Tipps + Beispiele für die Gliederung einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit

Tipps, Ratgeber, Beispiele zur Gliederung einer Bachelorarbeit, Masterarbeit und Dissertation
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22 Mrz Tipps + Beispiele für die Gliederung einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit

Einleitung

Die Gliederung von Bachelorarbeit & Masterarbeit: Sowohl Bachelorarbeiten als auch Masterarbeiten sind umfangreiche wissenschaftliche Texte, die für einen guten Überblick über die Inhalte gegliedert werden müssen. Diesbezüglich gibt es Konventionen, die Du einhalten musst.

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wesentlichen Bestandteile einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Danach werden die wichtigsten formalen Vorschriften thematisiert, welche direkt auf die Gliederung des Textes bezogen sind. Um den Artikel abzurunden, werden im abschließenden Kapitel die Vorteile der Arbeit mit Formatvorlagen dargelegt.

Die Bestandteile einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit

Wissenschaftliche Arbeiten sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eine bestimmte Struktur aufweisen. Dies dient beispielsweise der Übersichtlichkeit sowie der guten Lesbarkeit. Unterteilt werden die Bestandteile einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit in die Vortexte und Verzeichnisse, den Haupttext sowie die Nachtexte.

Vortexte und Verzeichnisse

Die Vortexte sind – der Name deutet bereits darauf hin – jene Texte, die dem Haupttext vorangehen. Dabei handelt es sich um die Danksagung, das Vorwort oder eine Widmung. Üblicherweise werden diese Bestandteile in Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten nur selten verwendet.

Des Weiteren sind alle Verzeichnisse vor dem Haupttext aufzulisten. Das ist zum einen das Inhaltsverzeichnis. Nach Bedarf müssen auch Abbildungs-, Tabellen- und/oder Abkürzungsverzeichnis auch hinzugefügt werden.

Folgende Abbildungen geben Dir einen Überblick, welche Anordnungen der einzelnen Bestandteile vorkommen können.

Deckblatt, Vorwort, Danksagung

(Vgl. Führich o.J.: 1)

Titelblatt, Eidesstattliche Erklärung, Widmung

(Vgl. Krahl 2003: 2)

TIPPS:

  • Jede Hochschule und jedes Institut gibt formale Richtlinien für wissenschaftliche Abschlussarbeiten heraus. Informiere Dich über die Vorgaben und halte diese ein!
  • Recherchiere, ob Dein/e BetreuerIn, das Institut oder die Hochschule ein Worddokument zum Download bereitstellt, das als Formatvorlage für die Bachelorarbeit oder Masterarbeit dient. In solch einer Vorlage sind alle wichtigen Bestandteile in der korrekten Reihenfolge aufgelistet. Auf diese Weise vergisst Du auf keinen Teil der Bachelorarbeit oder Masterarbeit.

Haupttext

Beim Haupttext einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit handelt es sich um jenen Textteil, in dem die Beantwortung der Forschungsfrage erfolgt. Er gliedert sich im Wesentlichen in eine Einleitung, den Hauptteil und den Schlussteil.

Die Einleitung fungiert quasi als Wegweiser durch die Bachelorarbeit, der interessierten LeserInnen einen Abriss über die thematisierten Bereiche gibt. LeserInnen werden an das gewählte Thema herangeführt (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 200). Im Hauptteil beschäftigst Du Dich mit der Beantwortung der Forschungsfrage. Es gibt viele Möglichkeiten, den Hauptteil zu strukturieren. Ein gängiger Aufbau ist beispielsweise die Gliederung in

  • Forschungsstand
  • Hypothesenbildung
  • Daten und Methoden
  • Ergebnisse.

Diese Gliederung wird v. a. bei empirischen Arbeiten verwendet. Abhängig von der gewählten Methode gibt es viele weitere Möglichkeiten, den Hauptteil zu gliedern. Darunter befinden sich beispielsweise chronologische, deduktive, induktive oder systematische Anordnungen.

Das Hauptaugenmerk beim Schlussteil liegt darin, eine Interpretation der gewonnenen Ergebnisse in Bezug zur eingangs dargelegten Problemstellung und Zielsetzung zu schreiben (vgl. Winter 2004:75).

