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Eidesstattliche Erklärung Masterarbeit | Tipps & Vorlagen

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Eidesstattliche Erklärung Masterarbeit


Die Eidesstattliche Erklärung ist für die Masterarbeit ein wichtiger Bestandteil. Missachtest du die eidesstattliche Versicherung, kann die Masterarbeit nicht anerkannt werden – schlimmstenfalls wird dir sogar dein Mastertitel aberkannt. Deshalb erklärt dir dieser Beitrag, auf was genau du achten musst, damit du deine Arbeit ruhigen Gewissens einreichen kannst!

Was ist eine eidesstattliche Erklärung für die Masterarbeit?

Durch die eidesstattliche Erklärung für die Masterarbeit bestätigst du an Eides statt, dass du die wissenschaftliche Arbeit selbstständig und nur mit Hilfe der von dir angegebenen Quellen verfasst hast. Das Lektorat einer Masterarbeit ist völlig legal und hiervon nicht betroffen – denn dabei werden ja keine Inhalte verändert.

Außerdem versicherst du, dass die Masterarbeit noch nie als Prüfungsleistung vorgelegt wurde (vg. Wöger 2019: 38) und du alle Quellen rechtmäßig zitiert hast. Um das noch einmal zu checken, bietet sich eine Plagiatsprüfung an. Als rechtlich bindendes Dokument ist die Eidesstattliche Versicherung in der Masterarbeit ein geforderter Bestandteil für den Mastertitel. Das heißt, es darf wirklich in keiner Arbeit fehlen – in Gegensatz zum Sperrvermerk für die Masterarbeit oder der Danksagung der Masterarbeit, die nur manchmal nötig oder angebracht sind.

Beispiel für die eidesstattliche Erklärung (Quelle:Universität Münster)

Abb. 1: Beispiel für die eidesstattliche Erklärung (Quelle: Richtlinien zum Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten der Universität Münster)

Die meisten Hochschulen veröffentlichen Richtlinien für die Eidesstattliche Erklärung – wenn nicht sogar, wie die Universität Regensburg, eine Vorlage zum Download. Auch an welche Position in deiner Masterarbeit die eidesstattliche Erklärung gehört, gibt deine Hochschule vor. In der Regel wird das ausgefüllte, handschriftlich unterschriebene Dokument vor die erste oder letzte Seite der Masterarbeit eingelegt. Eine besondere Formatierung wird in den meisten Fällen nicht gefordert.

So wichtig ist die eidesstattliche Erklärung der Masterarbeit!

Die Eidesstattliche Erklärung ist ein rechtsgültiges Dokument. Mit anderen Worten: Du versicherst rechtlich bindend, dass deine Masterarbeit ein Produkt deines selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens ist. Folglich, dass fremdes geistiges Eigentum immer unter Angabe von Quellen kenntlich gemacht wurde.

Im Grunde genommen verlangen Hochschulen Eidesstattliche Erklärungen, um rechtlich sicherzustellen, dass Studierenden kein Plagiat verwenden bzw. Täuschungsversuche vornehmen und richtig zitieren. Demzufolge drohen dir bei Verstoß gegen die Eidesstattliche Erklärung rechtliche Konsequenzen(vgl. Universität Trier).

Missachtest du die Vorgaben, machst fehlerhafte Angaben oder vergisst die Eidesstattliche Erklärung beim Masterarbeit schreiben, machst du dich nach § 156 StGB und § 161StGB strafbar. Die Hochschulen, wie beispielsweise die Universität Heidelberg in ihrer Belehrung zur eidesstattlichen Versicherung, geben an, dass bei vorsätzlich falschem Vorgehen eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren oder eine Geldstrafe drohen.

Dementsprechend hat dies verheerende Folge für deinen akademischen Werdegang. Nicht nur wird deine Masterarbeit nicht anerkannt, auch kann dir noch Jahre nach Einreichen deiner Abschlussarbeit der Mastertitel aberkannt werden (vg. Balzert, Schäfer, Schröder, Kern 2008: 203). Deshalb solltest du besonders darauf achten, dass die Selbstständigkeitserklärung der Masterarbeit den Vorgaben deiner Hochschule entspricht!

Was ist der Unterschied zu einer „Ehrenwörtlichen Erklärung“?

