Das Schreiben einer Danksagung bei Bachelorarbeiten und Masterarbeiten

Danksagung für eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit schreiben - Tipps & Beispiele
Teile diesen Beitrag mit Freunden:

07 Sep Das Schreiben einer Danksagung bei Bachelorarbeiten und Masterarbeiten

Danksagung schreiben – Einführung und Anleitung

Das Verfassen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit – egal, ob Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation – nimmt nicht nur zeitliche Ressourcen in Anspruch, sondern es sind, abhängig vom gewählten Thema sowie von der Fachrichtung, in der Regel auch andere Personen als der Verfasser involviert.

Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn man die Abschlussarbeit in einem Unternehmen oder in einem Forschungsprojekt geschrieben hat, welches von einem Unternehmen in Auftrag gegeben worden ist. Hierbei hat man in der Regel nicht nur den Betreuer seitens der Hochschule zur Seite, sondern auch einen Betreuer, der im betreffenden Unternehmen arbeitet und sozusagen die Schnittstelle zum Unternehmen ist.

Des Weiteren ist es möglich, dass man mit Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen im Zuge der Erstellung einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit kooperiert. Auch Einrichtungen bzw. Personen, die eine anonymisierte Datenerhebung ermöglicht haben, leisten wesentliche Beiträge zur Realisierung einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit. Schließlich tragen Korrekturleser und Lektoren zu einem gelungenen Text bei.

Weil man im Zuge des Verfassens von der Mithilfe anderer Personen, Institutionen oder Unternehmen wesentlich profitiert, möchte man diese nicht unerwähnt lassen. Die Würdigung dieser Unterstützung findet deshalb in der Danksagung einer Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation Platz. Dies umso mehr, wenn die betreffende Arbeit in weiterer Folge publiziert werden soll.

Dennoch sollte man sich im Vorfeld überlegen, wem man dankt und wie man dies formuliert. Außerdem sollte man sich zunächst die Frage stellen, ob eine Danksagung auch wirklich nötig ist oder ob man stattdessen lieber darauf verzichten sollte.

Die Stellung der Danksagung in einer wissenschaftlichen Arbeit

Die Danksagung zählt im Grunde genommen nicht zu den verpflichtenden Textteilen einer Arbeit (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 66), daher ist es jedem Studierenden freigestellt, ob er der wissenschaftlichen Arbeit eine Danksagung hinzuzufügen möchte (anders als z.B. der Sperrvermerk, der von Unternehmen vorgegeben sein kann). Auch die Gestaltung folgt keinen einheitlichen Richtlinien, weil eine Danksagung in erster Linie eine persönliche Note haben soll. Dies gilt auch für die Formulierung, so ist es hier beispielsweise und im Gegensatz zum Rest der Arbeit Ausnahmsweise möglich, die Ich-Form zu verwenden.

Darüber hinaus bietet die Danksagung hinsichtlich des Inhaltes Platz für Hinweise und Ausführungen, die nicht das gewählte Thema an sich betreffen. Sie wird von Theisen den Vortexten zugeordnet, sie ist der Arbeit also vorangestellt (vgl. Theisen 2013: 215) und steht somit vor dem Inhaltsverzeichnis und bekommt keine Seitenzahl.

Wann kann man auf eine Danksagung verzichten?

Im Wesentlichen ist eine Danksagung ein Teil von umfangreicheren schriftlichen Abschlussarbeiten. In den meisten Fällen ist es also beispielsweise bei kurzen Hausarbeiten oder Seminararbeiten nicht angebracht, dem Text eine Danksagung voranzustellen (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 32).

Stattdessen fügt man Danksagungen umfangreichen Arbeiten hinzu, deren Thematik sowie Umfang es notwendig machen, zum einen auf Ressourcen zum anderen auf die Zeit anderer Personen zurückzugreifen. Ob man nun Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten eine Danksagung hinzufügt, ist nicht eindeutig zu beantworten.

Sofern man während des Entstehungsprozesses nicht auf andere Personen oder Institutionen angewiesen war, ist es in der Regel aber nicht notwendig, eine Danksagung zu verfassen. Hat man aber beispielsweise erstens Datenerhebungen durchgeführt, durfte zweitens auf besondere Quellen zugreifen oder hat man drittens andere Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen, ist es höflich und sinnvoll, sich bei den Personen zu bedanken, die das ermöglicht haben. In diesem Fall wäre es also angebracht, auch Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten eine Danksagung hinzuzufügen.

