Gestalten von Abbildungen und Übersichten

Abbildungen-und Übersichten


25 Mrz Gestalten von Abbildungen und Übersichten

Viele wissenschaftliche Arbeiten enthalten Abbildungen und Übersichten. Dies ist vor allem in den Naturwissenschaften sinnvoll: Statt alle Zahlen und Daten dann einzeln im Text erklären zu müssen, bieten Übersichten eine gute Übersicht für die Leser der Arbeit. Abbildungen erfüllen indes einen ähnlichen Zweck. Mit ihnen lassen sich zum Beispiel Versuchsaufbauten gut darstellen. Dabei ist es aber wichtig, die Abbildungen und Tabellen zu gestalten, damit sie sich passend in die Arbeit einfügen.

Der Sinn von Abbildungen und Übersichten in der Bachelorarbeit und Masterarbeit

Abbildungen und Übersichten ergänzen insbesondere naturwissenschaftliche technische oder empirische Arbeiten. Sie ermöglichen es, komplexe Daten übersichtlich darzustellen. Oftmals ist es überdies gar nicht notwendig, jedes einzelne Messergebnis zu beschreiben. Trotzdem sollten die erstellten Ergebnisse in der Arbeit ersichtlich sein.

Auch Abbildungen erfüllen in vielen Fachbereichen einen Nutzen. Mit ihnen lassen sich zum Beispiel Gewebeproben oder technische Aufbauten darstellen, ohne diese dann umfangreich beschreiben zu müssen.

Gleiches gleich behandeln

Wichtig in einer wissenschaftlichen Arbeit ist es immer, Gleiches auf die gleiche Weise zu behandeln (Bänsch/Alewell, 2013). Überschriften und Fließtext sollten außerdem immer dieselbe Schriftart und Größe haben. Auch die Formatierung von Abbildungen und Übersichten sollte deshalb immer auf dieselbe Weise geschehen (Theisen, 2013).

Darüber hinaus sollte man bedenken, dass Abbildungen und Übersichten niemals unkommentiert stehen dürfen. Man nimmt immer im Text Bezug darauf. Idealerweise geschieht dies dann unmittelbar nach einer Übersicht oder einer Abbildung (Theisen, 2013). Darüber hinaus haben Abbildungen und Übersichten immer auch eine Überschrift (Vgl. die Formatvorlagen der Ruhr-Universität Bochum).

Alle Elemente nummerieren

Abbildungen und Übersichten sollte man darüber hinaus in der Arbeit durchgehend nummerieren. Dabei werden Abbildungen und Übersichten dann jeweils einzeln und unabhängig voneinander bezeichnet (Franck, 2013). Es kann dabei durchaus zu Dopplungen kommen und zum Beispiel Übersicht 1 und Abbildung 1 geben.

Ab einer gewissen Anzahl von Abbildungen und Übersichten bietet es sich außerdem an, ein Tabellenverzeichnis und ein Abbildungsverzeichnis zu erstellen (Bänsch/Alewell, 2013). Dieses steht direkt zu Anfang der Arbeit nach dem Deckblatt und dem Inhaltsverzeichnis (Vgl. die Richtlinien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg).

Übersichten in Word nutzen

Die meisten Studierenden schreiben ihre Bachelorarbeit oder Masterarbeit mit dem Textverarbeitungsprogramm Word. Dieses bietet komfortable Optionen, um eine oder mehrere Übersichten einzufügen und zu gestalten.

Grundsätzlich sollte man sich entscheiden, ob man Übersichten schwarz-weiß oder farbig gestaltet. Oft ist schwarz-weiß die bessere Option, da dies seriöser wirkt (Karmasin/Ribing, 2017). Bei einer sehr langen Übersicht kann es auch sinnvoll sein, einzelne Ergebnisse oder Elemente farbig zu unterlegen. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn man diesen Teil betonen will. Möglich ist auch eine Unterlegung in Graustufen.

Eine Übersicht in der Bachelorarbeit und Masterarbeit erstellen

Eine Übersicht mit Word zu erstellen, ist recht einfach: Im Menüpunkt „Einfügen“ ist die Option bereits angelegt. Klickt man darauf, kann man die Zahl der Spalten und Zeilen der Übersicht wählen.

Tabelle erstellen
Abb. 1: Übersicht erstellen

Falls man sich hier vertut, ist das kein Problem: Auch nachträglich lassen sich Spalten und Zeilen löschen oder hinzufügen.

In diesem Fenster lässt sich auch die Breite der einzelnen Spalten anpassen. Günstig ist es in der Regel, die Option „Auto-Anpassen an Inhalt“ zu wählen (Peyton, 2016). Möglich ist aber auch, eine feste Spaltenbreite festzulegen. In jedem Fall darf die Übersicht nicht über die Seite herausragen. Ansonsten fehlt dieser Teil später beim Druck der Bachelorarbeit oder Masterarbeit (Klaßen, 2015).

