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Kostenlose Plagiatsprüfung – Top oder Flop?

Veröffentlicht am . Zuletzt geändert am .
Kostenlose Plagiatsprüfung


Bei einer umfangreichen Hausarbeit, Deiner Abschlussarbeit oder einer Dissertation kann das Zitieren schnell zum Minenfeld werden und die Idee, eine kostenlose Plagiatsprüfung zu verwenden, ist naheliegend. Denn auch unabsichtlich können sich immer wieder Fehler einschleichen, sei es aus Zeitdruck oder wegen fehlender Vorbereitung. Damit der Verdacht auf ein Plagiat gar nicht erst aufkommt, ist eine professionelle Plagiatsprüfung zu empfehlen – damit bist Du auf der sicheren Seite.

Kostenlose Plagiatsprüfung – Der Vergleich

Es gibt online diverse Service-Seiten mit spezieller Plagiatssoftware, die eine Plagiatsprüfung kostenlos anbieten. Sie versprechen eine hohe Erkennungsrate durch den Zugriff auf zahlreiche Datenbanken. Dabei richten sie sich besonders an Studenten. Denn die möchten ihre Unsicherheiten beseitigen, dabei aber möglichst kein Geld ausgeben. Mit der Fülle an online verfügbaren Daten kann man im Alleingang schnell die Orientierung verlieren.

Dabei ist es grundsätzlich kein Problem, auf die Ideen und Formulierungen, also geistiges Eigentum anderer zurückzugreifen – so lange man die entsprechenden Stellen nur ausreichend kenntlich macht und sich an die zulässigen Formate hält.

Fehler so früh wie möglich vermeiden

Viele Fehler kannst Du in Deiner Arbeit bereits vermeiden, wenn Du Dich im Vorfeld mit dem Thema Plagiat beschäftigst. Hochschulen wie die Universität Münster geben einen Überblick mit Beispielen, was ein Plagiat genau ist. Andere bieten ihren Studenten ausführliche Leitfäden zum richtigen Zitieren. Das Schreibportal der Universität Leipzig hat sogar gleich mehrere Übungsaufgaben parat. Regelmäßig wird an der Justus-Liebig-Universität Gießen eine überarbeitete „Satzung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ herausgegeben, vom Präsidenten Überarbeitet. Dazu gibt es sogar ein webbasiertes Training.

Außerdem kann eine spezielle Software die Verwaltung Deiner verwendeten Literatur und Zitate von Anfang an unterstützen (vgl. Reinicke, 2019, S. 72). Es ist wichtig, sich frühzeitig mit den verschiedenen Zitierarten und zu beschäftigen.

Unterscheidung der Zitierarten, die auch eine kostenlose Plagiatsprüfung erkennen muss

Abb.1: Unterscheidung der Zitierarten von der Phil.Hist.-Fakultät der Universität Augsburg, die auch eine kostenlose Plagiatsprüfung erkennen muss.

Dementsprechend ist es ebenso wichtig, die verschiedenen Plagiat-Arten zu kennen. Denn während viele Studierenden das Vollplagiat oder das Selbstplagiat ein Begriff ist, ist manchen Studierenden ist gar nicht bewusst, dass es auch so etwas wie ein Ideenplagiat oder ein Strukturplagiat gibt.

Kostenlose Plagiatsprüfung zur Absicherung

Willst Du trotzdem Deine fertige Arbeit nochmals checken und eine kostenlose Plagiatsprüfung kostenlos durchführen, so bieten sich im Internet dafür einige Möglichkeiten. Allerdings sollte Dir bewusst sein, dass hier in der Regel nur eingeschränkte Leistungen zur Verfügung stehen. Wird eine Plagiatsprüfung kostenlos angeboten, handelt es sich oft lediglich um Testversionen. Die Nutzung soll letztendlich zum Kauf der kostenpflichtigen Services animieren. Auch gibt es häufig Einschränkungen, was die Anzahl der zu überprüfenden Worte angeht. So kannst Du beispielsweise eine umfangreiche Abschlussarbeit nicht vollständig, sondern nur in Teilen checken lassen. Deshalb solltest Du Dir die Angebote für eine kostenlose Plagiatsprüfung vorher ganz genau anschauen.

