Weshalb ist Lektorieren lassen besser als das Korrektorat?

Insbesondere, wenn es um wissenschaftliche und damit anspruchsvolle Texte geht, ist die Sprache DAS Vehikel, über welches man die manchmal doch sehr komplexen Inhalte an den Leser (also den Betreuer und Gutachter) übermittelt. Die alleinige Verbesserung von Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion ist zwar wichtig, aber sehr oft nicht ausreichend.

Deshalb sollte zusätzlich zu dem gerade beschriebenen Korrektorat eine Abschlussarbeit, wie beispielsweise eine Bachelorarbeit, auch die Stilverbesserung als Bestandteil der sprachlichen Optimierung enthalten. Der Lektor achtet dabei auf eine elaborierte, wissenschaftliche Ausdrucksweise und verständliche Satzkonstrukte. Bandwurmsätze synthetisiert er möglichst in kompaktere Sätze. Monotone Wortwiederholungen bzw. Ausdrucksweisen werden durch Synonyme oder veränderte Satzstrukturen aufgelöst.

Das Lektorat enthält aber nicht nur die gesamtsprachliche Optimierung, sondern auch ein qualifiziertes Feedback zu allem, was dem Lektor auffällig erscheint, wie z.B. inhaltliche Redundanzen (überflüssige Wiederholung von Aussagen), Inkonsistenzen, Inkohärenzen, Probleme im Aufbau (Struktur, Gliederung) der Arbeit, der Logik von Ausführungen, Probleme beim Formatieren und Unregelmäßigkeiten beim Zitieren bzw. bei Quellenangaben. Das Feedback kann auch Vorschläge und Tipps zur Verbesserung enthalten.

Insbesondere bei fremdsprachlichen Texten, die nicht der eigenen Muttersprache entsprechen, wie z.B. Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch, sollte immer ein Lektorat gebucht werden. Nur so ist eine sinnvolle und vollumfängliche sprachliche Verbesserung der Arbeit möglich.