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BAföG-Höchstsatz – Wie viel BAföG bekomme ich?

Veröffentlicht am . Zuletzt geändert am .
Der BAföG-Höchstsatz: So viel BAföG erhältst Du


Wer den BAföG-Höchstsatz erhält, hat im Studium schon mal eine Sorge weniger. Doch wie groß kann diese finanzielle Förderung dabei maximal ausfallen? Und wie kommt sie zustande? Aber am allerwichtigsten: Wie viel BAföG bekommst Du? Wir verraten Dir, welche Faktoren bei der Förderungsberechnung eine Rolle spielen!

Der BAföG-Höchstsatz – Wie viel BAföG kann ich bekommen?

Grundsätzlich gilt: Der BAföG-Höchstsatz beläuft sich bei Studierenden auf 861 € im Monat, bei Schüler:innen sind es 831 €. Eine wichtige Rolle bei der Berechnung spielen dabei etwa Deine Krankenversicherung, Wohnsituation und das Einkommen Deiner Eltern.

So kommt der BAföG-Höchstsatz zustande

Der BAföG-Höchstsatz besteht aus verschiedenen Säulen, die bei der Finanzierung Deines Lebensunterhalts berücksichtigt werden. Darunter fällt zunächst einmal der gesetzlich vorgegebene Grundbedarf, der von der Art Deiner Ausbildung und Ausbildungsstätte abhängt. Mehr dazu in § 12 und § 13 BAföG.

Außerdem im Höchstsatz enthalten ist die sogenannte Wohnpauschale. Wohnst Du bei Deinen Eltern, kannst Du die maximale Förderungssumme von 836 oder 831 € nicht erhalten, da die Pauschale dann nur bei 55 € liegt. Lebst Du allein (oder in einer WG, das ist egal), beläuft sich die Wohnpauschale auf 325 €.

Ebenfalls in der BAföG-Höhe enthalten ist ein Zuschlag für Deine Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Kannst Du nachweisen, dass Du selbst (und nicht nur Deine Eltern oder Ehepartner:in) beitragspflichtig versichert bist, erhältst Du vom BAföG-Amt 109 € im Monat. 84 € davon für Deine Kranken- und 25 € für die Pflegeversicherung.

Hast Du ein Kind unter 14 Jahren, das in Deinem Haushalt lebt, erhältst Du zusätzlich einen Kinderbetreuungszuschlag von 150 € pro Kind, der jedoch gesondert bei der Familienkasse Deines Arbeitsamtes beantragt werden muss (vgl. Lehmann/Meiling, 2008). Dieser ist im BAföG-Höchstsatz dementsprechend noch nicht mitinbegriffen.

Warum wirst Du eigentlich staatlich gefördert? Damit Du Dich auf Deinen Abschluss konzentrieren kannst und nicht Vollzeit arbeiten gehen musst. Schließlich kosten Klausuren, Haus- und Bachelorarbeiten Zeit. Und die sollst Du Dir nehmen. Falls Du dabei noch Hilfe benötigst, unterstützen wir Dich beispielsweise bei der Formatierung.

Freibeträge, die bei der BAföG-Berechnung ebenfalls eine Rolle spielen

Den BAföG-Höchstsatz bekommen grundsätzlich nur Personen, deren nahe Angehörige (Eltern und Ehepartner:innen) nicht für die Kosten während des Studiums oder der Ausbildung aufkommen können. Und natürlich darfst Du selbst auch nicht Jeff Bezos sein, wenn Du BAföG beziehen willst. Dein Einkommen und Vermögen, wie auch das Deiner Eltern und Ehepartner:innen spielen bei der BAföG-Berechnung also eine wichtige Rolle.

Das bedeutet: Beläuft sich Dein Vermögen auf mehr als 8.200 € oder verdienst Du mehr als 451,82 € (Minijob-Basis), wird Deine BAföG-Höhe gekürzt. Die Vermögensgrenze erhöht sich um jeweils 2.300 €, wenn Du verheiratet bist oder Kinder hast. Auch Deine Eltern dürfen nicht zu viel verdienen, wenn Du den BAföG-Höchstsatz erhalten möchtest.