Die Bestandteile einer Danksagung mit Beispielen

In diesem Kapitel geben wir einen Überblick, welche inhaltlichen Bestandteile eine Danksagung aufweisen kann. Wichtig: Da es sich hier um einen im Wesentlichen frei zu gestaltenden Teil der Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation handelt, müssen nicht alle aufgelisteten Elemente vorhanden sein!

Persönliches Verhältnis zum Thema darlegen

Im Zuge der Danksagung kann man Einblicke in die persönlichen Beweggründe geben, weswegen man sich für ein bestimmtes Thema entschieden hat. Dabei sollte man aber nichtsdestotrotz darauf achten, nicht zu persönlich zu werden. Das persönliche Verhältnis zum Thema kann beispielsweise so erläutert werden (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 250).

Beispiel:

image1

Woher stammt das Thema?

Zusätzlich können Personen, die wertvolle Hinweise und Anregungen für die Themenwahl gegeben haben, im Zuge der Danksagung erwähnt werden. Aber auch andere Inspirationsquellen (z. B. Vorträge, Tagungen, Konferenzen, Symposien …) fallen darunter, wenn sie maßgeblich zur Formulierung des vorliegenden Themas beigetragen haben (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 66).

Beispiel:

image2

Finanzielle oder sachliche Unterstützung

Unterstützungsleistungen aller Art können dementsprechend Bestandteil der Danksagung sein. Dabei kann es sich sowohl um finanzielle Unterstützung seitens einer Stiftung oder eines Unternehmens handeln, als auch um ein Stipendium oder Gelder aus Forschungsfonds. Aber auch für die Bereitstellung von Materialien, Räumlichkeiten etc. kann man sich bedanken. Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist der Dank für eine erteilte Abdruckerlaubnis, wenn längere Passagen beispielsweise aus einer anderen Quelle verwendet werden (vgl. Theisen 2013: 217).

Beispiel:

image3

Unterstützende Personen erwähnen

Personen, die im Zuge des Verfassens mit hilfreichen Hinweisen (z. B. besondere Literaturhinweise, wertvolle Anregungen) geholfen haben, außerdem beim Arbeiten am PC Unterstützung gegeben haben (Formatieren, spezielle Programmkenntnisse etc.) oder die den Text korrekturgelesen haben, kann in diesem Rahmen gedankt werden (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 66).

Beispiele:

image4

image5

Informationen über die Entstehungsbedingungen

Darunter fallen beispielsweise Hinweise, die erläutern, an welchen Orten gearbeitet wurde (z. B. Spezialbibliotheken, Archive etc.) und wie die Forschungsarbeit von statten ging. Darüber hinaus kann man aber auch den vorgegebenen Zeitrahmen, in dem die vorliegende Arbeit entstanden ist, erwähnen (vgl. Franck 2004: 278).

Beispiel:

image6

Besondere Hindernisse erwähnen

Stößt man im Zuge der Arbeit auf besondere Hindernisse, können diese zum Beispiel erwähnt werden – egal, ob man es geschafft hat, sie zu überwinden oder nicht. Dabei handelt es sich genauso gleichwohl um Datenerhebungen bzw. Datenanalysen, die nicht genehmigt wurden, wie um Forschungsobjekte, die aus bestimmten Gründen nicht zugänglich waren, und dergleichen mehr (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 250).

Beispiel:

image7

Literaturangaben

Franck, Norbert (2004): Handbuch Wissenschaftliches Arbeiten. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag.

Oertner, Monika; St. John, Illona & Thelen, Gabriele (2014): Wissenschaftlich Schreiben – Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

Samac, Klaus; Prenner Monika & Schwetz, Herbert (2009): Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule. Wien: Facultas.

Stickel-Wolf, Christine & Wolf, Joachim (2013): Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

Theisen, Manuel René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München: Franz Vahlen.

Teile diesen Beitrag mit Freunden:
Autor:


 

 

 

Send this to a friend