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PDF eBook E-Book Wissenschaftliches Arbeiten

4.2 Der Aufbau einer Bachelorarbeit

Den formalen Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit hast Du im Wesentlichen schon bei Seminar-, Haus- oder Projektarbeiten kennengelernt. Bei Bachelorarbeiten verwendest Du dasselbe Schema, d. h. Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Einleitung, Hauptteil, Fazit, Literaturverzeichnis, Anhang.

Im Folgenden findest Du die wesentlichen Eigenschaften der einzelnen Teile Deiner Arbeit in Kürze zusammengefasst. Vor allem die Antwort auf die Frage, wie es gelingen kann, den vielzitierten roten Faden erkennbar zu machen, wird bei den folgenden Erklärungen in den Vordergrund gerückt.

Deckblatt, Inhalts-, Abkürzungs- und Abbildungsverzeichnis

  • Folgende Informationen sollten sich auf dem Deckblatt befinden: Name des Verfassers, Studienfach, Fachbereich, Hochschule und der Titel der Arbeit. Darüber hinaus sind teilweise noch weitere Angaben erforderlich. Informiere Dich diesbezüglich bei Deinem Betreuer oder dem Institut.
  • Das Inhaltsverzeichnis enthält die Gliederung Deiner Arbeit, die anhand der nummerierten Überschriften und Unterüberschriften erkennbar ist. Die Nummerierungen und der Wortlaut der Kapitelüberschriften müssen im Textteil und im Inhaltsverzeichnis exakt gleich sein.
  • Das Abkürzungsverzeichnis brauchst Du dann, wenn Du außer den gängigen Abkürzungen (u. a., z. B., etc…) noch zusätzliche, speziellere Abkürzungen verwendest.
  • Das Abbildungsverzeichnis/Tabellenverzeichnis musst Du einfügen, sofern Deine Arbeit Abbildungen und Tabellen enthält. In diesen Verzeichnissen werden alle nummerierten Abbildungstitel und Tabellentitel gelistet. Du musst außerdem die Seite angeben, auf der das betreffende Objekt zu finden ist. Verwendest Du sowohl Tabellen als auch Abbildungen, musst Du beide Verzeichnisse anlegen.

Einleitung

Der eigentliche Textteil der Arbeit beginnt mit der Einleitung. Sie beinhaltet eine kurze Einführung in das Thema und die Problemstellung. Außerdem ist es wichtig, eine Auflistung der Inhalte der Arbeit zu präsentieren: Wie gliedert sich der vorliegende Text und welche Inhalte werden in den folgenden Überkapiteln beantwortet? Die Einleitung stellt somit (neben dem Inhaltsverzeichnis) quasi die Wegbeschreibung durch die Arbeit dar.

In der Einleitung umreißt die Problemstellung den thematischen Rahmen Deiner Arbeit. Du beschreibst darin ein Phänomen, welches Du im Folgenden untersuchst und bettest Deinen konkreten Untersuchungsgegenstand in das Forschungsfeld Deiner Disziplin ein. Du solltest außerdem begründen, warum das Thema es wert ist, wissenschaftlich bearbeitet zu werden.

Hauptteil

Der Hauptteil ist das Kernstück der Bachelorarbeit. Er stellt den umfangreichsten Teil der Arbeit dar und wird in mehrere Kapitel gegliedert. Um Deinen Lesern eine bessere Orientierung zu ermöglichen, ist es empfehlenswert, die großen Kapitel mit zusammenfassenden Sätzen über die Inhalte der folgenden Unterkapitel zu beginnen. Auf diese Art ist für die Leser jederzeit nachvollziehbar, an welcher Stelle im Text sie sich befinden.

Auch hier sollte also die Gliederung des Textes präsent sein: Was sprichst Du im nachfolgenden Textabschnitt an und wie passen sich diese Inhalte in die übergeordnete Fragestellung des Textes ein? Welcher Teil der Fragestellung wird in diesem Textabschnitt beantwortet? Bei sehr langen Unterkapiteln können vorbereitende Sätze auch zu deren Beginn sinnvoll sein.

Am Ende jedes großen Kapitels sollten einige zusammenfassende Sätze stehen, die auch zu dem nachfolgenden Kapitel überleiten. Welche Aussagen wurden in diesem Kapitel aufgestellt und welche Fragen gilt es nun/folglich zu beantworten? Bei sehr langen Unterkapiteln können zusammenfassende Sätze auch zu deren Abschluss sinnvoll sein.

Gib acht, dass Dein Text nicht ausufert: Themen, die nur wenig mit Deiner Fragestellung zu tun haben, solltest Du im Text eher meiden. Alle Anmerkungen, Informationen, Gedankengänge, die zwar wichtig erscheinen, jedoch den Kern Deiner Fragestellung nicht betreffen, kannst Du in Fußnoten schreiben. Damit wird Deinen Betreuern deutlich, dass Du auch weiterführende Themen im Blick hast.

Auf diese Art und Weise behandelst Du die Fragestellung Deiner Arbeit in systematischen und nachvollziehbaren Schritten. Die einzelnen Aspekte der Fragestellung werden somit in logischer Reihenfolge anhand der Quellen analysiert und mit Literaturverweisen (siehe Kapitel „Richtig Zitieren“) untermauert. Indem Du Deinen Lesern einerseits einen „Wegweiser“ in Form von kurzen Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel schreibst und andererseits durchdachte und folgerichtig formulierte Überschriften verwendest, ist der berühmte rote Faden gewährleistet und Deine Arbeit hinterlässt einen strukturierten Eindruck.

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