Es gibt jedoch hinzukommend verschiedene Freibeträge, die von Deinem Einkommen, dem Deiner Eltern, Deinem Ehemann oder Ehefrau abgezogen werden. Und die sehen folgendermaßen aus:

  • Geschwister-Freibeträge: Für jedes Geschwisterkind, das nicht durch BAföG gefördert wird, werden vom Einkommen Deiner Eltern maximal 555 € abgezogen.
  • Einkommens-Freibetrag: Es wird pauschal ein Betrag in Höhe von 2.000 € vom Einkommen Deiner Eltern abgezogen, sofern diese verheiratet sind. Ansonsten pro Elternteil 1.300 €. Von Deinem Einkommen werden hingegen 290 € abgezogen.
  • Prozentualer Freibetrag: Hierbei werden nach allen Abzügen weitere 50 % sowie 5 % pro Kind vom Einkommen der Eltern abgezogen.
  • Kinderfreibetrag: Von Deinem Einkommen werden ebenfalls 555 € pro Kind abgezogen.
  • Partner:in-Freibetrag: Außerdem werden 610 € Pauschale abgezogen, sofern Du verheiratet bist (Minus das bereinigte Einkommen Deines oder Deiner Partner:in).

Für den Betrag, der nach Abzug aller Freibeträge übrig ist, müssen Du, Deine Eltern oder Dein:e Partner:in aufkommen. Bleibt dabei nichts über, erhältst Du dementsprechend den BAföG-Höchstsatz. Finanzielle Bedürftigkeit ist folglich eine der wichtigsten BAföG-Voraussetzungen.

Kurz & knapp: Diese Faktoren beeinflussen die Höhe Deiner BAföG-Zahlung

Ob Du den BAföG-Höchstsatz erhältst, hängt also von verschiedenen Faktoren ab, weswegen Du beim Beantragen auch eine ganze Reihe an Nachweisen erbringen musst. Eine Rolle spielen:

  • Dein Vermögen und Einkommen
  • Das Einkommen Deiner Eltern oder Ehepartner:in
  • Die Art Deiner Krankenversicherung
  • Aber auch die Anzahl Deiner Kinder (mehr dazu kannst Du hier nachlesen)

BAföG-Berechnung: Beispiel

Du studierst oder absolvierst Deine Ausbildung in Deutschland und zahlst Studiengebühren. Außerdem wohnst Du nicht mehr bei Deinen Eltern und bist selbst kranken- und pflegeversichert. Dein Einkommen beläuft sich auf nicht mehr als 450 € im Monat, Dein Vermögen unterschreitet die 8200-Euro-Grenze. Verheiratet bist oder warst Du nicht, hast zwei Kinder, von denen eines unter 14 Jahre alt ist. Deine Eltern sind verheiratet und nicht dauerhaft getrennt lebend, Deine Mutter verdient als Arbeitnehmerin im Jahr 36.000 € brutto, Dein Vater als Arbeitnehmer 30.000 €. Du hast ein weiteres Geschwisterkind, das nicht durch BAföG gefördert wird. Daraus ergibt sich nach allen Abzügen und unter Berücksichtigung der Freibeträge ein monatlicher BAföG-Anspruch von 235 € inklusive Kinderzuschlags.

Auslands-BAföG: Wie berechnet sich hier der Höchstsatz?

Vielleicht studierst Du aber auch für ein oder mehrere Semester im Ausland. Auch dann bist Du grundsätzlich förderungsberechtigt und der BAföG-Höchstsatz ist derselbe wie bei einem inländischen Studium. On top kommen jedoch noch einige Zusatzförderungen. So erhältst Du bis zu 4.600 € für Studiengebühren für maximal ein Jahr. Auch eine Pauschale für Reisekosten von bis zu 500 € kommt möglicherweise dazu. Eventuelle Zusatzkosten bei einer Auslandskrankenversicherung werden ebenfalls finanziell gefördert. Außerdem gibt es länderabhängige Zuschläge bei höheren Lebensunterhaltungskosten außerhalb der EU oder in der Schweiz. Es lohnt sich also auch dann in jedem Fall, BAföG online zu beantragen.

