Das Schreiben einer Danksagung bei Bachelorarbeiten und Masterarbeiten

Danksagung für eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit schreiben - Tipps & Beispiele
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14 Feb Das Schreiben einer Danksagung bei Bachelorarbeiten und Masterarbeiten

Danksagung schreiben – Einführung und Anleitung

Das Verfassen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit – egal, ob Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation – nimmt nicht nur zeitliche Ressourcen in Anspruch. Abhängig vom gewählten Thema sowie von der Fachrichtung sind in der Regel auch andere Personen als der/die VerfasserIn involviert. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn die Abschlussarbeit ein Forschungsprojekt ist, welches von einem Unternehmen in Auftrag gegeben worden ist. Hierbei hat man in der Regel nicht nur den/die BetreuerIn seitens der Universität zur Seite, sondern auch Betreuer/innen, die im betreffenden Unternehmen arbeiten und sozusagen die Schnittstelle zum Unternehmen sind. Des Weiteren ist es möglich, dass man mit Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen im Zuge der Erstellung einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit kooperiert. Auch Einrichtungen bzw. Personen, die eine anonymisierte Datenerhebung ermöglicht haben, leisten wesentliche Beiträge zur Realisierung einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit. Last but not least tragen Korrekturleser und Lektoren zu einem gelungenen Text bei.

Da man im Zuge des Verfassens von der Mithilfe anderer Personen, Institutionen oder Unternehmen wesentlich profitiert, möchte man diese nicht unerwähnt lassen. Die Würdigung dieser Unterstützung findet in der Danksagung einer Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation Platz. Dies umso mehr, wenn die betreffende Arbeit in weiterer Folge publiziert werden soll.

Dennoch sollte man sich im Vorfeld überlegen, wem man dankt und wie man dies formuliert. Außerdem stellt man sich zunächst die Frage, ob eine Danksagung angebracht ist oder ob man lieber darauf verzichten sollte.

Die Stellung der Danksagung in einer wissenschaftlichen Arbeit

Die Danksagung zählt nicht zu den verpflichtenden Textteilen einer Arbeit (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 66), daher ist es jedem Studierenden freigestellt, der wissenschaftlichen Arbeit eine Danksagung hinzuzufügen. Auch die Gestaltung folgt keinen einheitlichen Richtlinien, da eine Danksagung in erster Linie eine persönliche Note hat. Dies gilt auch für die Formulierung, so ist es hier möglich, die Ich-Form zu verwenden. Hinsichtlich des Inhaltes bietet die Danksagung Platz für Hinweise und Ausführungen, die nicht das gewählte Thema an sich betreffen. Die Danksagung wird von Theisen den Vortexten zugeordnet, weswegen sie der Arbeit vorangestellt wird (vgl. Theisen 2013: 215). Sie steht somit vor dem Inhaltsverzeichnis und bekommt keine Seitenzahl.

Wann wird auf eine Danksagung verzichtet?

Im Wesentlichen ist eine Danksagung ein Teil von umfangreicheren schriftlichen Abschlussarbeiten. In den meisten Fällen ist es also beispielsweise bei kurzen Hausarbeiten oder Seminararbeiten nicht angebracht, dem Text eine Danksagung voranzustellen (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 32).

Vielmehr werden Danksagungen umfangreichen Arbeiten hinzugefügt, deren Thematik sowie Umfang es notwendig machen, auf Ressourcen bzw. die Zeit anderer Personen angewiesen zu sein. Ob man nun Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten eine Danksagung hinzufügt, ist nicht eindeutig zu beantworten. Sofern man während des Entstehungsprozesses nicht auf andere Personen oder Institutionen angewiesen war, ist es in der Regel nicht notwendig, eine Danksagung zu verfassen. Hat man aber beispielsweise Datenerhebungen durchgeführt und war dabei auf die Unterstützung anderer angewiesen, ist es angebracht, auch Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten eine Danksagung hinzuzufügen.

Die Bestandteile einer Danksagung mit Beispielen

In diesem Kapitel erhältst Du einen Überblick, welche inhaltlichen Bestandteile eine Danksagung aufweisen kann. Wichtig: Da es sich hier um einen im Wesentlichen frei zu gestaltenden Teil Deiner Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation handelt, müssen nicht alle aufgelisteten Elemente in Deiner Danksagung vorhanden sein!