Seitenwechsel bei Zeilen verhindern

Ungünstig ist es in einer Übersicht, wenn eine Zeile auf einer Seite beginnt, abbricht und erst auf der nächsten Seite fortgesetzt wird. Das sieht nicht nur unharmonisch aus, sondern stört auch den Lesefluss. Deshalb sollte man bei Word diesen automatischen Seitenwechsel in einer Übersicht verhindern.

Dazu ist es notwendig, die Zeilen zunächst zu markieren. Dies funktioniert ganz einfach, indem man den Cursor in die gewünschte Zeile setzt und dann die rechte Maustaste drückt. Daraufhin öffnet sich ein Menü. Dort wählt man die Option „Markieren“. Es öffnet sich ein weiterer Menüpunkt, in dem man das Feld „Zeile“ anklickt (Klaßen, 2015).

Nachdem nun die Zeile markiert ist, wählt man den entsprechenden Menüpunkt aus. Dort klickt man „Eigenschaften“ an. Unter dem Punkt „Zeile“ ist ein Kästchen angeklickt, das „Zeilenwechsel auf Seiten zulassen“ heißt. Dieses Häkchen entfernt man. Das hat zur Folge, dass Zeilen nun nicht mehr auf die folgende Seite umspringen können.

Seitenwechsel verhindern
Abb. 2: Seitenwechsel verhindern

Abbildungen in Word gestalten

Word bietet zudem Optionen an, Grafiken und Tabellen zu erstellen. Auch hierbei sollte man sich Gedanken über die Farbgebung machen. Druckt man die Arbeit in Farbe aus, können auch die Abbildungen farbig bleiben.

Bei einem Druck in Schwarz-Weiß bietet es sich hingegen an, die Abbildung in Graustufen umzustellen. Auf keinen Fall sollte man die Option „Schwarz-Weiß“ wählen. Hierbei gehen Nuancen und feine Abstufungen schnell unter (Klaßen, 2015).

Hat man das Bild eingefügt („Einfügen“ -> „Grafik“), öffnet sich nach einem Doppelklick auf das Bild ein Fenster mit „Bildtools“. Dort kann man verschiedene Farbabstufungen wählen. Ganz rechts oben sind die Graustufen abgelegt.

Bildtools anwenden
Abb. 3: Bildtools anwenden

Eine Abbildung zuschneiden und anpassen

Bei den Bildtools sind weitere Optionen abgelegt. So kann es zum Beispiel notwendig sein, ein Bild zuzuschneiden, damit es nicht über die Seite herausragt. Es kann auch sinnvoll sein, ein Bild zu drehen, falls es quer zur Leserichtung des übrigen Textes steht (Peyton, 2016).

Um das Bild zuzuschneiden, wählt man oben rechts im Menü der Bildtools die Option zuschneiden.

Bild zuschneiden
Abb. 4: Bild zuschneiden

Darauf erscheinen rund um das Bild mehrere schwarze Balken. Wenn man sie jeweils in die gewünschte Richtung verschiebt, schneidet man das Bild zu.

Ein Bild lässt sich in Word zudem sehr einfach drehen: Wenn man einmal auf das Bild klickt, dann erscheint mittig darüber ein kleiner grüner Punkt. Um diesen herum lässt sich das Bild in die gewünschte Richtung und um den gewünschten Winkel bewegen. (Peyton, 2016)

Word bietet eine Vielzahl von Optionen für Abbildungen und Übersichten, die sich für wissenschaftliche Arbeiten nutzen lassen. In der Regel reicht es, wenn man die grundlegenden Funktionen kennt, um sich weitere Optionen zu erschließen. Sie alle sind in den Tabellentools beziehungsweise Bildtools abgelegt. Auf diese Weise lassen sich alle Elemente wie gewünscht gestalten. Falls man einmal nicht weiterkommen sollte, bietet auch das Hilfsmenü von Word gute Hinweise bei Spezialfragen.

Literatur

Bänsch, Axel/Alewell, Dorothea (2013): Wissenschaftliches Arbeiten, 11. Aufl., München.

Franck, Norbert (2011): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens, 16. Aufl., Stuttgart.

Karmasin, Matthias/Ribing, Rainer (2017): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, 9. Aufl., Stuttgart.

Klaßen, Robert (2015): Word 2016: Schritt für Schritt erklärt. Alles auf einen Blick – so nutzen Sie Word 2016 optimal, 1. Aufl., Bonn.

Peyton, Christine (2016): Word 2016: Die Anleitung in Bildern. Bild für Bild Word 2016 kennenlernen, 1. Aufl., Bonn.

Theisen, Manuel-René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten: Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit, 16. Aufl., München.

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