handhabung des deutschen Systems aufgrund des umfangreichen Fußnotenapparates etwas schwieriger und fehleranfälliger.

Das folgende Beispiel zeigt einen Ausschnitt aus einer Bachelorarbeit. In den Fußnoten sind einerseits Erläuterungen und Ergänzungen zu sehen, andererseits aber auch die Quellenbelege, da diese Arbeit unter Anwendung des deutschen Zitiersystems verfasst wurde.

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Wie fügt man Fußnoten in Word 2013 ein?

Diese Ausführungen sowie die Screenshots beziehen sich auf das Textverarbeitungsprogramm Word 2013. Die Vorgehensweise ist in den älteren Versionen dieses Programms dieselbe, die Programmoberfläche unterscheidet sich jedoch.

Als ersten Schritt setzt Du den Cursor an jene Stelle, an der die Fußnote eingefügt werden soll. Danach klickst Du auf die Registerkarte „Verweise“.

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Als letzten Schritt klickst Du auf das Feld „Fußnote einfügen“.

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Word 2013 fügt nun an der ausgewählten Stelle eine hochgestellte Ziffer ein, wobei die Nummerierung automatisch erfolgt. Außerdem springt das Programm nun an das Ende der Seite, sodass der gewünschte Fußnotentext geschrieben werden kann.

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TIPP:

  • Es ist ratsam, Erläuterungen oder Ergänzungen sowie Quellenangaben bei der Verwendung des deutschen Zitiersystems sofort in die Fußnote zu schreiben. Vor allem die nachträgliche Bearbeitung aller Quellenbelege ist in der Regel mühsam und zeitaufwendig.

Formale Vorgaben und Formatierung

Im Regelfall werden bei Bachelorarbeiten und Masterarbeiten keine weiteren Funktionen und Formatierungsmöglichkeiten hinsichtlich der Fußnoten benötigt.

Es gibt zwar Anforderungen, wie Fußnoten auszusehen haben. Das ist beispielsweise die Forderung, dass Fußnoten immer durch die ganze Arbeit hinweg durchnummeriert werden (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 129). Bezüglich der Formatierung gibt es die Hinweise, dass der Fußnotentextkörper durch einen waagrechten Strich vom Haupttext getrennt werden muss, die Fußnoten einen einzeiligen Zeilenabstand aufweisen sollen und dass die Schriftgröße um 2 pt kleiner als die Schriftgröße des Haupttextkörpers ist (vgl. Wagner 2012: 162). Der folgende Screenshot verdeutlicht diese formalen Vorgaben.

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Standardmäßig ist in Word 2013 für den Fußnotentext bereits die Schriftgröße 10 pt voreingestellt, die Durchnummerierung und der waagrechte Strich ebenso. Auch der einfache Zeilenabstand muss nicht extra eingestellt werden. Das bedeutet, dass Du Dich hinsichtlich der Formatierung im Wesentlichen um nichts mehr kümmern musst. Allerdings solltest Du im Zuge der Abschlusskorrekturen auch einen Blick auf die korrekte Formatierung werfen, um sicherzugehen, dass nichts unabsichtlich verändert wurde.

Solltest Du spezielle Vorgaben einhalten müssen, findest Du die weiteren Optionen, um Fußnoten zu gestalten, am rechten unteren Rand der Gruppe „Fußnoten“.

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Danach öffnet sich folgendes Bedienfeld:

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Du kannst nun den Speicherort von Fuß- oder Endnoten definieren. Außerdem können Fußnoten in Endnoten konvertiert werden und umgekehrt. Des Weiteren kannst Du das Fußnotenlayout bestimmen.

Mithilfe dieses Menüs kannst Du auch das Zahlenformat anpassen, Sonderzeichen als Fußnotenzeichen verwenden und die Nummerierung verändern.

Navigation im Fußnotenapparat

Alle Fußnoten auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, ist Teil der abschließenden Korrekturarbeiten nach der Beendigung einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Dabei wird kontrolliert, ob alle hochgestellten Ziffern an den korrekten Stellen eingefügt sind und ob alle Verweise auf die richtige Quelle bei einer Literaturangabe und auf die richtige Stelle bei einem Querverweis verweisen.

Diese Arbeit ist zeitintensiv, wenn man jede einzelne Fußnote im Text sucht. Word 2013 bietet in diesem Hinblick Erleichterung, denn in der Gruppe „Fußnoten“ ist eine automatische Navigationsfunktion verborgen. Mithilfe des Popup-Menüs „Nächste Fußnote“ kann man von einer zur nächsten Fußnote (bzw. Endnote) navigieren. Dadurch erspart man sich viel Zeit.

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Wo und wann werden Fußnoten gesetzt?

Jede Fußnote bezieht sich entweder auf ein Wort, einen Satzteil, einen ganzen Satz oder einen Absatz. Dementsprechend wird auch die hochgestellte Ziffer platziert. Soll sich die Fußnote direkt auf ein bestimmtes Wort beziehen, setzt Du sie genau dahinter. Vor allem beim indirekten Zitieren im deutschen Zitiersystem bezieht sich eine Fußnote häufig auf einen Satzteil oder einen ganzen Satz. Auch in diesem Fall setzt Du die Fußnote direkt hinter den Satzteil bzw. Satz. Wenn Du Dich auf einen ganzen Absatz beziehen möchtest, steht die Fußnote am Ende des letzten Satzes (vgl. Karmasin & Ribing 2014: 118).

Bei der Ausarbeitung einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit wird das Ziel verfolgt, eine bestimmte Forschungsfrage zu beantworten. Dies zieht in den meisten Fällen eine genaue Abgrenzung des Fachgebietes mit sich. Um dem Leser dennoch zu zeigen, dass man sich auch mit angrenzenden Themen auseinandergesetzt hat, kann man diese Informationen in Fußnoten verpacken. Während diese zusätzlichen Informationen im Haupttext als störend empfunden werden, können sie in den Fußnoten eine Bereicherung darstellen.

Diesbezüglich ist es allerdings wichtig, die Balance zu halten. So sollte eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit nicht mit Erläuterungen, Ergänzungen und Anmerkungen in den Fußnoten überschwemmt sein. Vielmehr sollen nur jene Informationen in den Fußnoten stehen, die eine Facette der Thematik abseits der Forschungsfrage beleuchten und somit eine Bereicherung sind.

Wer insgesamt Probleme mit der Formatierung einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit hat, sollte sich Hilfe bei einem professionellen Formatierungsservice holen. Mentorium hilft Studenten und Doktoranden bei ihren Abschlussarbeiten.

TIPPS:

  • Eine Fußnote beginnt mit einem Großbuchstaben und wird mit einem Punkt beendet, da sie als ganzer Satz aufgefasst wird (vgl. Rossig & Prätsch 2005, 129).
  • Überprüfe die Inhalte Deiner Fußnoten dahingehend, ob sie für das Verständnis des eigentlichen Haupttextes notwendig sind oder nicht. Sind diese Informationen notwendig, so gehören sie in den Haupttext (vgl. Theisen 2013: 186)!

Quellenangaben und weiterführende Literatur

Karmasin, Matthias & Ribing, Rainer (2014): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. 8. Aufl. Wien: Facultas.

Rossig, Wolfram E. & Prätsch, Joachim (2005): Wissenschaftliche Arbeiten. 5. Aufl. Weyhe: PRINT-TEC.

Theisen, Manuel René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München: Franz Vahlen

Wagner, Lothar (2012): Die wissenschaftliche Abschlussarbeit – Ratgeber für effektive Arbeitsweise und inhaltliches Gestalten. 3. Aufl. Saarbrücken: Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften.

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