Persönliches Verhältnis zum Thema darlegen

Im Zuge der Danksagung kann man Einblicke in die persönlichen Beweggründe geben, weswegen man sich für ein bestimmtes Thema entschieden hat. Das persönliche Verhältnis zum Thema wird erläutert (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 250).

Beispiel:

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Woher stammt das Thema?

Personen, die wertvolle Hinweise und Anregungen für die Themenwahl gegeben haben, können im Zuge der Danksagung erwähnt werden. Aber auch andere Inspirationsquellen (z. B. Vorträge, Tagungen, Konferenzen, Symposien …) fallen darunter, wenn sie maßgeblich zur Formulierung des vorliegenden Themas beigetragen haben (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 66).

Beispiel:

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Finanzielle oder sachliche Unterstützung

Unterstützungsleistungen aller Art können Bestandteil der Danksagung sein. Dabei kann es sich um finanzielle Unterstützung seitens einer Stiftung oder eines Unternehmens handeln, um ein Stipendium oder Gelder aus Forschungsfonds. Aber auch für die Bereitstellung von Materialien, Räumlichkeiten etc. kann man sich bedanken. Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist der Dank für eine erteilte Abdruckerlaubnis, wenn längere Passagen aus einer anderen Quelle verwendet werden (vgl. Theisen 2013: 217).

Beispiel:

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Unterstützende Personen erwähnen

Personen, die im Zuge des Verfassens mit hilfreichen Hinweisen (z. B. besondere Literaturhinweise, wertvolle Anregungen) geholfen haben, beim Arbeiten am PC (Formatieren, spezielle Programmkenntnisse etc.) Unterstützung gegeben haben oder die den Text korrekturgelesen haben, kann in diesem Rahmen gedankt werden (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 66).

Beispiele:

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Informationen über die Entstehungsbedingungen

Darunter fallen beispielsweise Hinweise, die erläutern, an welchen Orten gearbeitet wurde (z. B. Spezialbibliotheken, Archive etc.) und wie die Forschungsarbeit vonstattenging. Aber auch den vorgegebenen Zeitrahmen, in dem die vorliegende Arbeit entstanden ist, kann man erwähnen (vgl. Franck 2004: 278).

Beispiel:

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Besondere Hindernisse erwähnen

Stößt man im Zuge der Arbeit auf besondere Hindernisse, können diese erwähnt werden – egal, ob man es geschafft hat, sie zu überwinden oder nicht. Dabei handelt es sich beispielsweise um Datenerhebungen, die nicht genehmigt wurden, Forschungsobjekte, die aus bestimmten Gründen nicht zugänglich waren, und dergleichen (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 250).

Beispiel:

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Literaturangaben

Franck, Norbert (2004): Handbuch Wissenschaftliches Arbeiten. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag.

Oertner, Monika; St. John, Illona & Thelen, Gabriele (2014): Wissenschaftlich Schreiben – Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

Samac, Klaus; Prenner Monika & Schwetz, Herbert (2009): Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule. Wien: Facultas.

Stickel-Wolf, Christine & Wolf, Joachim (2013): Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

Theisen, Manuel René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München: Franz Vahlen.

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Über den Autor:
marina.feidel@mentorium.de

Marina Feidel studierte Wirtschaftswissenschaften (Regionalmanagement) an der FH Eberswalde. Während ihres Studiums hat Frau Feidel bereits als Tutorin ehrenamtlich Studenten zum Thema "Wissenschaftliches Schreiben" betreut. In einem Redaktionsteam hat Sie an unserem kostenlosen und umfangreichen eBook (Ratgeber) zum Thema "Wissenschaftliches Arbeiten" mitgewirkt und dabei ihr Wissen und ihre Erfahrung in der wissenschaftlichen Betreuung von Studenten einfliessen lassen. Frau Feidel unterstützt mit ihren ehrenamtlichen Beiträgen zur Mentorium Wissensdatenbank auch in Zukunft Studenten bei der Erstellung von Hausarbeiten, Seminararbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten.



 

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