Von Hochschule zu Hochschule werden unterschiedliche Begriffe gebraucht: Ebenso existieren die Synonyme„Eidesstattliche Versicherung“, „Ehrenwörtliche Erklärung“ und „Selbständigkeitserklärung“. Manche Websites behaupten, es gäbe hier rechtliche Unterschiede – dies ist jedoch nicht der Fall. Wie aus der Tabelle hervorgeht, gibt es aber nur Unterschiede im Wortlaut des ersten Satzes:

Tabelle 1: Synonyme für Eidesstattliche Erklärung und ihre Bedeutung

Begriff Bedeutung Wortlaut
Eidesstattliche Erklärung Bestätigt an Eides statt die wissenschaftliche Vorgehensweise „Ich erkläre hiermit an Eides statt, dass …“
Eidesstattliche Versicherung Synonym für Eidesstattliche Erklärung, versichert das selbständige wissenschaftliche Arbeiten „Hiermit versichere ich, dass …“
Ehrenwörtliche Erklärung Ebenso Synonym für Eidesstattliche Erklärung, gibt das Ehrenwort ab „Hiermit versichere/bestätige ich, dass …“
Selbständigkeitserklärung Ebenso Synonym für Eidesstattliche Erklärung, erklärt das selbständige wissenschaftliche Arbeiten „Hiermit erkläre ich, dass …“

Wird dir ein Plagiat oder Täuschungsversuch vorgeworfen, hängt es nicht davon ab, ob du deine Erklärung als Ehrenwort oder an Eides statt abgegeben hast – es drohen in jedem Fall Strafen! Über die Schwere des Falls entscheidet im Einzelfall der Prüfungsausschuss (vgl. Universität Konstanz).

Aufbau und Inhalt der eidesstattlichen Erklärung der Masterarbeit

Wie sich die eidesstattliche Erklärung in Aufbau und Inhalt gestaltet und wo sie sich in die Gliederung deiner Masterarbeit einfügt, richtet sich nach Vorgaben deiner Hochschule beziehungsweise Fakultät. In der Regel veröffentlichen diese dann entsprechende Hinweise auf ihren Webseiten –wie beispielsweise die Universität Köln. Oft findest du hier ebenso Mustervorlagen, die du als Eidesstattliche Erklärung für die Masterarbeit verwenden kannst.

Aufbau

Wenn deine Hochschule dazu keine Angaben macht, kannst du dich an folgende Angaben halten, denn eine Eidesstattliche Erklärung ist immer gleich aufgebaut. Sie besteht aus

  • Überschrift,
  • Eidesstattliche Erklärung selbst
  • Ort, Datum, deinem Namen sowie
  • deiner handschriftlichen Unterschrift.

 

Weiterhin kannst du den Titel deiner Masterarbeit und deine Matrikelnummer hinzufügen. Insgesamt ist die Erklärung aber meist nicht länger als 500 Zeichen. Die A4-Seite, auf der die Eidesstattliche Erklärung abgedruckt ist, wird nicht nummeriert und erscheint zudem nicht im Inhaltsverzeichnis deiner Masterarbeit (vg. Sandberg 2016: 84, 249).

Inhalt

Auch inhaltlich besteht die Eidesstattliche Erklärung im Wesentlichen nur aus drei Aussagen:

  • dass du selbständig und ohne fremde Hilfe angefertigt hast,
  • dass alle Textstellen, die wörtlich oder inhaltlich auf fremdes Gedankengut zurückgreifen, kenntlich gemacht wurden und
  • die Masterarbeit noch nie einem anderen Prüfungsamt vorgelegt und zudem nicht veröffentlicht wurde.

 

Stellt dir deine Hochschule keine Vorlage zur Verfügung, solltest du sicher gehen, dass in deiner Masterarbeit die Selbstständigkeitserklärung die genannten Aspekte ausführt.

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Wohin kommt die eidesstattliche Erklärung in der Masterarbeit?

Des Weiteren an welcher Stelle die eidesstattliche Erklärung in der Masterarbeit steht, legt deine Hochschule fest. Doch gibt es nur drei Möglichkeiten:

 

Solltest du deine Masterarbeit nur in digitaler Form abgeben, muss die Erklärung trotzdem gesondert in Papierform eingereicht werden.

