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PDF eBook E-Book Wissenschaftliches Arbeiten

6.3 Dein erstes Instrument ist die Sprache!

Wie in jeder anderen wissenschaftlichen Arbeit solltest Du Dich auch in der Dissertation um einen angemessenen Sprachstil bemühen. Saloppheit und Lässigkeit sind hier fehl am Platz, denn Du sollst in einer Dissertation nicht nur zeigen, dass Du das wissenschaftliche Handwerk einwandfrei beherrschst und zu eigenen, gut untermauerten Forschungsergebnissen kommst, sondern dass Du Deine Erkenntnisse auch sprachlich vermitteln kannst. Wer ein Thema intellektuell durchdrungen hat, möchte bei seiner Vermittlung verstanden werden. Vermeide komplizierte Schachtelsätze, einmal gefundene und inflationär eingesetzte Textbausteine und effekthascherische Sprachspielereien. Im besten Fall ermüden sie, im schlechteren Fall verärgern sie die Leser. Präzises Formulieren ist notwendig, dennoch solltest Du den Lesegenuss nicht ganz außer Acht lassen.

Stetige Wiederholungen können zwar den Lesern das Verständnis erleichtern, sie bringen die eigene Arbeit aber nicht voran. Des Weiteren solltest Du einen ausufernden Substantivstil vermeiden: Denn die sture „Beibehaltung des Substantivstils bei der Formulierung der Inhalte führt zu einer rasanten Verschlimmerung der Ermüdung des Lesers“ (wie in diesem Beispiel zu sehen)! Auch der inflationäre Gebrauch von Passivkonstruktionen machen einen Text nicht schöner, ebenso wenig wie Modeworte wie „andenken“, „thematisieren“, Phrasen wie „ich finde“, „meiner Meinung nach“, „wir finden“, Füllwörter wie „eigentlich“, „vielleicht“. Auch Übertreibungen wie „extrem“, „enorm“, „sehr“ und Bestätigungserheischendes wie „selbstverständlich“, „sicherlich“, „freilich“ gehören nicht in wissenschaftliche Arbeiten. Auch jemand, der „meistens immer“ etwas „von bedeutender Relevanz“ schreibt, weiß offenbar nicht immer, was er da schreibt.

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