Tabelle 1: Vergleich kostenloser Plagiatsprüfungen

ANBIETERPROCONTRA
NoplagiatUmfangreicher Datenzugriff, erkennt Zitate sowie ParaphrasenKostenlose Nutzung aber nur über Credits durch Eigenwerbung
PlagiarismaKostenloser Bericht mit Prozentangabe von Übereinstimmungen

Nur 3x täglich Texte bis 2.000 Zeichen, sowie

Premium-Kosten

PlagawareUmfangreicher sowie übersichtlicher VergleichAber nur 10 Test-Seiten kostenlos
PlagiumAuflistung von Übereinstimmungen, jedoch ohne VergleichFür kurze Texte, aber nur bis 1.000 Zeichen
PlagScanHochwertiger Vergleich mit großer Datenbank, sogar von Unis genutztjedoch nur Testversion kostenlos

Wie funktionieren kostenlose Plagiatsprüfungen?

Bei einer Plagiatsprüfung geht es um das Aufspüren von Inkonsistenzen (vgl. Großmann/Halft, 2012, S. 64). Um die Plagiatsprüfung kostenlos durchzuführen, greifen die verschiedenen Anbieter auf Online-Datenbanken zu. Die enthaltenen Quellen gleichen sie dann mit Deinem eigenen Dokument ab. Das macht die Überprüfung sehr einfach, weil Du nur Deinen Text auf der entsprechenden Website einfügen musst. Hier ist von Vorteil, dass inzwischen eine Vielzahl an Quellen auch online zur Verfügung steht. Allerdings haben Dienstleister, die eine kostenlose Plagiatsprüfung anbieten, oft keinen Zugriff auf geschützte wissenschaftliche Datenbanken mit Fachzeitschriften und Publikationen.

Nach der Eingabe Deines Textes werden sämtliche Übereinstimmungen markiert sowie der Quelle gegenübergestellt. So kannst Du die Textstellen direkt miteinander vergleichen. Allerdings erhältst Du bei einigen Anbietern nur einen Prozentsatz an Übereinstimmungen oder eine Auflistung mit Links. Diese musst Du dann eigenständig überprüfen, was unnötig Zeit kostet.

Achtung

Bietet eine Website die Plagiatsprüfung kostenlos an, greift sie oft nur auf eine kleine Anzahl an Quellen und Datenbanken zurück. Somit kann sie bei längeren Arbeiten in der Regel nicht alle relevanten Textstellen ausreichend überprüfen!

Plagiatsprüfung kostenlos vs. kostenpflichtig

An vielen Universitäten erklärst Du Dich bei Abgabe Deiner Arbeit schriftlich damit einverstanden, dass sie bei Verdacht mithilfe einer Plagiatssoftware überprüft werden darf. So zum Beispiel an der Phil.Hist. Fakultät der Universität Augsburg mit der Software PlagScan. Vorab eine eigene kostenlose Plagiatsprüfung durchzuführen, kann Dir durchaus ein Stück Sicherheit geben. Wie Du gesehen hast, sind die Leistungen allerdings nur sehr einschränkt für umfangreiche Arbeiten brauchbar. Beispielsweise sind auch Hinweise auf unsaubere Zitate wichtig (vgl. Bergen, 2016, S. 60), die eine kostenlose Plagiatsprüfung aber nur selten liefern kann.

Auch digitale Quellen im Internet bilden inzwischen wichtige Grundlagen für wissenschaftliches Arbeiten (vgl. Prexl, 2016, S. 16). Eine kostenlose Plagiatsprüfung durchzuführen, bietet Dir einen Abgleich mit umfassender Internet-Suche. Die wirklich nützlichen Features kannst Du jedoch meist erst in einer kostenpflichtigen Plagiatsprüfung der Anbieter freischalten. Es ist deshalb nur bedingt für wichtige Haus- und Abschlussarbeiten zu empfehlen, eine Plagiatsprüfung kostenlos zu beauftragen. Du musst mit einigen Abstrichen rechnen.