Unser Tipp

Scanne das Dokument nach dem Unterschreiben wieder ein und füge es dann als PDF mit deiner Masterarbeit zusammen. Dadurch gibt du deine Masterarbeit in einer Datei gebündelt ab!

Eidesstattliche Erklärung Masterarbeit: Vorlagen

Häufig stellen Hochschulen bzw. Fakultäten ihren Studierenden das ein oder andere Masterarbeit-Beispiel und dabei auch Muster für die Eidesstattliche Erklärung zum Download zur Verfügung.

Stellt dir deine Hochschule keine Vorlage für die Eidesstattliche Erklärung in der Masterarbeit zur Verfügung, kannst du stattdessen folgendes Muster nutzen:

Mustertext Eidesstattliche Erklärung in der Masterarbeit

Abb 2.: Mustertext Eidesstattliche Erklärung in der Masterarbeit

Hier findest du dieses Muster der Selbstständigkeitserklärung für die Masterarbeit als Word-Vorlage oder PDF-Vorlage:

Da die Eidesstattliche Erklärung ein wichtiges, rechtlich bindendes Dokument ist, darfst du es in deiner Masterarbeit keinesfalls vergessen! Wenn du aber die Vorgaben deiner Hochschule recherchierst und dich an unsere Tipps hältst, kann nichts schiefgehen – und dich erwarten keine rechtlichen Konsequenzen.

FAQ

Muss ich die Eidesstattliche Erklärung der Masterarbeit unterschreiben?

Die Eidesstattliche Erklärung ist ein rechtsgültiges Dokument, da du an Eides statt die Richtigkeit deiner Angaben bestätigst. Aus diesem Grund muss das Dokument handschriftlich von dir unterschrieben werden. Eine elektronische, eingescannte Unterschrift reicht nicht aus.

Wie füge ich die Eidesstattliche Erklärung in die Masterarbeit ein?

An welche Stelle deiner Masterarbeit die Eidesstattliche Erklärung einzufügen ist, hängt von den Vorgaben deiner Hochschule bzw. Fakultät ab. Meistens wird sie als erstes, eingelegtes Dokument, direkt hinter dem Deckblatt oder als letzte Seite eingefügt. Informiere dich hierzu vorab auf der Website deiner Hochschule, beim Prüfungsamt oder deinem Dozenten.

Was passiert, wenn ich die Eidesstattliche Erklärung in der Masterarbeit vergesse?

Solltest du die Eidesstattliche Erklärung in deiner Masterarbeit vergessen, unvollständig oder fehlerhaft abgeben, kann dies gravierende Folgen haben. Während einige Hochschulen die Masterarbeit nicht annehmen, reagieren andere Hochschulen strikter. Sie gehen von einer Täuschungshandlung aus und erstellen Strafanzeige, die Geld- oder sogar Freiheitsstrafen zur Folge haben. Dazu kann es auch noch Jahre später kommen – sodass dir noch nachträglich dein Mastertitel aberkannt wird. Achte daher unbedingt auf die Vorgaben deiner Hochschule und unsere Tipps!

Darf ich Synonyme für "Eidesstattliche Erklärung" der Masterarbeit verwenden?

Oft werden die Begriffe Eidesstattliche Erklärung, Eidesstattliche Versicherung und Ehrenwörtliche Erklärung synonym gebraucht. Wird dir ein Plagiat und damit ein Täuschungsversuch vorgeworfen, drohen dir in jedem Fall rechtliche Konsequenzen – unabhängig davon, wie du das Dokument betitelt hast.

Literatur

Balzert, Helmut; Schäfer, Christian; Schröder, Marion; Kern, Uwe (2008): Wissenschaftliches Arbeiten:  Wissenschaft, Quellen, Artefakte, Organisation, Präsentation, 1. Auflage, Herdecke und Witten.

Sandberg, Berit (2016): Wissenschaftliches Arbeiten von Abbildung bis Zitat. Lehr- und Übungsbuch für Bachelor, Master und Promotion, 3. und erweiterte Auflage, Berlin.

Theisen, Manuel René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten: Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit, 17. Auflage, München.

Wöger, Sabine (2019): Kleine Studienhilfe zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten: Praxisorientierte Grundlagen, 1. Auflage, Norderstedt.

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