TIPPS:

  • Es ist ratsam, vor dem Schreiben des Textes eine grobe Einteilung der Inhalte des Hauptteils vorzunehmen. So ist sichergestellt, dass der Aufbau logisch strukturiert wird. Anhand dieses Überblicks schreibst Du schneller und fokussierter.
  • Außerdem kannst Du Überlegungen hinsichtlich der Gewichtung einzelner Teilbereich anstellen. Achte darauf, dass wichtigen Teilbereichen mehr Platz eingeräumt wird!
  • Viele AutorInnen empfehlen, sich zuerst dem Schreiben des Haupttextes zu widmen. Danach schreibst Du den Schlussteil und zuletzt die Einleitung (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 201; Theisen 2013: 152 und Bänsch & Alewell 2013: 79)

Nachtexte

Zu den Nachtexten werden Quellenverzeichnisse sowie der Anhang gezählt. Manche Universitäten schreiben vor, die Eidesstattliche Erklärung nach den Haupttext zu stellen.

TIPPS:

  • Erkundige Dich, welche Bestandteile einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit nach den Haupttext gestellt werden müssen. Diesbezüglich gibt es fachspezifische Unterschiede!

Formale Vorschriften

Die Gestaltung einer Bachelor- oder Masterarbeit ist durch viele formale Vorschriften geprägt. Diese dienen in erster Linie dazu, jeder wissenschaftlichen Arbeit eine bestimmte Struktur und ein bestimmtes Aussehen zugrunde zu legen. Begründet ist das beispielsweise durch eine bessere Übersichtlichkeit.

Die formalen Vorschriften betreffen nahezu alle Aspekte einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Sie regeln zum Beispiel die Gestaltungsweise des Deckblattes, den strukturellen Aufbau, die Formatierung, die Zitierweise oder das Quellen- und Literaturverzeichnis. Im Folgenden wird auf jene formalen Vorschriften eingegangen, welche die Gliederung einer Arbeit betreffen.

Jeder umfangreiche Text muss in Kapitel und Unterkapitel eingeteilt werden, die mit adäquaten Überschriften versehen sind. Die Formatierung jeder Überschrift bzw. Unterüberschrift muss Auskunft über die Gliederungsebene geben. Das wird einerseits mithilfe der Schriftart und -größe erreicht. Andererseits werden Überschriften mit Klassifizierungsnummern versehen:

Überschriften mit Klassifizierungsnummern

TIPPS:

  • Informiere Dich über die Gepflogenheiten in Deinem Fachgebiet! In die Benotung einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit fließt die äußerliche Gestaltung ein.
  • Arbeite mit Formatvorlagen, denn diese bieten Dir zwei Vorteile: Das Formatieren wird vereinfacht, außerdem lassen sich automatisch aktualisierbare Verzeichnisse erstellen!
  • Erkundige Dich, welche Teile einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit mit Klassifizierungsnummern versehen werden müssen! In diesem Zusammenhang informierst Du Dich auch, welche Teile mit Seitenzahlen versehen werden sollen.

Die Arbeit mit Formatvorlagen

Bei der Erstellung eines umfangreichen Textdokumentes ist es empfehlenswert, mit sogenannten Formatvorlagen zu arbeiten. Diese bieten zwei große Vorteile: Zum einen wird dadurch das Formatieren vereinfacht, zum anderen lassen sich automatisch aktualisierbare Verzeichnisse erstellen.

Formatierung

Es empfiehlt sich, bereits vor dem Schreiben des Textes eine Datei zu erstellen, in der alle benötigten Formatbausteine enthalten sind:

Formatbausteine einer Bachelorarbeit

Als nächsten Schritt ordnest Du die entsprechenden Formatvorlagen zu. Markiere den betreffenden Absatz und wähle aus dem Menüband aus, welche Formatvorlage Du verwenden möchtest.

Zuordnung der Formatvorlagen

Danach formatierst Du diese gemäß Deinen formalen Richtlinien. Ein Beispiel:

Formatierung gemäß formaler Richtlinien

Durch diese Vorgehensweise musst Du bei nachträglichen Änderungen der Formatierung lediglich die betreffende Formatvorlage ändern. Das manuelle Ändern der Formatierung entfällt.

