Social Media im Bewerbungsprozess – Fluch oder Segen?

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09 Aug Social Media im Bewerbungsprozess – Fluch oder Segen?

Die Suche nach dem richtigen Job für dich war erfolgreich und du hast alle Tipps und Tricks bei der Erstellung deiner Bewerbungsunterlagen beachtet? Dein Anschreiben und Lebenslauf sind ausdrucksstark und selbstverständlich ohne Fehler. Außerdem hast du bei einem professionellen Fotografen neue Fotos machen lassen auf denen du im besten Licht scheinst. Was kann denn jetzt noch schief gehen?

Bevor du zu einem ersten Gespräch eingeladen wirst haben Personaler noch einige Tricks auf Lager, an die viele Bewerber nicht denken. Das Internet gibt über viele von uns mehr Informationen preis, als dem ein oder anderen lieb sein mag. Wie kannst du sicher gehen, dass der Personaler dich anhand deines Auftritts im Internet nicht aussortiert, sondern ganz oben auf seinem Bewerberstapel platziert?

Worauf solltest du im Bewerbungsprozess  achten?

Dir sollte bewusst sein, dass im Internet und vor allem auf sozialen Netzwerken, Dinge über dich zu finden sein könnten, die ein Personaler nicht sehen möchte. Selbst uralte Posts von Partys oder anderen Aktivitäten, die nicht mehr aktuell sind, können ausschlaggebend für eine Absage sein.

Generell ist jeder in der Lage diese Bilder und Infos zu finden, wenn er danach sucht und ein Personalchefs schauen sich bei interessanten Kandidaten die Infos aus dem Internet in gleichem Maße an wie die Lebensläufe in den Bewerbungen.

Google weiß alles

Als allererstes wird ein Personaler deinen Namen auf Google suchen und genauso solltest du auch vorgehen! Gib einfach deinen vollständigen Namen in der Google Suchleiste ein und schau dir die Ergebnisse an. Wichtig: Achte darauf, nicht nur die ersten Beiträge ins Auge zu fassen, sondern schaue dir mehrere Seiten der Google Suchergebnisse an.

Wenn du kaum Ergebnisse findest, was mit vielen Faktoren zusammenhängen kann, wie z.B. der Häufigkeit deines Namens, dann hilf Google, indem du deinen Wohnort oder andere Infos der Suche hinzufügst. Du bist mit den gefundenen Ergebnissen zufrieden und der Meinung, dass kein negativer Eindruck über dich vermittelt werden könnte? Dann auf zum nächsten Schritt!

Was kannst du jedoch unternehmen, wenn sich Fotos, Artikel oder andere peinliche Auftritte finden lassen? Als erstes solltest du eine der Google Funktionen nutzen und einen Antrag auf das Entfernen von Suchergebnissen stellen.

Wenn du das gemacht hast, muss dir bewusst sein, dass die entsprechenden Ergebnisse zwar nicht mehr bei einer Google-Suche auftauchen, sich aber immer noch im Internet befinden. Deshalb empfehle ich zusätzlich direkt den Webmaster der entsprechenden Website anzuschreiben, um die Infos über dich entfernen zu lassen. Meistens sind diese damit ohne weiteres einverstanden.

Ist dies nicht der Fall, empfehle ich zunächst damit zu argumentieren, dass deinem Ruf geschadet wird und im absoluten Notfall solltest du einen Anwalt einschalten. Hast du alle unerwünschten Inhalte entfernt? Dann auf zum nächsten Schritt.

TIPP:

Säubere deine Spuren im Internet und frische sie mit neuen Beiträgen auf um ein positives Bild beim Personaler zu hinterlassen.

Social Media – Fluch oder Segen?

Dieser Schritt kann ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, denn weißt du noch was du oder deine Freunde in den letzten Jahren alles gepostet haben?

Viele Jugendliche, aber auch Erwachsene, benutzen ihre Profile auf sozialen Netzwerken als Tagebuch und würden ein Bild mit einer Kiste Bier auf den Schultern hochladen, ohne über die möglichen Konsequenzen nachzudenken. Wenn du dich nicht gerade bei einem Unternehmen bewirbst, das Bier braut und die auf dem Bild zu sehende Kiste von genau dieser Marke ist, solltest du diesen und alle ähnlichen Posts dringend löschen.

Dazu gehören ebenfalls Bilder, wegen denen ein Personaler lediglich einen schlechten Eindruck von dir vermittelt bekommen könnte oder zu viel Haut sieht, denn er kennt dich nicht und schließt von wenigen Eindrücken auf deinen Charakter.

Die Suche nach entsprechenden Beiträgen kann etwas länger dauern, weshalb du ab sofort deine Profileinstellungen anpassen solltest, um dir in Zukunft diese Arbeit zu sparen und unangebrachte Beiträge ablehnen kannst, bevor sie veröffentlicht werden. Denn es kann immer passieren, dass ein Freund ganz ohne böse Absicht ein Bild von der letzten Party oder dem letzten Urlaub veröffentlicht.

TIPP:

Achte auf Beiträge, die im Internet veröffentlicht werden und deinen Namen beinhalten oder Bilder, auf denen du zu sehen bist. Stelle deine Privatsphäre-Einstellungen um, damit Beiträge nicht einfach ohne deine Erlaubnis veröffentlicht werden können.

Relevanz von Social Media Business Netzwerken

In der heutigen Arbeitswelt ist es wichtiger denn je sich ein Netzwerk mit Geschäftspartnern und Kollegen aufzubauen. Das soziale Netzwerk LinkedIn, das in diesem Bereich am bekanntesten und erfolgreichsten ist, dient sowohl zum Knüpfen geschäftlicher Verbindungen, als auch zum Teilen von Informationen aus der Wirtschafts- und Geschäftswelt.

Falls du noch kein Profil hast, kann ich dir nur empfehlen, schleunigst eines zu erstellen und ein Profil einzurichten. Der virtuell erstellte Lebenslauf ist aussagekräftiger als selbstgeschriebene CVs, weil ebenfalls Kenntnisse und Fähigkeiten von anderen Nutzern bestätigt werden können und Empfehlungen aus ehemaligen Arbeits- und Kooperationsverhältnissen ausgestellt werden.

Zusätzlich findest du Jobs, die zu deinem Profil passen und mit ein wenig Glück schreibt dich schon bald ein Headhunter mit einem spannenden Stellenangebot persönlich an.

TIPP:

  • Nimm dir Zeit für eine ausführliche Beschreibung und professionelle Gestaltung deines Profils und füge den Link deiner Bewerbung hinzu um Pluspunkte zu sammeln. Profile anderer Experten können dir dabei als Anhaltspunkt dienen.

Ein Gastbeitrag von Hendrik von StudentJob

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