Du solltest sorgfältig abwägen zwischen einer kostenlosen Plagiatsprüfung und einer kostenpflichtigen

Abb.2: Vorsicht mit einem Copy-&Paste-Plagiat; auch die Hochschule Mittweida nimmt das Thema Plagiat ernst, da reicht eine kostenlose Plagiatsprüfung oft nicht

Willst Du die Überprüfung Deiner Arbeit wirklich vollständig und zuverlässig durchführen, wirst Du um einen kostenpflichtigen Service nicht herumkommen. Dieser nimmt in der Regel nicht viel mehr Zeit in Anspruch als eine kostenlose Plagiatsprüfung. Du erhältst aber ein ungleich zuverlässigeres Ergebnis. Die verfügbaren Datenbanken sind deutlich größer und der Preis bleibt auch bei umfangreichen Arbeiten verschmerzbar.

Was kostenpflichtige Plagiatsprüfungen leisten

Es hat viele Vorteile, eine kostenpflichtige Plagiatsprüfung zu nutzen anstatt eine kostenlose Plagiatsprüfung durchzuführen. Zum einen betrifft das den Umfang der Datenbanken. Diese beinhalten auch eine Vielzahl geschützter wissenschaftlicher Quellen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit deutlich größer, dass Deine ausgewählte Literatur enthalten ist und überprüft werden kann. Zudem erhältst Du schon nach kurzer Zeit ein vertrauenswürdiges und zuverlässiges Ergebnis – auch kurzfristig an Feiertagen oder Wochenenden.

In einem detaillierten Bericht mit übersichtlichen Markierungen kannst Du potentielles Plagiat einfach erkennen und überprüfen. So siehst du auch, ob Deine Zitate eindeutig gekennzeichnet sind. Bei Fragen steht Dir ein Kundenservice als Ansprechpartner zur Verfügung. Du gibst deine Arbeit in seriöse und erfahrene Hände und kannst sicher sein, dass Deine Daten stets geschützt bleiben. Das Risiko von einem Plagiatsvorwurf wird so deutlich minimiert und Du kannst deine Abschlussarbeit guten Gewissens abgeben.

Die Möglichkeiten, im Internet eine kostenlose Plagiatsprüfung durchzuführen, erscheint zunächst verlockend. Willst du Deine Arbeit jedoch wirklich vollständig und zuverlässig überprüfen lassen, so wirst Du um eine kostenpflichtige Plagiatsprüfung nicht herumkommen. Allerdings sind die Kosten überschaubar und lohnen sich. Vor allem, wenn es um einen so wichtigen Text wie Deine Abschlussarbeit geht.

FAQ Kostenlose Plagiatsprüfung

Wer nutzt kostenlose Plagiatsprüfungen?

Die Angebote sind in erster Linie an Studenten gerichtet. Sie wollen ihre wissenschaftlichen Arbeiten überprüfen lassen und möglichst kein Geld dafür ausgeben. Dabei ist eine professionelle Plagiatsprüfung deutlich sicherer und die Kosten überschaubar.

Was leisten kostenlose Plagiatsprüfungen?

Deine Arbeit wird mit anderen Texten im Internet verglichen. Ein Zugriff auf geschützte wissenschaftliche Datenbanken ist in der Regel ausgeschlossen.

Was ist die Begrenzung für eine kostenlose Plagiatsprüfung?

Meistens kannst Du nach einer begrenzten Wortzahl oder einer bestimmten Testzeit den kostenlosen Service nicht weiter nutzen. Dafür musst Du auf die kostenpflichtige Version umsteigen.

Für wen kommen kostenlose Plagiatsprüfungen in Frage?

Aufgrund der vielen Einschränkungen solltest Du eine kostenlose Plagiatsprüfung nur für kürzere Texte oder einzelne Passagen anwenden. Für eine umfangreiche Abschlussarbeit oder Dissertation ist sie nicht geeignet.

Literatur

Bergen, Ben (2016): Erfolgreiche Studienarbeiten verfassen, München.

Großmann, Stephanie et. al (2012): Plagiate aus textanalytischer Sicht – Vorschläge zu ihrer Systematisierung und Prüfung; In: Grottke, Markus (Hrsg.) (2012): Plagiatserkennung, Plagiatsvermeidung und Plagiatssanktionierung, Köln.

Prexl, Lydia (2016): Mit digitalen Quellen arbeiten, 2. Auflage, Paderborn.

Reinicke, Katja (2019): Wissenschaftlich schreiben und denken, Tübingen.

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