Automatisch aktualisierbare Verzeichnisse

Das manuelle Erstellen von Inhaltsverzeichnissen und anderen Verzeichnissen ist eine aufwändige und fehleranfällige Arbeit. Vor allem das nachträgliche Überarbeiten nimmt viel Zeit in Anspruch. Dies lässt sich mithilfe automatisch aktualisierbarer Verzeichnisse vermeiden.

Um ein automatisch aktualisierbares Inhaltsverzeichnis zu erstellen, musst Du mit Formatvorlagen arbeiten. Word erstellt Dir dann auf Knopfdruck ein Inhaltsverzeichnis, wobei Kapitelüberschriften gemäß ihrer Hierarchie aufgelistet sind und mit Seitenzahlen versehen sind. Der Vorteil liegt auf der Hand: Es kommt oft vor, dass im Zuge des Verfassens größere Änderungen oder Umstrukturierungen notwendig sind. All diese Veränderungen werden mithilfe des Befehls „Gesamtes Verzeichnis aktualisieren“ übernommen.

automatisch aktualisierbares Inhaltsverzeichnis

(Mithilfe des Buttons „Inhaltsverzeichnis“ in der Registerkarte „Verweise“ lassen sich automatisch aktualisierbare Inhaltsverzeichnisse erstellen.)

Viele Bachelorarbeiten und Masterarbeiten beinhalten Abbildungen und Tabellen zur Veranschaulichung der Sachverhalte. Auch diese müssen in Verzeichnissen aufgelistet werden. Um dies zu automatisch zu bewerkstelligen, fügst Du bei jeder Abbildung und jeder Tabelle eine Beschriftung ein.

Beschriftung einfügen

(Klicke mit der rechten Maustaste auf die Abbildung, die Du beschriften möchtest. Wähle im sich öffnenden Menü den Befehl „Beschriftung einfügen“.)

Im Anschluss kannst Du mit dem Befehl „Abbildungsverzeichnis einfügen“, den Du im Menüband findest, ein Verzeichnis an der gewünschten Stelle einfügen.

Abbildungsverzeichnis einfügen

Quellenangaben

Bänsch, Axel & Alewell, Dorothea (2013): Wissenschaftliches Arbeiten. 11. Aufl. München: Oldenbourg Verlag.

Führich, Ernst R. (o.J.): Die Diplomarbeit. Wie man formal eine wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. URL: http://www.hochschule-kempten.de/Wirtschaftsrecht/diplomarbeit/anweisung.pdf, abgerufen am 17.03.2017.

Krahl, Anna (2013): Wie schreibe ich eine Bachelorarbeit? URL: https://www.steinmann.uni-bonn.de/arbeitsgruppen/wirbeltierpalaeontologie/bsc-skript-anna-krahl.pdf, abgerufen am 17.03.2017.

Stickel-Wolf, Christine & Wolf, Joachim (2013): Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

Theisen, Manuel René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München: Franz Vahlen.

Winter, Wolfgang (2005): Wissenschaftliche Arbeiten schreiben. 2. Aufl. Frankfurt: Redline Wirtschaft.

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Über den Autor:
marina.feidel@mentorium.de

Marina Feidel studierte Wirtschaftswissenschaften (Regionalmanagement) an der FH Eberswalde. Während ihres Studiums hat Frau Feidel bereits als Tutorin ehrenamtlich Studenten zum Thema "Wissenschaftliches Schreiben" betreut. In einem Redaktionsteam hat Sie an unserem kostenlosen und umfangreichen eBook (Ratgeber) zum Thema "Wissenschaftliches Arbeiten" mitgewirkt und dabei ihr Wissen und ihre Erfahrung in der wissenschaftlichen Betreuung von Studenten einfliessen lassen. Frau Feidel unterstützt mit ihren ehrenamtlichen Beiträgen zur Mentorium Wissensdatenbank auch in Zukunft Studenten bei der Erstellung von Hausarbeiten, Seminararbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten.



 

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