Wann und wie viel BAföG muss zurückgezahlt werden?

Diese Frage beschäftigt Dich sicher nicht nur dann, wenn Du den BAföG-Höchstsatz beziehst. Denn wie hoch auch immer Deine Förderungssumme ausfällt: Jede:r Student:in muss 50 % vom BAföG zurückzahlen. Aber keine Angst, die Zahlungsaufforderung zur Rückzahlung flattert nicht am ersten Arbeitstag als Heuler in Deine Wohnung. Erst 5 Jahre nach Deinem Abschluss (bei Bachelor- und Masterabschluss zählt der Bachelor) beginnt die Rückzahlung.

Begleichst Du Deine Schulden auf einen Schlag, kannst Du übrigens ordentlich sparen, weswegen es sich lohnt, Rücklagen zu bilden oder sogar einen Kredit aufzunehmen. Aber auch eine Ratenzahlung ist möglich. Falls Du Schüler:innen-BAföG erhältst, kannst Du Dich übrigens freuen, da diese Summe als Vollzuschuss vom Staat verstanden wird und dementsprechend kein Cent zurückgezahlt werden muss.

Erhältst Du den BAföG-Höchstsatz, kannst Du Dich über eine ordentliche Stange Geld freuen. Jedoch müssen dafür bestimmte Bedingungen erfüllt sein, die unter anderem Dein Einkommen und das Deiner Eltern betreffen. Informier Dich also am besten vorab mithilfe eines BAföG-Rechners, wie viel Dir ungefähr zusteht. Und vergiss nicht, Kinder- und Auslandsstudiumszuschläge extra zu beantragen!

Literatur

Lehmann, Rainer/Meiling, Andrea (2008): BAföG aktuell. Tricks, Tipps, Formblatterklärungen inkl. Änderungen ab 2008, 2. Auflage Norderstedt.

Schröder, Matthias (2017): Baustelle BAföG. Entwicklungen und Reformbedarf, Bielefeld.

FAQs zum BAföG-Höchstsatz

Wie hoch ist der BAföG-Höchstsatz für Studierende?

Der BAföG-Höchstsatz für Studierende beläuft sich momentan auf 861 € monatlich. Halt jedoch die Augen und Ohren offen, denn die Freibeträge werden regelmäßig angepasst!

Wie viel BAföG erhalten Schüler:innen maximal?

Schüler:innen erhalten aktuell maximal 831 € BAföG im Monat. Relevant sind hierbei unter anderem die Wohnsituation, das Einkommen der Eltern sowie die Versicherungslage.

Wird die BAföG-Höhe 2022 erhöht?

Voraussichtlich steigt der BAföG-Höchstsatz 2022 tatsächlich, da die Freibeträge wie auch die Grundbedarfspauschale angehoben werden sollen. Das hängt wiederum mit steigenden Lebensunterhaltungskosten zusammen. Damit kommt es seinem Anspruch näher, das Recht auf Bildung materiell verwirklichen zu können (vgl. Schröder, 2017).

Wie viel BAföG bekomme ich bei einer eigenen Wohnung?

Wohnst Du nicht mehr bei Deinen Eltern, fällt Deine Wohnpauschale entsprechend höher aus. Sie liegt dann bei 325 €. Lebst Du noch bei Deinen Eltern, beläuft sie sich hingegen nur auf 55 €. Hinzu kommen weitere Pauschalbeträge, da Du schließlich nicht nur Miete zahlen musst.

Wird das BAföG gekürzt, wenn man arbeitet?

Dein BAföG wird nur dann gekürzt, wenn Du monatlich mehr als 451,82 € verdienst. Ein Minijob ist also problemlos drin. Arbeitest oder verdienst Du mehr, wird das vom BAföG abgezogen. Schließlich solltest Du Dich während Deines Studiums hauptsächlich auf Deinen Abschluss konzentrieren. Dabei greifen wir Dir etwa im Rahmen unserer Plagiatsprüfung auch gerne unter die Arme.

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